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GeographieBearbeiten

VerlaufBearbeiten

Quelle und OberlaufBearbeiten

Der Höllenbach entspringt im Hesselbacher Waldland, das auch Schweinfurter Rhön genannt wird, auf einer Höhe von 401 m ü. NHN am kleinen Hoppachshofer See in Hoppachshof, einem Ortsteil der Gemeinde Üchtelhausen.

Der Bach verlässt den Teich unterirdisch verrohrt und taucht am Ortsrand wieder auf. Er fließt nun durch Felder und Wiesen in Richtung Südwesten, unterquert dann die Kreisstraße SW 5 (Thomashöfer Straße) und läuft dann südlich am Weiler Thomashof vorbei. Er betritt dort den Laubwald und fließt zwischen den Hängen der Waldfluren Thomasschlag und Bibershecke auf seiner linken und der Flur Stückschlag auf der rechten Seite. Er führt hier nur intermittierend Wasser. Er läuft dann durch den Hoppachs Grundgraben am bewaldeten Hang des Äußeren dicken Berges entlang und zieht kurz danach westlich am Fuchsberg vorbei.

Üchtelhäuser GrundBearbeiten

Der Höllenbach durchquert unterirdisch Üchtelhausen und taucht am Südrand des Ortes wieder an der Oberfläche auf. Gleich darauf wird er auf seiner linken Seite durch den Abfluss des Rossbrunnens gespeist. Der Bach fließt nun durch ein tief in das Hesselbacher Waldland eingeschnittenes Tal, den von Laubwald umsäumten Üchtelhäuser Grund östlich des Schweinfurter Stadtwaldes. Zunächst fließt er am westlichen Rand des Wiesengrundes entlang, der in neuerer Zeit auch landwirtschaftlich genutzt wurde. Er passiert hier den östlich gelegenen Dicken Berg, wechselt dann zur Ostseite des Grundes und betritt kurz danach das Gebiet der Stadt Schweinfurt. Er markiert in diesem Bereich für eine kurze Strecke die Grenze zur Nachbargemeinde Schonungen.

HöllentalBearbeiten

 
Burgberg Peterstirn, an der Mündung des Höllenbachs in den Main

Kurz nach der Stadtgrenze verbreitert sich der schmale Üchtelhäuser Grund zu einem Tal, das nun bis zur Mainmündung Höllental heißt und den östlichen Rand des bebauten Stadtgebietes säumt. Die westlichen Talhänge sind ab hier unbewaldet und flacher als bisher. Die östlichen Hänge, weiterhin steil und bewaldet, werden nun von einzelnen Rodungen durchschnitten (siehe: Weinbau).

Der Bach läuft hier zunächst am Stadtteil Deutschhof entlang und erreicht den östlich gelegenen Bramberg. Hier wird er vom Hexenbrünnle gespeist und läuft unmittelbar an einem Biotop vorbei. Er zieht nun südwestwärts durch das Höllental, begleitet von der gleichnamigen Straße, und passiert hier zwei westlich gelegene, höhere Bereiche, die zum Stadtteil Deutschhof gehören: den Deutschfeldfriedhof und das Wohnviertel Zeilbaum. Das Tal wurde hier in den 1970er Jahren zu einem naturnahen Naherholungsgebiet umgestaltet, mit integrierten Hochwasserpoldern. Nach der Gemarkung Rothbühl wendet der Höllenbach sich wieder nach Süden und läuft nun am Nordöstlichen Stadtteil entlang. Ab diesem Bereich wurde das Tal seit etwa den 1920er Jahren durch eine wilde Stadtrand-Bebauung streubesiedelt. Der Höllenbach passiert hier zwei ehemalige Steinbrüche am östlichen Hang des Tals und verschwindet danach in den Untergrund.

Er erreicht schließlich ein kleines Stadtviertel, das im Laufe des 20. Jahrhunderts entstand. Die sogenannte Altstadt am Fuße des östlich des Höllenbachs gelegenen Burgberges Peterstirn, oberhalb des Mainufers. Der Bach taucht nach der in diesem Abschnitt zur Staatsstraße St 2447 zurückgestuften B 26 (Mainberger Straße) wieder auf und quert gleich danach die Bahnstrecke Bamberg–Rottendorf. Er mündet unmittelbar danach bei etwa Main-Kilometer 334 auf einer Höhe von 209 m ü. NHN von rechts in den aus dem Ostnordosten heranziehenden Main.

WeinbauBearbeiten

Auf der östlichen Talseite des Höllentals wurde bis mindestens ins 19. Jahrhundert Weinbau betrieben. Hierfür wurden Süd- und Westhänge des Waldes im Stadtgebiet exakt bis an die bis heute unveränderte Stadtgrenze gerodet und Weinberge angelegt.[2] Heute gibt es Weinberge nur noch an der Mündung des Höllenbaches in den Main, an der Peterstirn. Die übrigen einstigen Weinbergflächen werden heute von Streuobstwiesen, Gärten und einzelnen Wohnhäuser in ungeordneter Bebauung eingenommen.

Freizeit und ErholungBearbeiten

Üchtelhäuser Grund und Höllental sind Naherholungsgebiet der Schweinfurter Stadtbevölkerung. Von Üchtelhausen bis zur Mainmündung läuft entlang des Höllentals ein Wanderweg, der am Main-Radweg endet. Auf dem Bramberg und zu Füßen der Peterstirn gibt es große Biergärten.

LegendenBearbeiten

Im Höllental hätten sich früher alljährlich in der Walburgisnacht die Hexen versammelt und wären dann "hurrdihopp vorbei am Hexenbrünnlein und den Höllenbach aufwärts nach Norden" gezogen.[3][4]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eigenmessung auf dem Bayernatlas
  2. BayernAtlas, Historische Karte
  3. Das Hexenbrünnlein
  4. Das Ungeheuer in der Hölle, Schweinfurter Sagen, Schweinfurtführer