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Hanns-Georg Rodek

deutscher Journalist und Filmkritiker

Hanns-Georg Rodek (* 21. September 1957 in Schwenningen am Neckar) ist ein deutscher Journalist und Filmkritiker.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Er studierte Anglistik, Germanistik und Politologie mit dem Abschluss eines Master. Seitdem arbeitet Rodek als Journalist. Von 1986 bis 1995 war er bei der Südwest Presse beschäftigt[1] und für diese als Lokalredakteur in Villingen-Schwenningen tätig. Das dortige Kommunale Kino guckloch prägte seine persönliche Filmleidenschaft wesentlich mit.[2] Dieses Interesse sowie seine Fachkenntnisse über Filmkunst und Filmgeschichte kann er seit 1995 als Filmredakteur der Tageszeitung Die Welt beruflich einbringen. Von ihm verfasste Filmkritiken und Berichte erscheinen aber auch in der Berliner Morgenpost. Gelegentlich interviewt er Persönlichkeiten aus der Welt des Films vor laufender Kamera.

Rodek setzt sich dafür ein, das nationale und internationale Filmerbe zu sichern und ältere Filme zu restaurieren. Dazu schlug er unter anderem vor, ähnlich wie bei Büchern üblich, Pflichtexemplare von Filmen zur Archivierung abzugeben.[3]

Zusammen mit Piet Hein Honig veröffentlichte Rodek 1992 die umfangreiche Biografiensammlung 100001 – die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Auch zahlreiche Kurzbiografien in der Internet-Filmdatenbank filmportal.de stammen aus seiner Feder. Daneben erschienen Beiträge von ihm in verschiedenen Sammelbänden.

Hanns-Georg Rodek engagiert sich im Verband der deutschen Filmkritik (VdFk), zeitweise als Vorstandssprecher. Daneben betätigt er sich regelmäßig als Referent sowie als Jury-Mitglied zur Vergabe verschiedener Filmauszeichnungen, so etwa der Gerd-Ruge-Projekt-Stipendien oder des von der Stadt Düsseldorf verliehenen Helmut-Käutner-Preises 2010.[4] Rodek ist Mitglied der Filmempfehlungs-Community Moviepilot.[5]

VeröffentlichungenBearbeiten

  • mit Piet Hein Honig: 100001 – Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Villingen-Schwenningen: Showbiz-Data-Verlag, 1992; ISBN 3-929009-01-5
  • „Ich habe mich verloren gefühlt“. Mit seinem neuen Film erlebt Robert Redford einen späten, großen Triumph. Dafür ist der 77-Jährige beim Dreh an seine Grenzen gegangen. Begegnungen mit einem Mann, für den das Weitermachen alles bedeutet. In: Welt am Sonntag, 5. Januar 2014, S. 18. Interview mit Robert Redford von Hanns-Georg Rodek und Martin Scholz

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kurzporträt beim Verband der deutschen Filmkritik; abgerufen am 8. August 2010
  2. vgl. Rodeks Ausführungen in Gisela Gerst, Dieter Krauß (Hrsg.): 25 Jahre Kommunales Kino guckloch. Bleicher-Verlag 2002, ISBN 3-88350-062-3
  3. Hanns-Georg Rodek: Wie im Youtube-Zeitalter Filme verloren gehen (Memento vom 25. September 2008 im Internet Archive), in: Welt Online vom 7. Januar 2008; abgerufen am 8. August 2010
  4. Käutner-Preis 2010 für Christoph Schlingensief, Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf vom 2. März 2010; abgerufen am 8. August 2010
  5. Verband der deutschen Filmkritik kooperiert mit der Filmempfehlungs-Community moviepilot.de (Memento des Originals vom 9. Mai 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pressmap.de, gemeinsame Pressemitteilung vom Verband der deutschen Filmkritik und moviepilot.de vom 10. Februar 2009 bei www.pressmap.de; abgerufen am 8. August 2010