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Das Hängewerk ist ein Tragwerk im Holzbau, Stahlbau oder Stahlbetonbau[1]. Der belastete Bundbalken (Binderbalken) wird auf Hängepfosten aufgehängt. Die Hängepfosten leiten die Zugkraft als Druckkräfte in die Streben, beim Doppelten Hängewerk in Spannriegel und Strebe. Die Streben leiten die Druckkraft in den Bundbalken bzw. in die Auflager.

Ein Sprengwerk kommt demgegenüber ohne Hängepfosten aus und leitet die Druckkräfte der Streben unterhalb des waagerechten Balkens direkt in die Auflager. Dies trifft auch auf ein Hänge-Sprengwerk zu, bei dem die Streben jedoch teilweise unter und teilweise über dem Bundbalken verlaufen. Dieser kann dadurch ebenso wie beim Hängewerk an einem Hängepfosten aufgehängt werden.

Dachbinder sind manchmal als Hängewerk gestaltet und tragen dann die Decke des darunterliegenden Geschosses. Auf diese Weise lässt sich dort ein großer, stützenfreier Raum herstellen.

Bei einem Hängewerk werden die Streben häufig mit einem doppelten Versatz und der Spannriegel mit einem Stirnversatz oben an den Hängepfosten angeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

Einfaches HängewerkBearbeiten

 
Einfaches Hängewerk

Bestehend aus:

  • Bundbalken (Binderbalken)
  • 2 Streben
  • Hängepfosten

Doppeltes HängewerkBearbeiten

 
Doppeltes Hängewerk

Bestehend aus:

  • Bundbalken (Binderbalken)
  • 2 Streben
  • 2 Hängepfosten
  • Spannriegel

LiteraturBearbeiten

  • Theodor Krauth und Franz Sales Meyer (Hrsg.): Das Zimmermannsbuch – Die Bau- und Kunstzimmerei mit besonderer Berücksichtigung der äußeren Form, Originalausgabe von 1895, Reprint Verlag Th. Schäfer, Hannover, 1981, ISBN 3887460049
  • Franz Stade: Die Holzkonstruktionen – Lehrbuch zum Selbstunterrichte, Originalausgabe von 1904, Reprint Primus Verlag, 2013, ISBN 3826230531

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten