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Gymnasium Marienthal

Gymnasium in Hamburg

Das Gymnasium Marienthal (GymMar) ist ein staatliches Gymnasium im Hamburger Stadtteil Marienthal, das dort 1972 gegründet wurde.

Gymnasium Marienthal
Logo Gymnasium Marienthal.jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1972[1]
Adresse

Holstenhofweg 86
22043 Hamburg

Ort Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 33′ 58″ N, 10° 6′ 19″ OKoordinaten: 53° 33′ 58″ N, 10° 6′ 19″ O
Träger Freie und Hansestadt Hamburg
Schüler ca. 900 (Stand 2018/19)[2]
Lehrkräfte ca. 60
Leitung Dietrich Schlüter
Website gymnasium-marienthal.de

SchulprofilBearbeiten

Haupteinzugsgebiet des Gymnasiums sind die Stadtteile Horn, Billstedt und Jenfeld, weniger stark auch Tonndorf und das südliche Wandsbek. Aus dem namensgebenden Stadtteil Marienthal stammen vergleichsweise wenig Schülerinnen und Schüler.[3] Für das Gymnasium wurde 2011 ein Sozialindex von 3 errechnet.[4] Im Schuljahr 2016/17 hatten 69 % der Schüler des Gymnasiums Marienthal einen Migrationshintergrund.[5]

Das Gymnasium Marienthal arbeitet in den Klassen 5 bis 10 im Ganztagsbetrieb. Dabei wird der Unterricht überwiegend in Doppelstunden organisiert, die durch 25-minütige Pausen gegliedert werden. Die Klassen 5 bis 10 haben eine Mittagspause von einer Stunde. Eine Besonderheit des Gymnasiums Marienthal ist der deutsch-chinesische Zweig ab Klassenstufe 5, in dem die Schüler die Möglichkeit haben, zusätzlich zum Pflichtunterricht nach der Stundentafel Chinesisch zu lernen. Das Gymnasium Marienthal ist die einzige Schule in Deutschland, die einen solchen Zweig ab Klasse 5 anbietet.[6]

Das Gymnasium bietet eine Begabungsförderung namens LEBL (loslegen, erfassen, bearbeiten, lösen) an. In diesem Rahmen bearbeiten Schüler ein Jahr lang eigene Aufgaben und präsentieren diese den Mitschülern am Schuljahresende. Es gibt das Model "Drehtür", bei dem Schüler ca. einmal im Monat für 4 Schulstunden aus dem Unterricht geholt werden und an ihren Projekten arbeiten und das Model "Ganztag", bei dem wöchentlich 2 Stunden, zusätzlich zum normalen Schulalltag, an den Projekten gearbeitet wird. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 heißt die Begabtenförderung sMARt-up.[7]

In den Klassen 5 und 6 bietet das Gymnasium Marienthal als besonderes Angebot für begabte und interessierte Schüler das Fach Theater und Medien an, das in zwei zusätzlichen Unterrichtsstunden unterrichtet wird. Es existiert eine Schülerzeitung, früher „Der Thaler“, heute unter dem Titel „GMarie“. Patenschaften bestehen mit der Lycksele-Schule in Schweden und der Minli-School in Shanghai.

Seit dem Jahr 2012 hat das Gymnasium jedes Jahr die Auszeichnung "Klimaschule" erhalten.[8]

Lage und ArchitekturBearbeiten

 
Fachklassengebäude (Haus C) mit typischer Fassadengestaltung der 1970er Jahre

Das Gymnasium Marienthal liegt im Süden des Stadtteils Marienthal am Holstenhofweg, gegenüber der Helmut-Schmidt-Universität. Südlich wird das Schulgelände von der A 24 begrenzt, die dort zwischen Horner Kreisel und Auffahrt Hamburg-Jenfeld verläuft. Nördlich des Schulgeländes sind Einfamilienhaus-Gebiete. Westlich schließt das Schulgelände der Max-Schmeling-Stadtteilschule an (Standort Holstenhof in der Oktaviostraße 143), mit der u. a. Sporthallen gemeinsam genutzt werden.

Hauptgebäude des Gymnasiums sind zwei Serienschulbauten des „Typ 68“, nach dem Grundriss auch Doppel-H-Schulen genannt. Zwischen Ende der 1960er uns Mitte der 1970er Jahre wurde dieser Serienbau in den damaligen Rand- und Erweiterungsgebieten Hamburgs etwa 50-mal gebaut.[9] Die dreistöckigen Gebäude mit Flachdach sind horizontal in einem Raster von 1,80 m gegliedert. Neben den beiden Doppel-H-Gebäuden (Haus A–B und D–E) gibt es ein Fachklassengebäude (Haus C). Dem Haus A wurde 2004 ein Erweiterungsbau für die Ganztagsnutzung des Gymnasiums vorgesetzt.[10] 2016 wurde eine Mensa eingeweiht.

Ehemalige SchülerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gymnasium Marienthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gymnasium Marienthal (Hrsg.), Johannes Kolfhaus-Beyer (Red.): 1972-1992, Gymnasium Marienthal. Hamburg-Wandsbek, Gymnasium Marienthal 1992. (Festschrift)
  2. Behörde für Schule und Berufsbildung, Referat Datenmanagement, Sachgebiet Datenerhebung und -bereitstellung, V 122: Schülerinnen und Schüler in Hamburger allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2018/19
  3. Bildungsatlas Hamburg, Schuljahr 2017/18: Einzugsgebiete des Gymnasium Marienthals, im Vergleich auch CPG bzw. MCG.
  4. Schriftliche Kleine Anfrage des Abgeordneten Robert Heinemann (CDU) vom 28.02.13 und Antwort des Senats. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 20. Wahlperiode, Drucksache 20/7094, Anlage 4b: Alte und neue Sozialindizes der staatlichen weiterführenden Schulen, S. 28.
  5. Peter Ulrich Meyer: So hoch ist der Migrantenanteil an Hamburger Schulen. In: Hamburger Abendblatt vom 19. April 2018. (An den Hamburger Gymnasien lag der Anteil durchschnittlich bei 37,3 %)
  6. Austauschprogramme. In: hamburg.de
  7. sMARt-up — Gymnasium Marienthal. Abgerufen am 21. September 2019.
  8. Klimaschule - Klimaschutz — Gymnasium Marienthal. Abgerufen am 2. Juni 2019.
  9. Boris Meyn: Die Entwicklungsgeschichte des Hamburger Schulbaus. Kovač, Hamburg 1998, ISBN 3-86064-707-5, S. 274–76.
  10. Erweiterungsbau Gymnasium Marienthal auf der Website von IBUS Architekten