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Singen des Hallelujah vor dem Evangelium im katholischen Gottesdienst
Halleluja!“ aus dem Messiah von Händel

Halleluja ist die deutsche Transkription des hebräischen הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh), ein liturgischer Freudengesang in der jüdisch-christlichen Tradition und Aufruf zum Lobe Gottes.[1][2] Es setzt sich zusammen aus dem Imperativ Plural preiset von hillel (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH. Wörtliche Übersetzung: Lobet Jah!

Die lateinische Form Alleluia (deutsch: Alleluja) geht auf die griechische Transkription „ἁλληλουϊά“ zurück. Dort wurde lediglich das diakritische Zeichen Spiritus asper ἁ verwendet, weil das griechische Alphabet kein „h“ kennt.

NennungenBearbeiten

Der Ausruf findet sich 23-mal in den Psalmen des Alten Testament (104,35; 105,45; 106,1.48; 111,1; 112,1; 113,1.9; 115,18; 116,19; 117,2; 135,1.21; 146,1.10; 147,1.20; 148,1.14; 149,1.9; 150,1.6). Die Psalmen 113 bis 118 bilden traditionell das Hallel, die Bezeichnung gründet sich in den Anfangswörtern dieser Psalmen. Halelu-Jáh findet sich weitere vier Male im Neuen Testament in der Offenbarung (19,1–6).

ÜbersetzungenBearbeiten

„Alleluja“ verwenden

„Halleluja“ verwenden

„Preiset Jah“ verwenden

„Lobet Jah“ verwenden

„Lobet Jehova(h)“ wird verwendet in

LiturgieBearbeiten

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Halleluja und Eingangsworte des Evangeliums von Christi Himmelfahrt im Missale Scarense (1150–60)

Im Ritus der römisch-katholischen Kirche ist in der Heiligen Messe außerhalb der Fastenzeit das gesungene Halleluja Teil des Rufs vor dem Evangelium, mit dem die Gemeinde den im Evangelium gegenwärtigen Christus verehrt.

In der Fastenzeit wird im römischen Ritus das Halleluja nicht gebraucht.[3] In der Osterzeit wird in der Heiligen Messe an den Eingangs- und den Kommunionvers ein Halleluja angefügt, während der Osteroktav folgt dem Entlassungsruf ein zweifaches Halleluja.

Im Stundengebet singt oder spricht man innerhalb der Osterzeit ein Halleluja an einigen Stellen zusätzlich. In der Osterwoche folgt wie in der Messe dem Entlassungsruf ein zweifaches Halleluja. In der Fastenzeit fällt es weg ganz.

Im byzantinischen Ritus der Ostkirchen wird es nicht als Jubel-, sondern als Huldigungsruf aufgefasst und unabhängig von den Festzeiten immer gesungen.

Im evangelisch-lutherischen Gottesdienst ist das Halleluja (meist ohne Versikel) die Antwort der Gemeinde auf die Epistellesung. Ihm folgt das Wochenlied, darauf das Evangelium.[4]

Das Halleluja wird in den Charismatischen Kirchen sowie den Pfingstgemeinden bei den Lobpreisgottesdiensten, wie sie vor allem in den Vereinigten Staaten und Afrika populär sind, intensiv verwendet. (Siehe dazu auch Jehovah).

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: halleluja – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Halleluja – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Hallelujah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Liederbuch/ Halleluja – Noten zum Halleluja

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DUDEN Fremdwörterbuch, S. 262, Dudenverlag Mannheim 1966
  2. Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Bd. 11, S. 332, Mannheim 1974
  3. Vgl. Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch, 2. Auflage, Nr. 37–38
  4. Der evangelische Gottesdienst: Halleluja im Gottesdienstablauf