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Hanns Hippius

deutscher Psychiater und Schriftsteller

Hanns Hippius (* 18. April 1925 in Mühlhausen/Thüringen) ist ein deutscher Psychiater und Autor. Er ist u. a. Verfasser des Standardwerkes „Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie“ und Herausgeber und Mitverfasser zahlreicher Bücher zur Psychiatrie und Psychiatriegeschichte.

Inhaltsverzeichnis

StudiumBearbeiten

Hippius studierte von 1944 bis 1952 Medizin und Chemie in Freiburg/Breisgau, Marburg/Lahn und an der FU Berlin. 1950 promovierte er in Medizin.

WerdegangBearbeiten

Von 1950 bis 1952 war er Assistent am Institut für Experimentelle Therapie „Emil von Behring“ in Marburg/Lahn und befasste sich dort mit Immunologie, Serologie und Bakteriologie. Von 1952 bis 1967 war er als wissenschaftlicher Assistent und Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie der FU Berlin tätig. 1963 habilitierte er in Psychiatrie und Neurologie. Von 1968 bis 1970 war er ordentlicher Professor für Psychiatrie und Direktor der Psychiatrischen Klinik II der FU Berlin. 1972 wurde er Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie an der Universität München; dies blieb er bis zur Emeritierung 1994. Er lebt im Chiemgau.

Hippius war beteiligt an der Entwicklung des ersten „atypischen“ Neuroleptikums Clozapin. Er engagiert sich sehr in der Arbeit gegen die Stigmatisierung psychisch und psychiatrisch Erkrankter. Im Jahr 2014 erhielt er die Wilhelm-Griesinger-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.[1]

Weitere FunktionenBearbeiten

Langjährig wirkte er in der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern. Von 1971 bis 1975 war er Mitglied der Sachverständigenkommission des Deutschen Bundestages zur Enquete „Zur Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland“. 1972 bis 1974 amtierte er als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde (DGPN). Hippius ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Halle/Saale) und Ehrenmitglied vieler Fachgesellschaften.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Professor Hanns Hippius erhält die Wilhelm-Griesinger-Medaille der DGPPN. (Nicht mehr online verfügbar.) In: dgppn.de. Archiviert vom Original am 18. November 2015; abgerufen am 17. November 2015.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dgppn.de