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Hanns Christian Müller

deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Filmkomponist
Dieser Artikel befasst sich mit dem Regisseur Hanns Christian Müller. Zu anderen Personen siehe Hans Christian Müller.

Hanns Christian Müller (* 14. April 1949 in München) ist ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor, Songwriter und Musiker.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nachdem Müller Psychologie, Geschichte und Philosophie studiert hatte, machte er an der Otto-Falckenberg-Schule in München eine Ausbildung in Regie und Schauspiel.

Ab 1974 arbeitete Hanns Christian Müller an verschiedenen Münchner Theatern wie dem Münchner Residenztheater oder den Münchner Kammerspielen als Dramaturg. In dieser Zeit begann seine Zusammenarbeit mit seiner späteren Ehefrau Gisela Schneeberger und mit Gerhard Polt, an deren Fernseh- und Bühnenprogrammen sowie Kinofilmen er als Autor und Regisseur mitwirkte.

Von 1998 bis 1999 war Müller Intendant des Münchner Volkstheaters. Gelegentlich steht Müller in seinen Produktionen selbst vor der Kamera, zum Beispiel in der Rolle eines Tontechnikers in der 300. Tatort-Folge … und die Musi spielt dazu, oder als Obdachloser in Willkommen in Kronstadt.

Für zahlreiche Theater-, Bühnen und Filmproduktionen war Müller zusätzlich für die Musik verantwortlich. Er arbeitete gelegentlich für die Biermösl Blosn. Müller war an verschiedenen Musikstücken von den Toten Hosen auf den Alben Kauf MICH! und Opium fürs Volk beteiligt, unter anderen an den Liedern Sascha … ein aufrechter Deutscher und Zehn kleine Jägermeister, und führte Regie beim Musikvideo zur Coverversion des Liedes Azzuro vom Album Auf dem Kreuzzug ins Glück von den Toten Hosen. Ein eigenes Album mit dem Titel Zeit lassn brachte Müller 1992 auf den Markt.[1] Im Booklet bedankt er sich bei den Toten Hosen für ihren „Kraftchor“ als Unterstützung.

Zum Abschluss des Jahres 2005 tourten die Toten Hosen mit Gerhard Polt und der Biermösl Blosn durch verschiedene Theater und Opernhäuser und spielten unter Müllers Regie das Programm Abvent.

Nach 18 Jahren Ehe, aus der ein Sohn hervorging, trennten sich Müller und Gisela Schneeberger im Jahr 1993.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

in allen Filmen Regie, Musik und Drehbuch

SchriftenBearbeiten

  • mit Gerhard Polt: Der Erwin. Teldec, Hamburg 1981 (zugleich als Schallplatte (Langspielplatte) oder Tonband (Compact Cassette) erhältlich).
  • mit Gerhard Polt: Fast wia im richtigen Leben. Sketche, Monologe, Lieder und Einakter. Band 1. Brehm, Feldafing 1982, ISBN 3-921763-75-4.
  • mit Gerhard Polt: Fast wia im richtigen Leben. Sketche, Monologe, Lieder und Einakter. Band 2. Brehm, Feldafing 1983, ISBN 3-921763-81-9.
  • mit Gerhard Polt, Reiner Zimnik (Illustrationen): Da schau her. Alle alltäglichen Geschichten. Erste Auflage. Haffmans, Zürich 1984, ISBN 3-251-00050-0.
  • mit Gerhard Polt: Die Exoten. Schauspiel in elf Bilder. Erste Auflage. Haffmans, Zürich 1985, ISBN 3-251-00044-6.
  • mit Gerhard Polt, Thomas Klinger (Fotografien), Giosanna Crivelli (Fotografien): Auf geht's zur Wies'n – das Münchner Oktoberfest. Thiemig Verlag, München 1985. ISBN 3-521-04168-9
  • mit Gerhard Polt, Volker Kriegel (Illustrationen): Ja, mei. Neue und umfassende alltägliche Geschichten. Erste Auflage. Haffmans, Zürich 1987, ISBN 3-251-00113-2.
  • mit Gerhard Polt, Tini Polt (Redaktion): Circus Maximus. das gesammelte Werk. Geschichten, Stücke, Monologe und Dialoge. Erste Auflage. Kein & Aber, Zürich 2002 (einige der Geschichten haben Hanns Christian Müller und Gerhard Polt gemeinsam verfasst).
  • mit Karl Valentin: Auf geht's zur Wiesn! hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein ... ein Oktoberfestspaziergang. Megaeins, Berlin / München 2004, ISBN 3-9809826-0-2 (ein Hörbuch; 1 Audio-CD mit Booklet von 26 Seiten).
  • mit Gerhard Polt: Da fahren wir nimmer hin. Urlaubsinpressionen. In: Die kleine komische Bibliothek. Band 7. Kein & Aber, Zürich 2009, ISBN 978-3-0369-5264-2.

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zeit lassn, Metronome Musik GmbH, Hamburg 1992, 511 825-2