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Die Hans-Heinrich-Hütte war ein Hüttenwerk in Langelsheim, am Ausgang des Innerstetales aus dem Harz gelegen. Der Begriff Hans-Heinrich-Hütte wird noch heute für die am selben Standort ansässigen Chemiebetriebe verwendet.

Das Hüttenwerk wurde von 1913 bis 1965 für die Verhüttung von Rammelsberger und ausländischen Erzen betrieben. Zudem kamen zink- und bleihaltige Schlacken u. a. aus Halden anderer, wesentlich älterer Unterharzer Hüttenwerke (z. B. Frau-Sophien-Hütte, Herzog-Julius-Hütte) zum Einsatz. Hergestellt wurden im Wesentlichen Blei und Bleilegierungen, Zinkoxyd und Lithiumverbindungen. 1921 wurde die Hütte in den Konzern der Metallgesellschaft AG integriert. Im Jahr 1923 begann hier die Produktion des ersten technischen Lithiumcarbonats. 1965 endete der Hüttenbetrieb. Fortgeführt wurde die schon im Zweiten Weltkrieg begonnene Produktion von Lithiumverbindungen.

Heute ist das Werk ein reiner Chemiebetrieb.

LiteraturBearbeiten

  • Torsten Schröpfer, Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e. V. (Hrsg.): Fundgrube : Wissenswertes über den Westharzer Bergbau und das Hüttenwesen. Pieper Verlag, Clausthal-Zellerfeld 2000, ISBN 3-923605-08-0.

Koordinaten: 51° 55′ 49,6″ N, 10° 19′ 35,6″ O