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Gunhild Hoffmeister

deutsche Leichtathletin, Olympiamedaillengewinnerin, MdV

Gunhild Hoffmeister (* 6. Juli 1944 in Forst (Lausitz), Brandenburg) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin und Olympiamedaillengewinnerin, die für die DDR drei olympische Medaillen im Mittelstreckenlauf gewann: Bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München wurde sie im 1500-m-Lauf Zweite und Dritte im 800-m-Lauf. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal belegte sie nochmals den zweiten Platz im 1500-m-Lauf.

Als bisher einzige aller deutschen Mittel- und Langstreckenläufer errang sie drei olympische Medaillen. Neben Hans Grodotzki ist sie außerdem die einzige unter den deutschen Läufern, die bei ein und denselben Olympischen Spielen zwei Medaillen in einem Einzelwettbewerb gewann.

Gunhild Hoffmeister begann erst mit 20 Jahren mit der Leichtathletik, während ihrer Ausbildung zur Lehrerin. Sie startete für den SC Cottbus, ihr Trainer war Friedrich Janke (Vize-Europameister 1962 über 10.000 Meter). 1967 wurde sie Mutter einer Tochter. Zwei Jahre später, 1969, nahm sie das erste Mal an einem internationalen Höhepunkt, den Europameisterschaften, teil. Sie hatte bei einer Größe von 1,73 m ein Wettkampfgewicht von 56 kg.

Nach den Olympischen Spielen 1976 beendete sie ihre Sportlerlaufbahn und war stellvertretende Leiterin der Kinder- und Jugendsportschule Cottbus. Später war sie im Sport- und Erholungszentrum in Berlin und im Bundesvorstand des DTSB der DDR tätig. Nach dem Ende der DDR arbeitet sie als Rehabilitations-Sportlehrerin in Berlin.

Weitere ErfolgeBearbeiten

  • 1971 - Europameisterschaften, 2. Platz im 1500-m-Lauf (stürzte im 800-m-Lauf)
  • 1972 - Hallen-Europameisterschaften: 1. Platz im 800-m-Lauf; Weltrekord im 1000-m-Lauf: 2:35,9 min (20. August, Potsdam)
  • 1974 - Europameisterschaften: 1. Platz im 1500-m-Lauf, 2. Platz im 800-m-Lauf; Hallen-Europameisterschaften: 3. Platz im 800-m-Lauf

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Von der Ehrung für die Olympiamannschaft der DDR. Hohe staatliche Auszeichnungen verliehen. Vaterländischer Verdienstorden in Gold. In: Neues Deutschland. ZEFYS Zeitungsportal der Staatsbibliothek zu Berlin, 10. September 1976, S. 4, abgerufen am 10. April 2018 (kostenfreie Anmeldung erforderlich).