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Das Gut Grevenburg nach Alexander Duncker (zwischen 1857 und 1883)

Die Grevenburg liegt einen Kilometer nordöstlich des Stadtteils Sommersell der Stadt Nieheim im Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Gebäudes und des ParksBearbeiten

BW

Die Grevenburg ist eine Wasserburg (Schloss bzw. Herrenhaus); das Gutsgelände rund um das Gebäude umfasst 2,5 ha und ist heute ein historischer Landschaftspark. Das Adelsgeschlecht Oeynhausen erwarb das Gelände und erbaute dort im Jahre 1536 ein Vorwerk. Die Burg wurde nach dem Bach Greve benannt. Die Nachfahren erbauten 1566 bis 1579 als Familienstammsitz das kleine Renaissance-Herrenhaus. Ursprünglich war die Grevenburg von einer ca. 18 m breiten Gräfte umgeben, die von einem hohen und dicken Ringwall eingeschlossen war. Um 1850 wurde die Gräfte teilweise verfüllt und es wurden Teiche angelegt. Um 1950 wurde der Park nochmals umgebaut. Der Park ist durch alten Baumbestand charakterisiert.

FamilienbesitzBearbeiten

Der Familienzweig nannte sich fortan Oeynhausen-Grevenburg. Die Familie kam 1592 auch in den Besitz der Oldenburg im heutigen Stadtgebiet von Marienmünster. Arnd von Oeynhausen, Herr auf Grevenburg, war 1650 Hauptmann und Kommandant zu Gießen. Karl von Oeynhausen (1795–1865), preußischer Berghauptmann, wurde auf der Grevenburg geboren. Nach ihm ist Bad Oeynhausen benannt. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Besitzer des Gutes Adolf von Oeynhausen. Seit Beginn der Weimarer Republik gehörte Oeynhausen antirepublikanischen und demokratiefeindlichen Parteien und Verbänden an. Seit 1931 war er Mitglied der NSDAP. Mit Adolf Hitler, Himmler und anderen NS-Größen war Oeynhausen persönlich bekannt. Im Lippischen Wahlkampf waren Heinrich Himmler und Adolf Hitler Anfang Januar 1933 Oeynhausens Gäste auf der Grevenburg. Adolf von Oeynhausen machte im Dritten Reich Karriere und wurde schon am 25. März 1933 zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Minden ernannt, was er bis 1943 blieb. Die Grevenburg befindet sich noch heute im Familienbesitz.

LiteraturBearbeiten

  • Duncker, Alexander (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preußischen Monarchie. Berlin, 1862/63, Band 5, Nr. 284.
  • Alber-Longère, Christine: Grevenburg in Marienmünster. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, 1986; Seite 167–169.
  • Wengerzink, Lothar: Adelssitze im Kreis Höxter in lithografischen Ansichten des 19. Jahrhunderts. In: Jahrbuch Kreis Höxter 1992, Höxter, 1992.

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 51° 50′ 38″ N, 9° 11′ 11,1″ O