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Hans Dieter Beck (* 9. April 1932) ist ein deutscher Verleger. Er ist einer der beiden Gesellschafter der Verlagsgruppe C. H. Beck und verantwortet im Unternehmen das Verlagsprogramm Recht, Steuern und Wirtschaft.[1]

LebenBearbeiten

Ab Januar 1961 war Beck „als eine Art juristischer Lektor“ im Verlag tätig; im gleichen Jahr wurde er mit einer Dissertation über Lizenzverträge als Jurist promoviert. Nach vier Jahren Arbeit im Verlag und einem längeren USA-Aufenthalt sammelte er Erfahrungen im Justizdienst als Gerichtsassessor und später als Richter am Münchner Landgericht.

Ende 1970 ging er zurück zum Verlag, um den juristischen und wirtschaftlichen Bereich und zugleich die Oberleitung der Nördlinger Druckerei zu übernehmen. Seit 1971 leitet er den Verlag. Gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang Beck, der die Belletristik und den Sachbuchbereich verantwortet, bildet er damit in direkter Abstammung vom Firmengründer die sechste Führungsgeneration des seit 1763 bestehenden Unternehmens.[2] Im 1. Quartal 2017 hat er seine verlegerische Nachfolge eingeleitet.[3]

In weiteren Funktionen war Hans Dieter Beck von 1979 bis 1982 Vorsitzender im Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels[4] und Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft rechts- und staatswissenschaftlicher Verlage. Beck wurde 1989 das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, 1992 die Medaille München leuchtet, 1993 der Ehrenpreis des Schwabinger Kunstpreises, 2002 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nördlingen[5] und 2012 der Bayerische Verdienstorden.

Beck lebt in München, ist verheiratet und hat drei Töchter.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zwei deutsche Brüder. Abgerufen am 21. April 2015.
  2. a b Melanie Amann: Der Methusalem-Komplex. In: Der Spiegel. Nr. 36, 2013 (online).
  3. Maximilian Schenk wird Nachfolger von Hans Dieter Beck. In: Börsenblatt, 22. November 2016; abgerufen am 20. Dezember 2017
  4. 1960–1989. Abgerufen am 21. April 2015.
  5. „Bedeutender als das Oktoberfest“. Abgerufen am 23. April 2015.