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Gutspark Lichtenberg
Coat of arms of Berlin.svg
Park in Berlin
Gutspark Lichtenberg
Blick in den Park von der Möllendorffstraße aus
Am linken Rand sind die Wohnhäuser in der Josef-Orlopp-Straße zu sehen.
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Lichtenberg
Angelegt als Gutspark im 17. Jahrhundert
Neugestaltet in den 1990er Jahren
Umgebende Straßen
Möllendorffstraße (westlich),
Josef-Orlopp-Straße (nördlich),
Ruschestraße (östlich),
Bornitzstraße (südlich)
Bauwerke Schule am Gutspark, Kindergarten und Krippe, Tenniseinrichtungen
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Freizeit
Parkgestaltung Grünflächenamt Lichtenberg
Technische Daten
Parkfläche 20.000 m²
52° 31′ 18,4″ N, 13° 28′ 53,7″ OKoordinaten: 52° 31′ 18,4″ N, 13° 28′ 53,7″ O
Gutspark Lichtenberg (Berlin)
Gutspark Lichtenberg

Der Gutspark Lichtenberg ist ein Park im Berliner Ortsteil Lichtenberg, der in den 1990er Jahren seinen offiziellen Namen erhielt. Er wurde auf einer Teilfläche des früheren Gutsparks des Roederschen Rittergutes unter Einbeziehung erhaltener Pflanzen hergerichtet.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Grünanlage entstand ab den 1970er Jahren auf der Fläche eines im 17. Jahrhundert errichteten Gutes der Familie Roeder. Der das Herrenhaus umgebende Gutspark reichte anfangs von der Landsberger Chaussee im Norden bis zur Frankfurter Allee im Süden.

 
Schule im Gutspark

Nach der 1945 erfolgten Enteignung der Großgrundbesitzer wurden die Wirtschaftsgebäude abgerissen und der Garten nicht weiter gepflegt. Das Gutshaus wurde zum Pfarrhaus der auf dem ehemaligen Lichtenberger Anger (heute Loeperplatz) stehenden Pfarrkirche. Anstelle der Wirtschaftsgebäude entstanden um 1950 ein Kindergarten, später auch eine Kinderkrippe und in den 1970er Jahren ein Standard-Schulbau, die POS „Vinzent Porombka“, nach 1990 umbenannt in Grundschule im Gutspark.[1][2] Alle Bauwerke sind erhalten und konnten nach der politischen Wende saniert werden.

Beschreibung des Parks und anschließender EinrichtungenBearbeiten

 
Denkmalgeschützte Eibe im Gutspark

Bemerkenswert sind zwei denkmalgeschützte Bäume im Gutspark, eine ahornblättrige Platane und eine Gemeine Eibe, jeder schon mehr als hundertfünfzig Jahre alt.[3][4] Sie bilden zusammen mit sehr vielen anderen Laub- und Nadelbäumen im Park (Eichen, Robinie, Kiefern) eine erholsame grüne Lunge.

Außer den oben bereits genannten Gebäuden gibt es auch einen gut gepflegten Kinderspielplatz im Park. Die teilweise mit Kies belegten Fußwege durch den Park sind nicht beleuchtet, weswegen die Bündnisgrünen im Jahr 2017 im Bezirksamt die Aufstellung einer Beleuchtungsanlage beantragt haben.[5]

Der Lichtenberger Tennisclub (als Sektion Tennis in der BSG Einheit Lichtenberg 1951 gegründet, unter dem neuen Namen 1990 weitergeführt) besitzt am Gutspark sein Clubheim und Tennisplätze (früher mit der Adresse Bornitzstraße 17). Das sind jedoch keine Neubauten, sondern der Sportclub fand ein verfallenes Vereinshaus, das 1997 zu großen Teilen abbrannte, und drei ehemalige Tennisplätze wohl aus den 1920er Jahren vor, restaurierte, erweiterte und modernisierte alles.[6]

 
Freileitungsmast im Park

Als Besonderheit in Berlin fällt auf, dass sich über den südlichen Bereich des Parks eine Hochspannungs-Freileitung zieht.

Direkt anschließend an den Park Richtung Süden ließ der Immobilienunternehmer Muhsal bis 2015 eine Wohnanlage mit Mehrfamilienhäusern (Apartmenthäuser) mit der Bezeichnung Wohnen am Gutspark errichten.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gutspark Lichtenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten