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Höchheim

Gemeinde im Landkreis Rhön-Grabfeld in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Höchheim
Höchheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Höchheim hervorgehoben

Koordinaten: 50° 22′ N, 10° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Königshofen im Grabfeld
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 25,26 km2
Einwohner: 1067 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97633
Vorwahl: 09764
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 134
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Josef-Sperl-Str. 3
97631 Bad Königshofen i.Grabfeld
Website: hoechheim.rhoen-saale.net
Bürgermeister: Weiß Gerold (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Höchheim im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim an der RhönBischofsheim an der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Höchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen im Grabfeld.

GeografieBearbeiten

Höchheim liegt in der Region Main-Rhön und wird von einem Abschnitt der Milz (Zufluss der Fränkischen Saale) durchflossen.

GemeindegliederungBearbeiten

Die fünf Ortsteile sind[2]:

Es gibt die Gemarkungen Gollmuthhausen, Höchheim, Irmelshausen und Rothausen.

GeschichteBearbeiten

 
Alter Meilenstein in der Rothäuser Straße

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Höchheim war Bestandteil des Rittergutes Irmelshausen der Freiherren von Bibra, das zum Fränkischen Ritterkreis gehörte. Höchheim wurde unter dem Freiherrn von Bibra um 1530 evangelisch. Um 1540 wurde von dem Freiherrn von Bibra in Irmelshausen die Reformation eingeführt. Danach wurde das benachbarte Aubstadt Filiale der evangelischen Pfarrei Höchheim. Ab 1650 waren Höchheim und Aubstadt eine kombinierte Pfarrei. 1699 ging der offizielle Pfarrsitz von Höchheim auf Aubstadt über.

Als Teil des Besitzes der Freiherren von Bibra fiel Höchheim gemeinsam mit Irmelshausen und Aubstadt nach der Mediatisierung (1806) zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg 1814 an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

20. JahrhundertBearbeiten

Die Synagoge der ehemaligen Jüdischen Gemeinde, die sich am Standort des heutigen Kindergartens befand, wurde beim Novemberpogrom 1938 zerstört, woran eine Gedenktafel am Rathaus erinnert.[3]

Die Gemeinde liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, was sich auch auf das Wirtschaftsleben auswirkte und teilweise heute noch auswirkt.

ReligionenBearbeiten

Die evangelische Gemeinde im Ort gehört zur Pfarrei Irmelshausen im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Bad Neustadt an der Saale.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1975 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gollmuthhausen und Rothausen eingegliedert. Irmelshausen kam am 1. Januar 1978 hinzu.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1477 Einwohner[4]
  • 1970: 1451 Einwohner[4]
  • 1987: 1269 Einwohner
  • 1991: 1316 Einwohner
  • 1995: 1390 Einwohner
  • 2000: 1345 Einwohner
  • 2005: 1266 Einwohner
  • 2010: 1184 Einwohner
  • 2011: 1195 Einwohner
  • 2012: 1179 Einwohner
  • 2013: 1160 Einwohner
  • 2014: 1137 Einwohner
  • 2015: 1136 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bürgermeister und GemeinderatBearbeiten

Bürgermeister ist Gerold Weiß, CSU sein Stellvertreter: Volker Seifert. Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder (Stand: 2013).

Sitzverteilung[5]:

  • CSU: 2;
  • Freie Wählergemeinschaft Irmelshausen: 3;
  • Unabhängige Wählergemeinschaft Höchheim: 4;
  • Unabhängige Wählergemeinschaft Gollmuthhausen: 2;
  • Unabhängige Wählergemeinschaft Rothausen: 1

Kommunale AllianzBearbeiten

Die Gemeinde Höchheim ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Burggut Höchheim
  • Dorfbrunnen Höchheim
  • Badesee Irmelshausen
  • Die Gemeinde wird auf gleicher Trasse durchquert von den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6.
  • Durch die Gemeinde Höchheim verläuft der Fernradweg Meiningen-Haßfurt.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 520 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 93 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 677. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 932 ha, davon waren 618 ha Ackerfläche und 313 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2017):

  • Evangelisch-Luth. Kindergarten mit Kinderhort „Unterm Regenbogen“ in Höchheim

WeblinksBearbeiten

  Commons: Höchheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/222607&attr=OBJ&val=1597
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 147
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 740.
  5. Politik in Höchheim