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Gymnasium am Waldhof

Das Gymnasium am Waldhof ist ein öffentliches Gymnasium in Bielefeld-Mitte.

Gymnasium am Waldhof
Schulform Gymnasium
Gründung 1828
Adresse

Waldhof 8

Ort Bielefeld
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 1′ 7″ N, 8° 31′ 44″ OKoordinaten: 52° 1′ 7″ N, 8° 31′ 44″ O
Träger Stadt Bielefeld
Schüler etwa 960
Lehrkräfte etwa 80
Leitung Caro Brauneis
Website www.gymnasium-am-waldhof.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Schule wurde 1828 unter dem Namen Private Töchterschule als erste Bielefelder Mädchenschule an der Viktoriastraße gegründet. 1958 wurde die Schule städtisch (Städtische Töchterschule). Zu Ehren der Kaiserin Auguste Viktoria wurde sie 1904 in Auguste-Viktoria-Schule umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schule zerstört und anschließend am jetzigen Standort neu errichtet. Der Lehrer Bernhard Bavink war Namensgeber für das neu erbaute Bavink-Gymnasium. Seit 1969 ist die Schule für Jungen und Mädchen geöffnet. Aufgrund der Ansichten Bavinks wurde entschieden den Namensbestandteil zu entfernen und die Schule 1996 in Gymnasium am Waldhof umzubenennen.

Das Gymnasium am Waldhof grenzt an das Grundstück des Ratsgymnasiums Bielefeld. Beide Schulen kooperieren, sodass beispielsweise Leistungskurse der anderen Einrichtung besucht werden können. Vor dem Haupteingang befindet sich eine Grünfläche, die seit 2009 Park der Menschenrechte[1] heißt und als Schulhof genutzt wird. Dort fließt die Lutter, die 2004 freigelegt wurde.[2]

Als Teilnehmer des Comenius-Programms ist das Gymnasium am Waldhof 2004 Europaschule geworden. Die Schule unterhält zudem Austauschprogramme mit Schulen in Montpellier und Bagheria. In der sechsten Klasse findet eine Fahrt nach Wangerooge statt, in der achten Klasse zum Segeln und Radfahren nach Teroele in Friesland und in der Oberstufe eine Studienfahrt.

Am 13. Juli 2011 wurde das Gymnasium am Waldhof mit dem Gütesiegel Individuelle Förderung ausgezeichnet. Mit Miele besteht seit 2002 eine Kooperation, die regelmäßige Betriebserkundungen von Schülergruppen, Betriebspraktika, Expertenvorträge und weitere Veranstaltungen beinhaltet.

UnterrichtsangebotBearbeiten

Nach Englisch werden Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache gewählt. In der Jahrgangsstufe 8 kann Spanisch als dritte Fremdsprache begonnen werden mit der Möglichkeit, diese Sprache über fünf Jahre bis zum Abitur zu lernen. In der Oberstufe kann Spanisch noch einmal als neu einsetzende Fremdsprache gewählt werden. Es können DELE-Zertifikate erworben werden. Es ist auch möglich, in Französisch die DELF-Abschlüsse bis zum Niveau B2 zu erlangen. Über sog. Zentralkurse (Kurse, die von mehreren Bielefelder Gymnasien eingerichtet werden) kann ein Schüler in der Oberstufe weitere Sprachen wie Russisch, Türkisch oder Chinesisch als neu einsetzende Fremdsprachen erlernen.

Zudem werden in Kooperation mit Bielefelder Tanzschulen Tanzkurse angeboten. Außerdem gibt es zwei Chöre und Arbeitsgemeinschaften in Bereichen wie Kunst, Theater, verschiedenen Mannschaftssportarten und Schach. Es besteht ein Partnerschaftsvertrag mit dem Theater Bielefeld.[3] Seit 2009 beginnt eine fünfte Klasse als Big-Band-Klasse,[4] bei der der schulische Musikunterricht durch die Teilnahme an den Bandproben und -aufführungen sowie durch Unterricht in der Musik- und Kunstschule Bielefeld ersetzt wird. Es wird mit Klavier, Schlagzeug, E-Gitarre, E-Bass, Klarinette, Saxofon, Trompete und Posaune musiziert.

Seit 2014 bietet das Gymnasium am Waldhof eine naturwissenschaftliche Klasse, die Science Klasse,[5] als zweite Themenklasse an. Dabei sollen die Schüler Zusammenhänge und Phänomene in der Natur durch zusätzlichen Unterricht in Arbeitsgemeinschaften und in Exkursionen umfassender kennenlernen. 2015 wurde die Schule von der Initiative MINT Zukunft schaffen als MINT-freundliche Schule, das heißt als eine besonders an Naturwissenschaft und Technik interessierte Schule, ausgezeichnet.[6] Zudem ist sie Mitglied bei experiMINT.[7]

SonstigesBearbeiten

Jährlich erscheint die Schulzeitung Eulenspiegel, die durch regelmäßige Newsletter (Eulenpost) unterstützt wird. Der Name ist an das Logo der Schule, eine Eule, angelehnt.

Eine ehemalige Rektorin war die Biochemikerin Hanni Erxleben, ein ehemaliger Lehrer der Religionspädagoge Hartmut Lenhard.

Bekannte Schüler und AbsolventenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jan Rößmann: Neuer Name für die Lutterauen. In: Neue Westfälische. 10. Dezember 2009; abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).
  2. Frank Bell: Erster Spatenstich für Lutter kein unmöglicher Auftrag. In: Neue Westfälische. 20. April 2004; abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).
  3. Kooperationen auf Augenhöhe. In: Theater Bielefeld. Abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).
  4. Heike Sommerkamp: Swing im Stundenplan. In: Neue Westfälische. 5. August 2009; abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).
  5. Katrin Clemens: Schule fördert junge Naturforscher. In: Neue Westfälische. Neue Westfälische GmbH & Co. KG, 12. November 2013; abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).
  6. Geehrte Schulen. MINT Zukunft schaffen e.V.; abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).
  7. Gymnasium am Waldhof. experiMINT e.V.; abgerufen am 13. November 2015 (deutsch).

WeblinksBearbeiten