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Haltegriff (Kampfsport)

Als Haltegriff (auch Haltetechnik oder Festhaltetechnik) werden im Kampfsport (z. B. Judo, Jiu Jitsu, Kickboxen) Griffe bezeichnet, die den Gegner am Boden fixieren.

Dabei darf sich der Kämpfer nicht selber unbeweglich machen. Im Ringen (Freistil wie griechisch-römisch) lautet das Erfordernis darüber hinaus: Fixierung beider Schultern auf der Matte.

Inhaltsverzeichnis

Haltegriffe im JudoBearbeiten

 
Judo: Kesa-gatame
 
Judo: Tate-shiho-gatame
 
Griff beim Ringen

Die Osae-komi-waza oder Haltetechniken sind im Judo Teil der Bodentechniken (Katame-waza). Ziel ist es, den Gegner (Uke) so am Boden auf den Rücken zu halten, dass er unter der Kontrolle des Tori ist und nicht aufstehen kann. Die Schultern des Uke sollen dabei im Wettkampf für eine Wertung eine gewisse Zeit Kontakt zum Boden haben. Aus einem Haltegriff kann man auch in einen Hebel oder Würgegriff wechseln.[1][2]

Gängige Haltetechniken, von denen es wiederum Variationen gibt, sind:

  • Kesa-gatame
  • Yoko-shiho-gatame
  • Kami-shiho-gatame
  • Tate-shiho-gatame

Haltegriffe im KickboxenBearbeiten

Im Kickboxen versteht man unter Haltegriffen die Kontrolle des Gegners durch ein Festhalten im Stand. In dieser Position können Schläge und Tritte ausgeführt werden.[3]

Griffe im RingenBearbeiten

Auch beim Ringen versucht man seinen Gegner auf die Schultern zu zwingen. Ein Beispiel ist die Innenarmklammer, bei der der gegnerische Arm von innen umklammert wird, um die Beweglichkeit des Gegners zu beschränken.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Weinmann: 1x1 des Judo – Die Grundlagen des Judotrainings. Verlag Weinmann, Berlin, ISBN 3878920008.
  • Wolfgang Weinmann: Die Judo-Bodentechniken – Katame-Waza. Verlag Weinmann, Berlin, ISBN 3878920024.

Siehe auchBearbeiten