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Hans Gerhard Evers

deutscher Kunsthistoriker und Hochschullehrer

LebenBearbeiten

Elternhaus, Schule und StudiumBearbeiten

Hans Gerhard Evers war das jüngste von drei Kindern des Pastors und ab 1919 Seniors der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Lübeckischen Staate Johannes Evers (1859–1945) und seiner Frau Anna Evers, geb. Plitt (1874–1906). Bis zum Abitur 1917 besuchte er das Humanistische Gymnasium Katharineum zu Lübeck.[1]

Er studierte zunächst Deutsch, Geschichte und Turnen an den Universitäten Göttingen, Heidelberg und Berlin und legte 1923 das Staatsexamen für das höhere Lehrfach ab. Während seines Studiums in Göttingen wurde er 1918 Mitglied der Schwarzburgbund-Verbindung Burschenschaft Germania.[2]

Mit der bildenden Kunst kam er erst während des Studiums insbesondere durch den Einfluss des Archäologen Ludwig Curtius in Heidelberg und des Kunsthistorikers Georg Graf Vitzthum in Göttingen in Kontakt. 1924 wurde er mit einer Arbeit zu Winkelmann und Lessing im Kampf um die Erziehung zur Kunst promoviert. Mit diesem Thema und den Prüfungsfächern Literaturgeschichte, Kunstgeschichte und Archäologie vollzog er den Wechsel zu den kunstwissenschaftlichen Disziplinen.[3]

Wissenschaftlicher Werdegang bis zum Zweiten WeltkriegBearbeiten

1924/25 war Evers Assistent am kunsthistorischen Seminar der Universität Heidelberg bei Carl Neumann. Ein amerikanisches Arbeits- und Reise-Stipendium für ägyptologische Studien ermöglichte ihm im Winter 1925/26 einen sechsmonatigen Studienaufenthalt in Ägypten und die Assistenz am ägyptologischen Institut bei Hermann Ranke in Heidelberg. Als Ergebnis erschien 1929 das zweibändige Werk von Evers Staat aus dem Stein über die ägyptische Plastik des Mittleren Reiches, illustriert überwiegend mit eigenen Fotografien.[3]

Nach dieser Doppelrolle als Ägyptologe und Kunsthistoriker entschied sich Evers endgültig für die Kunstgeschichte, wechselte 1928 an die Universität München und bewarb sich um die Lehrerlaubnis bei Wilhelm Pinder. Er habilitierte sich Ende 1932 mit einer Arbeit über die Breitrichtung der Basilika und arbeitete anschließend als Privatdozent für neuere Kunstgeschichte an der Universität München.[3]

Wehrdienst/KunstschutzBearbeiten

Von 1939 bis 1945 war Evers zum Militärdienst einberufen. Er diente zunächst als einfacher Soldat, dann als Gefreiter in einer Truppenentgiftungseinheit. 1940 wurde er Unteroffizier. Ab September 1940 war er im Kunstschutz in Frankreich und Belgien eingesetzt. Von November 1943 bis zur Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft im September 1945 war er als Militärverwaltungsrat für den Schutz von Kunstschätzen und Baudenkmälern im besetzten Italien verantwortlich.[4]

Ordinarius für Kunstgeschichte an der TH DarmstadtBearbeiten

Nachdem er im Rahmen der Entnazifizierung als „unbelastet“ eingestuft worden war,[5] konnte Hans Gerhard Evers 1948 als außerplanmäßiger Professor ohne eigenen Lehrstuhl an die Universität München zurückkehren. Ab 1949 war er zunächst als Lehrbeauftragter und dann von 1950 bis 1968 als ordentlicher Professor Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte in der Fakultät für Architektur der Technischen Hochschule Darmstadt. Er vertrat diesen Lehrstuhl über die Altersgrenze hinaus und war auch nach seiner Emeritierung weiter wissenschaftlich tätig.[3]

FamiliäresBearbeiten

Hans Gerhard Evers hatte zwei Kinder aus einer ersten und vier Kinder aus einer zweiten Ehe, Tilman Evers ist sein Sohn. Er starb 1993 nach langjähriger Alzheimer Erkrankung in Hofgeismar.[3]

WirkenBearbeiten

Lehre und ForschungBearbeiten

Hans Gerhard Evers vertrat in seiner kunsthistorischen Lehre eine außergewöhnliche inhaltliche Breite. Als einziger Vertreter seines Fachgebietes an der TH Darmstadt hielt er in mehrjährigen Zyklen Vorlesungen, die die gesamte Kunstgeschichte von frühesten steinzeitlichen Überlieferungen bis in die zeitgenössische Moderne umfassten. Dabei berücksichtigte er Architektur, Malerei und Plastik gleichermaßen. Evers sprach stets frei und ließ immer zwei Lichtbilder nebeneinander projizieren, um seine Darlegungen im unmittelbaren Vergleich zu veranschaulichen. Seine Vorlesungen im stets überfüllten großen Hörsaal fanden Nachhall weit über die Architekturfakultät und die Hochschule hinaus. Sie wurden als Brücke zwischen Universität und Stadt verstanden und von zahlreichen Gasthörern besucht. Mit den Architekturstudenten führte er zahlreiche große Exkursionen u. a. nach Frankreich, England und mehrfach nach Ägypten durch.[3]

Auch in seinen Forschungen und Publikationen, die sich über mehrere Jahrtausende und alle Gattungen der Bildenden Kunst erstrecken, spiegelt sich seine umfassende Sicht und Kenntnis der Kunstgeschichte als Gesamtdisziplin.[6]

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule Darmstadt unterrichtete er Kunstgeschichte auch an der Werkkunstschule Darmstadt und hielt deutschlandweit kunstwissenschaftliche Diavorträge bei unterschiedlichen Veranstaltern.[7]

In zeitgenössischen kunsthistorischen Fachkreisen galt die Themenvielfalt von Evers als ungewöhnlich und wurde teilweise kritisch gesehen. Evers scheute sich auch nicht, im wissenschaftlichen Alleingang immer wieder kontroverse Anstöße zu geben.[3]

RubensforschungBearbeiten

Ein Schwerpunkt von Evers waren seit 1925 Forschungen zu dem flämischen Barockmaler Peter Paul Rubens. Nachdem der Haupttext zu einer neuen Rubensbiografie bei der Einberufung 1939 bereits zur Hälfte geschrieben war, wurde Evers vom Oktober 1941 bis 1943 auf Empfehlung des Kunstschutzes[8] nach Antwerpen beordert und zur Fertigstellung der Biografie eingesetzt. Als Ergebnis legte Evers zwei umfangreiche Bände über Peter Paul Rubens vor, 1942 eine Biografie anhand der Originalquellen mit neuem, selbst fotografiertem Bildmaterial, und 1943 einen ergänzenden Forschungsband. Diese Publikationen begründeten Evers´ Ruf als Rubensspezialist; bis ins hohe Alter war er für Expertisen und Rubens-Beiträge gefragt.

Historismus/Kunst des 19. JahrhundertsBearbeiten

Als einer der ersten Kunsthistoriker überhaupt würdigte er die historistische Kunst des 19. Jahrhunderts, insbesondere die Schlossbauten von Ludwig II. von Bayern, denen er Abhandlungen in seinen frühen Veröffentlichungen,[9] aber auch sein letztes großes Buch widmete.[10] Evers hatte hierbei Zugang zum Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher und zu den Tagebüchern des Königs, die ihm einen zusätzlichen und einmaligen Einblick in die Denkweise von Ludwig II ermöglichten.[11]

IngenieurbautenBearbeiten

Als Kunsthistoriker an einer Technischen Hochschule arbeitete Evers auch über Ingenieurbauten, etwa die Eisenkonstruktionen bei Brücken, Hallen und Schiffen, in denen er eine eigenständige Architekturform erkannte.[3]

FotografieBearbeiten

Wo immer möglich fotografierte Evers seine Forschungsgegenstände selbst und verdeutlichte oft schon durch die Wahl des Blickwinkels und durch Detailaufnahmen seine besondere Sichtweise und Interpretation. Nachfolgende Forscher konnten teilweise nur anhand seiner Aufnahmen über kriegszerstörte Bauwerke arbeiten. Die Aufnahmen sind heute überwiegend im Kunstgeschichtlichen Institut der TU Darmstadt, im Bildarchiv Foto Marburg und im Department of Art History, New York University zu finden.

Evers befasste sich als Kunsthistoriker aber auch früh mit der Fotografie als neuer Kunstform und förderte deren Anerkennung in seinen Fachkreisen.[6][12]

Darmstädter Gespräche/Kunstausstellungen/Bürgerschaftliches EngagementBearbeiten

Evers nahm am kulturellen Leben in Darmstadt regen Anteil. Er gehörte zu den Mitinitiatoren und danach von 1950 bis 1968 durchgängig zum Ständigen Komitee der Darmstädter Gespräche[13] Er leitete das erste Darmstädter Gespräch 1950 mit dem Thema Das Menschenbild in unserer Zeit.[14] Auch bei zwei der nachfolgenden Darmstädter Gespräche übernahm er Teile der Gesprächsleitung.[15] Zu großen Darmstädter Kunstausstellungen wie Zeugnisse der Angst in der modernen Kunst (1963),[16] Erste Internationale der Zeichnung (1964), Menschenbilder (1968) oder einer großen Werkausstellung zu Henry Moore (1969) und zu deren Ausstellungskatalogen trug er wesentlich bei.

Evers war Gründungsmitglied und von 1961 bis 1985 2. Vorsitzender des Vereins Freunde des Landesmuseums und viele Jahre Jury-Mitglied für den Darmstädter Kunstpreis Wilhelm-Loth-Preis.[17][1]

EhrungenBearbeiten

(Den Preis nahm Evers erst entgegen, nachdem sein Protest gegen einen geplanten Abriss des kriegsbeschädigten alten Hoftheaters von Georg Moller erfolgreich war.[20] Der Bau beherbergt heute u. a. das Hessische Staatsarchiv Darmstadt und das Haus der Geschichte.)[21]

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

Anmerkungen zur Liste der Veröffentlichungen[22]

SchriftenBearbeiten

  • Winckelmann und Lessing im Kampf um die Erziehung zur Kunst. Phil. Diss. Göttingen, 20. Nov. 1924. (Auszug im Jahrbuch d. Phil. Fakultät Göttingen 1924)
  • Staat aus dem Stein. Denkmäler, Geschichte und Bedeutung der ägyptischen Plastik während des Mittleren Reichs. 2 Bände. F. Bruckmann, München 1929.
  • Tod, Macht und Raum als Bereiche der Architektur. Neuer Filser-Verlag, München 1939. 2., verbesserte und um zahlreiche Abbildungen erweiterte Auflage, Wilhelm Fink Verlag, München 1970.
  • Peter Paul Rubens. F. Bruckmann, München 1942. (Flämische Ausgabe bei De Sikkel, Antwerpen 1946). // Rubens und sein Werk. Neue Forschungen. De Lage Landen, Brüssel 1943.
  • Das Menschenbild in unserer Zeit. Hrsg. im Auftrag des Magistrats der Stadt Darmstadt und des Komitees Darmstädter Gespräch 1950 von H. G. Evers. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Darmstadt 1951.
  • Zeugnisse der Angst in der modernen Kunst. Vorwort und Nachwort"'. In: Hans Gerhard Evers (Hrsg.): Zeugnisse der Angst in der modernen Kunst. Katalog zur Ausstellung zum 8. Darmstädter Gespräch auf der Mathildenhöhe Darmstadt vom 29. Juni bis 1. September 1963, S. 7–15.
  • Vom Historismus zum Funktionalismus. Holle Verlag, Baden-Baden 1967. (1980, ISBN 3-87355-121-7) (Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen. Die Kulturen des Abendlandes)
  • Kunst des 20. Jahrhunderts in Hessen. Bd. III: Architektur. Peters Verlag, Hanau 1969.
  • Dürer bei Memling. Wilhelm Fink Verlag, München 1972.
  • Schriften. Technische Hochschule Darmstadt, 1975. (Sammlung und Nachdruck wichtiger Aufsätze)
  • Ludwig II. von Bayern, Theaterfürst, König, Bauherr. Herausgegeben von J.A. Schmoll gen. Eisenwerth und besorgt von Klaus Eggert. Hirmer Verlag, München 1986.[11][23]

Andere PublikationenBearbeiten

Ägyptologie/Archäologie/SinologieBearbeiten

  • Nachleben der ägyptischen Löwen-Gestaltung. In: Zeitschrift für ägyptische Sprache. 67, 1931, S. 31.
  • Zu den Konstantinsbauten am Heiligen Grabe in Jerusalem. In: Zeitschrift für ägyptische Sprache. 75, 1939, S. 53–60. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Hermann Ranke. In: Lübeckische Blätter. Zeitschrift der Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Tätigkeit. 89, 1953, Nr. 11, S. 146–147. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Der griechische Tempel, vorher und nachher. In: Das Werk des Künstlers. Studien zur Ikonographie und Formgeschichte. Hubert Sehrade zum 60. Geburtstag dargebracht von Kollegen und Schülern. Stuttgart 1960, S. 1–35. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Hans Gerhard Evers, Rolf Romero: Rotes und weißes Kloster bei Sohag. Probleme der Rekonstruktion. In: Klaus Wessel (Hrsg.): Christentum am Nil. Aurel Bongen, Recklinghausen 1964, S. 175–199 (Internationale Arbeitstagung zur Ausstellung "Koptische Kunst", Essen, Villa Hügel, 23.–25. Juli 1963). (Veröffentlichung zu einer bauhistorischen Exkursion mit Architekturstudenten zu koptischen Klöstern in Ägypten)
  • Carl Hentze. In: Carl Hentze. Das Werk des Gelehrten und Künstlers. Ausstellungskatalog Kunsthalle Darmstadt, 3. Febr. – 10. März 1968. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Sehnsucht nach Ägypten. Festschrift Wolfgang Krönig. In: Aachener Kunstblätter. 41, Verlag L. Schwann, Düsseldorf 1971, S. 7–18. (Nachdruck in "Schriften", 1975)

MittelalterBearbeiten

  • Ein deutscher Bildhauer: Erminoldmeister. In: III. Zeitung. Leipzig 1939, Nr. 4919.
  • Paul Booz, Die Meister des gotischen Kirchenbaues. Rezension der Diss. von 1952 an der TH Darmstadt. In: Nassauische Annalen. 66, 1955, S. 280–281.
  • Die acht Seiten der spätgotischen Skulptur. In: Variae Formae. Festschrift F. Gerke. 1962, S. 149–162. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Entstehung des Würfelkapitells. In: Festschrift Karl Oettinger zum 60. Geburtstag am 4. 3 1966. Universitätsbund Erlangen-Nürnberg e.V., Erlangen 1967, S. 71–92. (Nachdruck in "Schriften", 1975)

Renaissance/BarockBearbeiten

  • Berninis 'Scala Regia' als Hoheitstreppe des Vatikans. In: Actes Gongres Londres. 1939, S. 14–15.
  • Die Engelsbrücke in Rom von G. Lorenzo Bernini. Gebr. Mann, Berlin 1948. (Kunstbrief Nr. 53.) (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Zur 'Scala Regia' des Vatikan. In: Rendieanti della Pontificia Accademia di Archeologia. 39, 1966/67, S. 189–215. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Einführung zu: Wendel Dietterlin, Architectura. Reprografischer Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1598 aus der Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1965. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Zur Zeichnung '1514 die grosz kirch zu Anttorff' in der Albertina. In: Pantheon. Heft XXXII/3, 1974. Flämische Ausgabe: Over de tekening '1514 die grosz kirch zu Anttorff. In: Antwerpen. Tijdscjrift der Stad Antwerpen, Juni 1975.

Peter Paul RubensBearbeiten

  • Peter Paul Rubens. Zu seinem 300. Todestag. In: Volk und Welt. Hannover, 28. Mai 1940.
  • Maria von Medici, Königin von Frankreich und Peter Paul Rubens. In: DE VLAG, Brüssel, 4, 1942, S. 441.
  • ’Simson und Delia’ von Rubens in der Sammlung August Neuerburg in Hamburg. In: Pantheon. Jg. 16, 1943, S. 65–68. Flämische Ausgabe: ’Samson und Delila’ de Pierre Paul Rubens. In: Apollo. (Brüssel), Nr. 17, 1942, S. 5–9.
  • Der Besuch von Rubens beim holländischen Gesandten Albrecht Joachimi. In: Brüsseler Zeitung. 21./23. Februar 1943.
  • De Weg geudgd door de blijde Inkomsten langs de Straten te Antwerpen. In: Irmengard v. Roeder-Baumbach: Versieringen bij blijde Inkomsten. Antwerpen 1943, S. 117ff.
  • Rubens, Begegnung Christi mit Veronika. In: Siegerland im Bild. 2. Juli 1958, S. 11.
  • Zu einem Blatt mit Zeichnungen von Rubens im Berliner Kupferstichkabinett. In: Pantheon. 19, 1961, S. 93–97 und 136–140. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Graphik nach Peter Paul Rubens. In: Siegerländer Blätter. Siegen 1963.
  • Selbstbildnisse von Rubens; Rubens als Bürger. In: Peter Paul Rubens. Ausstellungskatalog Siegen, 28. Juni – 19. Juli 1967, S. 8–47.

19. Jahrhundert/HistorismusBearbeiten

  • Historismus. In: Historismus und Bildende Kunst. Vorträge und Diskussion im Oktober 1963 in München und Schloß Anif. München 1965, S. 25–42. (Studien zur Kunst des 19. Jahrhunderts, 1) (Nachdruck in "Schriften", 1975).
  • Plastik des 19. Jahrhunderts. In: Propyläen Kunstgeschichte. Bd. 11, Propyläen Verlag, Berlin 1966, S. 153–169, Tafeln 312–357.
  • Kann die historistische Kirchenbaukunst des 19. Jahrhunderts als Trivialkunst verstanden werden? In: Triviale Zonen in der religiösen Kunst des 19. Jahrhunderts. Frankfurt 1971, S. 179–198.
  • Historismus und Schlossbau. In: Renate Wagner-Rieger, Walter Krause (Hrsg.): Studien zur Kunst des 19. Jahrhunderts. Prestel-Verlag, München 1975.
  • Gedanken zur Neubewertung der Architektur des 19. Jahrhunderts. In: Bibliographie zur Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Prestel-Verlag, München 1968, S. 41–45 (Studien zur Kunst des 19. Jahrhunderts).
  • Brücken. In: Ludwig Grote (Hrsg.): Die deutsche Stadt im 19. Jahrhundert. Stadtplanung und Baugestaltung im industriellen Zeitalter. Prestel-Verlag, München 1974. (Studien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts, Bd. 24).

20. JahrhundertBearbeiten

  • Der Bildhauer Hermann Geibel. In: Kunst. 50, 1951–52, S. 130–133.
  • Zu der Ausstellung Francis Bacon in der Kunsthalle Mannheim. In: Mannheimer Hefte, 1962, Nr. 3, S. 8–15. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Der Jugendstil und die Dinge. In: H. W. Sabais (Hrsg.): Lob der Provinz, ein Darmstädter Lesebuch. Darmstadt 1967, S. 128.
  • Plastik am Bau im Schaffen Henry Moores. Vortrag zur Ausstellung Darmstadt 1969.
  • Gedanken zur Kunst Henry Moores. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): Henry Moore 1898-1986, Eine Retrospektive zum 100. Geburtstag. Ausstellungskatalog des Kunsthistorischen Museums Wien. Wien 1998, ISBN 3-900-325-83-3, S. 59–76 (posthum erschienen)

FotografieBearbeiten

  • Über Architektur-Fotografie. Perutz-Mitteilungen, München, Jahrgang 1933, Heft Nr. 2, S. 54–59. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Brief über die Architektur-Fotografie. In: Baukunst und Werkform. 7, 1954, H. 9, S. 522–548. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Einleitung zu: W. Strache, 0. Steinert (Hrsg.): Das deutsche Lichtbild 1964. Stuttgart 1963.
  • Das menschliche Antlitz Europas. Vortrag zur Foto-Ausstellung, 1960. (Nachdruck in "Schriften", 1975)
  • Fotografie - Wirklichkeit - Bewußtsein. In: Bauwelt. 7/1976. (THEMA: Fotografie - Wirklichkeit - Bewußtheit, 1976)

SonstigesBearbeiten

  • Carl Neumann zum Gedenken. In: Ruperto Carola. Mitteilungsblatt der Vereinigung der Freunde der Studentenschaft der Universität
  • Kunstverbote durch Sittengerichte. Vortrag und Sonderdruck der Zeitschrift Littera. 1964 .
  • Zum Gedächtnis. Gedenkrede auf Friedrich Gerke. In: Kleine Schriften der Gesellschaft für Bildende Kunst. Mainz 1966, Heft 33, S. 38. (Nachdruck in "Schriften", 1975)

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Jürgen Imiela: Kühnheit des Denkens, Professor Dr. Hans Gerhard Evers wird fünfundsechzig Jahre alt. In: Darmstädter Echo. 19. März 1965.
  • Beiträge – Für Hans Gerhard Evers, Darmstädter Schriften 22, hrsg. im Auftrag des Magistrats der Stadt Darmstadt, Justus von Liebig Verlag, Darmstadt, 1968
  • Robert d’Hooghe: Festliche Stunde für Hochschule und Stadt, Akademische Feier für den emeritierten Professor Dr. Hans Gerhard Evers. In: Darmstädter Echo. 22. Juli 1968.
  • (ts): Hervorragender Lehrer der Kunstgeschichte, Würdigung von Professor Dr. Evers aus Anlaß seiner Emeritierung / Empfang im Schloss. In: Darmstädter Tagblatt. 22. Juli 1968.
  • (th): Impulse für Kunst und Gesellschaft, Professor Evers wird morgen siebzig Jahre alt. In: Darmstädter Echo. 18. März 1970.
  • Engagiert für die Kunst, Zum 70. Geburtstag von Professor Hans Gerhard Evers. In: Darmstädter Tagblatt. 19. März 1970.
  • (jan): Schaffen am Wesentlichen, Glückwünsche zum siebzigsten Geburtstag von Prof. Evers. In: Darmstädter Echo. 20. März 1970.
  • (th): Denkanstöße aus alter Kultur, Professor Evers 75 Jahre alt. In: Darmstädter Echo. 18. März 1975.
  • Die Kunst und das Menschbild, Professor Hans G. Evers wird morgen 85. In: Darmstädter Tagblatt. 18. März 1985.
  • Georg Friedrich Koch: Regsam im Darmstädter Kulturleben, Der Leiter des ersten Darmstädter Gesprächs, Professor Dr. Hans Evers, wird 85 Jahre alt. In: Darmstädter Echo. 18. März 1985.
  • Georg Friedrich Koch: Prof. Hans Gerhard Evers 85 Jahre. In: THD-intern. April 1985.
  • (DE): Kunst, Geschichte – Königstum, Professor Evers wird am Montag 90. In: Darmstädter Echo. 17. März 1990.
  • Professor Evers 90 Jahre. In: THD-intern. April 1990.
  • Heiner Knell: Lehrer, Forscher, Anreger – Kunsthistoriker Hans Gerhard Evers tot. In: Darmstädter Echo. 15. April 1993.
  • J .A. Schmoll gen. Eisenwerth: Einzelgänger und Querdenker, Von Stonehenge bis zum Königtum Ludwig II: Eine Erinnerung an den Kunsthistoriker Hans Gerhard Evers. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. April 1993
  • Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon. 210 Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Verlag J.B. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2007, ISBN 978-3-476-02183-0, S. 84–86.
  • Stadtlexikon Darmstadt. Hrsg. vom Historischen Verein für Hessen im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1930-3, S. ?.

Familienarchiv der Familie Hans Gerhard EversBearbeiten

  • Stand April 2012

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Die Freunde des Landesmuseums (PDF; 4,3 MB) Abschnitt: Prof. Dr. Hans Gerhard Evers
  2. Hermann Goebel (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis des Schwarzburgbundes. 8. Aufl., Frankfurt am Main 1930, S. 66 Nr. 695.
  3. a b c d e f g h siehe Abschnitt „Quellen“
  4. Familienarchiv Evers. Bedeutsam sind u. a. Schreiben mehrerer italienischer Denkmalpfleger, die Evers nach Kriegsende einen untadeligen Einsatz für die italienische Kunst bescheinigen. Siehe auch: Cecilia Ghibaudi: Pinacoteca di Brera. Mailand 1943-1945. Die Schutzmaßnahmen der Soprintendenza alle Gallerie und ihr Verhältnis zum deutschen Kunstschutz. In: Christian Fuhrmeister, Johannes Griebel, Stephan Klingen, Ralf Peters (Hrsg.): Kunsthistoriker im Krieg, Deutscher Militärischer Kunstschutz in Italien 1943–1945. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2012, ISBN 978-3-412-20804-2, S. 129–152.
  5. Familienarchiv Evers
  6. a b Siehe Abschnitt Veröffentlichungen
  7. z. B.: Albrecht Dürers Kunst in tiefenpsychologischer Sicht, März 1972 bei Literarische Gesellschaft Gräfelfing
  8. Namentlich auf Empfehlung von Franz Graf Wolff Metternich und Bernhard von Tieschowitz. Eine entsprechende Bestätigung dieser beiden Vorgesetzten von Evers im Kunstschutz ist im Familienarchiv erhalten.
  9. Tod, Macht und Raum, siehe Abschnitt Veröffentlichungen
  10. Ludwig II. von Bayern, siehe Abschnitt Veröffentlichungen
  11. a b Siehe Markus Spangenberg, unten (Stand 5/2012) und Familienarchiv.
  12. „...Es war der endgültige Durchbruch in der Überwindung eines normativen Tabus, daß Photographie nichts mit Kunst zu tun hätte. So nämlich lautete die Formulierung, mit der noch 1970 die Redaktion des Fachorgans deutscher Kunsthistoriker, die "Kunstchronik", abgelehnt hatte, eine Rezession zur Münchner Ausstellung ("Malerei und Photographie im Dialog von 1840 bis heute", Anm. des Verfassers) aus der Feder von Prof. Dr. Hans Gerhard Evers/Darmstadt zu drucken. Erst ein Protest mehrerer Kollegen und Besprechungen in über fünfzig Zeitungen führten zur Einsicht und damit doch noch zur Veröffentlichung der abgelehnten Rezension.“

    Josef Adolf Schmoll genannt Eisenwerth, in: 1. Das Kunstgeschichtliche Institut der Universität des Saarlandes: Lebensbilder, 2006.
  13. Mit dem Ausscheiden von Evers bei seiner Emeritierung brach auch die Tradition der Darmstädter Gespräche nach dem 10. Gespräch zunächst ab
  14. Tagungsband: Hans Gerhard Evers (Hrsg.): Darmstädter Gespräch, Das Menschenbild in unserer Zeit. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Darmstadt 1950.
  15. Tagungsband: Hans Schwippert (Hrsg.): Darmstädter Gespräch, Mensch und Technik. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Darmstadt 1952; Tagungsband: Rudolf Krämer-Badoni, Hans Gerhard Evers (Hrsg.): Darmstädter Gespräch, Mensch und Menschenbilder. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Darmstadt 1968.
  16. Wovor die Angst sich ängstigt. In: Die Zeit. 32/1963.
  17. Zeitungsartikel, siehe Quellen, Tagungsbände der Darmstädter Gespräche, Ausstellungskataloge.
  18. Stadtlexikon Darmstadt, siehe Lexika
  19. Satzung über die Ehrungen der Stadt Darmstadt (PDF; 99 kB) und https://www.darmstadt.de/rathaus/ehrungen (Übersicht über Ehrungen der Stadt Darmstadt)
  20. Theaterbau: Pour le mérite. In: Der Spiegel. 49/1960.
  21. Zeitungsartikel und Familienarchiv, siehe Quellen und Zitat aus Die Freunde des Landesmuseums, siehe vorherige Anmerkung
  22. Bibliografie bis 1968 in: Beiträge. Für Hans Gerhard Evers anlässlich der Emeritierung im Jahre 1968. Darmstädter Schriften 22, hrsg. J.A. Schmoll gen. Eisenwerth, Justus von Liebig Verlag, Darmstadt, 1968, S. 101–106. Ergänzungen und spätere Veröffentlichungen: Eigene Recherche und Familienarchiv Evers
  23. Infolge der beginnenden Alzheimer Erkrankung konnte Evers dieses letzte Buch nicht mehr selbst abschließen. Unter der Herausgeberschaft von J.A. Schmoll gen. Eisenwerth wurde die Drucklegung von Klaus Eggert besorgt.