Hans Dütting

Hans Dütting (* 27. Dezember 1903 in Horst bei Gelsenkirchen; † 7. Dezember 1966 in Essen) war ein deutscher Industrieller und Funktionär des Deutschen Alpenvereins (DAV).

LebenBearbeiten

Er stammte aus einer Bergmannsfamilie[1] und war der Sohn des Bergassessors Christian Dütting, der zwischen 1899 und 1905 die Zeche Nordstern in Horst leitete.

Hans Dütting besuchte bis 1923 das Gymnasium in Essen und studierte danach Bergbau in Clausthal und Berlin, wo er 1926 den Abschluss als Diplom-Ingenieur erhielt. 1930 wurde er Bergassessor und arbeitete im Anschluss an der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft (GBAG).

Im April 1933 trat er der NSDAP bei. 1936 wurde Hans Dütting Leiter der Zeche Zollverein, nachdem er bereits seit 1933 die Zeche Holland geleitet hatte. 1942 erfolgte seine Ernennung zum Leiter der Gruppe Gelsenkirchen der GBAG dar, deren Vorstandsvorsitzender er gleichzeitig war. Die GBAG entwickelte sich zur größten Bergbaugesellschaft Westdeutschlands, die zum Interessenbereich des Thyssen-Konzerns gehörte.

In seiner Freizeit war Hans Dütting im Deutschen und Österreichischen Alpenverein (DuOeAV), der sich 1938 in Deutschen Alpenverein (DAV) umbenannte, aktiv. Er trat 1932 der Sektion Essen des DuOeAV bei. Von 1950 bis 1955 war er Erster Vorsitzender der Sektion Essen des DAV und danach bis zu seinem Tod 1966 Zweiter Vorsitzender. Ferner wurde er 1953 Mitglied des DAV-Hauptvorstandes und war von 1955 bis 1960 Dritter Vorsitzender und von 1960 bis zu seinem Tod Erster Vorsitzender des DAV.

LiteraturBearbeiten

  • Michael Farrenkopf: Bergassessor Christian Dütting. Zur Biographie eines angestellten Bergbau-Unternehmers. In: Ulrich S. Soénius (Hrsg.): Bewegen – Verbinden – Gestalten. Unternehmer vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Festschrift für Klara van Eyll. Köln 2003 (= Schriften zur rheinisch-westfälischen Wirtschaftsgeschichte, Band 44).
  • Gebhard Bendler, Stefan Ritter: Ausgewählte Biografien. In: Die Berge und wir. 150 Jahre Deutscher Alpenverein. München 2019, S. 299–300 (mit fehlerhaften Angaben zum Geburtsmonat: November statt Dezember sowie zum Sterbeort: Bochum statt Essen).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dütting - eine Iburger Bergmannsfamilie. Zeche Holland, Bochum-Wattenscheid, 1912