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Gundelfingen an der Donau

Gemeinde im Landkreis Dillingen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gundelfingen a.d.Donau
Gundelfingen an der Donau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gundelfingen a.d.Donau hervorgehoben

Koordinaten: 48° 33′ N, 10° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Gundelfingen an der Donau
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 54,05 km2
Einwohner: 7796 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89423
Vorwahl: 09073
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 136
Stadtgliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Prof-Bamann-Str. 22
89423 Gundelfingen
Website: www.gundelfingen-donau.de
Bürgermeister: Miriam Gruß (FDP)
Lage der Stadt Gundelfingen a.d.Donau im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Donau-RiesLandkreis GünzburgAislingenBachhagelBächingen an der BrenzBinswangenBissingen (Bayern)BlindheimButtenwiesenDillingen an der DonauFinningenGlöttGundelfingen an der DonauHaunsheimHöchstädt an der DonauHolzheim (bei Dillingen an der Donau)LaugnaLauingen (Donau)LutzingenMedlingenMödingenSchwenningen (Donau)SyrgensteinVillenbachWertingenWittislingenZiertheimZöschingenZusamaltheimKarte
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Gundelfingen an der Donau (amtlich: Gundelfingen a.d.Donau) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau.

Südfront des Schlosses Schlachtenegg

Die Stadt liegt an der Donau zwischen Günzburg und Dillingen an der Donau.

Gundelfingen ist eine Burgstadt der Stauferzeit mit Straßenmarkt. Eine Blütezeit erlebte die Stadt im Mittelalter, woran noch heute das Stadtbild erinnert.

GeografieBearbeiten

Gundelfingen liegt am Rande der Schwäbischen Alb im Donautal, dessen ausgedehnte Auen-, Ried- und Mooslandschaft (Schwäbisches Donaumoos) sich auf die südliche Gemarkung der Stadt erstreckt. Der Ortskern wird von drei Armen der Brenz durchflossen. Die Donau fließt im Süden an der Stadt vorbei und wird zu einem Stausee aufgestaut.

Nachbargemeinden sind die Städte Lauingen (Donau) und Günzburg sowie die Gemeinden Bächingen an der Brenz, Haunsheim, Medlingen und Offingen.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat 15 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

 
Unteres Tor
 
Bürgerhaus und Rathaus
 
Skulptur mit Ehemaligem Gasthaus

Die erste urkundliche Erwähnung wird auf etwa 750 datiert. Die Stadtrechte erhielt Gundelfingen 1220. In dieser Zeit wurde die Stadtmauer mit ihren drei Toren errichtet, von denen heute noch das „Untere Tor“ erhalten ist.

Einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Stadt markiert das Jahr 1462: Die Stadt wehrte sich erfolgreich gegen eine Belagerung des kaiserlichen Heeres unter Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach. Herzog Ludwig der Reiche verlieh darauf als Anerkennung der Stadt weite Ländereien, Steuervergünstigungen und einen Wappenbrief. Dieser berechtigte die Stadt dazu, ein Drittel des bayerischen Wappens in ihr eigenes aufzunehmen.

Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Stadt 1505 dem Herzogtum Pfalz-Neuburg angegliedert. Seit 1777 gehört Gundelfingen wieder zu Bayern.

ReligionenBearbeiten

  • katholische Kirchengemeinde
  • evangelische Kirchengemeinde

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Echenbrunn und Peterswörth eingegliedert.[3]

Im Jahr 1978 wurde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform die Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau gegründet. Neben der Stadt Gundelfingen gehören dazu die Orte Bächingen an der Brenz, Haunsheim und Medlingen. Die zugehörigen Gemeinden besitzen weiterhin Selbständigkeit (eigene Bürgermeister). Zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) gehören etwa 11.600 Einwohner. Die erste Bürgermeisterin der Stadt Gundelfingen ist gleichzeitig Leiterin der Verwaltungsgemeinschaft (Gemeinschaftsvorsitzende).

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1840 3619
1900 3438
1961 5849
1970 6162
1987 6492
1991 6893
1992 6965
1995 7417
1997 7429
2000 7643
2002 7869
2003 7883
2004 7838
2005 7781
2006 7790
2007 7738
2008 7759
2009 7715
2010 7729
2011 7694
2012 7670
2013 7624
2014 7622
2015 7812

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 48,5 %
 %
40
30
20
10
0
37,2 %
29,9 %
26,3 %
6,7 %

Der Stadtrat hat 20 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

Parteien / Listen %
2014
Sitze
2014
%
2008
Sitze
2008
%
2002
Sitze
2002
SPD  37,2 8 33,6 6 36,1 8
CSU  29,9 6 30,9 7 40,1 7
Freie Wähler 26,2 5 24,1 5 23,8 5
FDP  6,7 1 11,4 2
Gesamt 100 20 100 20 100 20
Wahlbeteiligung 48,5 % 55,7 % 60,9 %

StadtratBearbeiten

  • SPD: Jürgen Hartshauser, Viktor Merenda, Vera Schweizer, Siegfried Wölz, Hans Stenke (neu), Roman Schnalzger (neu), Sebastian Schaarschmidt (neu), Birgit Spengler (neu).
  • CSU: Werner Lohner, Julia Berchtold (neu), Joshua Schirm, Michael Wolhüter (neu), Georg Blatter (neu).
  • FW: Werner Wittmann, Ingo Blatter, Franz Kopp, Friedlies Hopf-Schirm, Karl Seifried (neu).
  • FDP: Werner Böswald

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister war seit 1999 Franz Kukla (CSU). Bei der Bürgermeisterwahl 2017 trat Kukla nicht mehr an. Im ersten Wahlgang entfielen auf Miriam Gruß (FDP) 43,7 %, auf Jürgen Hartshauser (SPD) 37,7 % und auf Matthias Grätsch (CSU) 18,6 % der Stimmen. In der Stichwahl am 21. Mai 2017 traten Miriam Gruß und Jürgen Hartshauser gegeneinander an.[4] Frau Gruß konnte sich mit 58 % der Stimmen durchsetzen und das Amt im Juni 2017 antreten.[5]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Die Stadt unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Barocker Stuck in der Spitalkirche
  • Rathaus, Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert
  • Unteres Tor (Torturm) aus dem 14. Jahrhundert
  • Stadtpfarrkirche St. Martin, eine der ältesten Kirchen der Umgebung (8. Jahrhundert), gotischer Bau, barock verändert. 1747 von Johann Heel – linkes Seitenaltargemälde „Anbetung der Könige“
  • Spitalkirche, barocke Ausstattung
  • Schloss Schlachtegg, ehemalige Hofmark, mit Schlosskapelle
  • Münzmühle (Privatbesitz)
  • katholische Pfarrkirche Maria Immaculata in Echenbrunn

SportBearbeiten

SportanlagenBearbeiten

  • Schwabenstadion
  • Kreissporthalle
  • TV-Sportgelände
  • Brenzhalle
  • Hallenbad
  • Baseball-Anlage
  • Wasserski und Wakeboard Anlage
  • Skaten
  • Trimm-Dich-Pfad

SportvereineBearbeiten

  • FC Gundelfingen
  • TV Gundelfingen
  • SSV Peterswörth
  • LSV Gundelfingen
  • Gundelfinger Sharks `03 e. V.
  • Schützenverein Gundelfingen e. V.
  • Die Glinken e. V.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Die Stadt Gundelfingen ist weithin bekannt für ihre mittelalterlichen Feste, die in unregelmäßigen Abständen für mehrere Tage stattfinden, sowie ihre Aktivitäten im Fasching. Ein ebenfalls traditionelles Fest ist das „Schnellefest“ der Stadtkapelle Gundelfingen, das alljährlich im Juli stattfindet. An zwei Wochenenden im Sommer findet das Internationale Handballturnier mit regelmäßig mehr als 100 teilnehmenden Mannschaften aus unterschiedlichen Spielklassen auf dem Sportgelände des TV Gundelfingen statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Gundelfingen an der Donau und Umgebung aus der Luft

VerkehrBearbeiten

Gundelfingen liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen (A 8/A 7). Die beiden Autobahnen können jeweils in etwa 15 Minuten erreicht werden. Die B16 wird über eine Umgehung an der Stadt vorbeigeführt. Gundelfingen liegt an der Donautalbahn Ulm-Donauwörth und hat einen Bahnhof, der von agilis-Zügen bedient wird. Der Donauradweg führt durch die Stadt. Am nördlichen Stadtrand liegt der Flugplatz Gundelfingen (EDMU).

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

BildungBearbeiten

  • Peter-Schweizer-Volksschule (Grundschule)
  • Volksschule am Schlachtegg
  • Volkshochschule
  • Musikschule

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Wüst: Der kaiserliche Feldherr und Nürnberger Burggraf Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486). In: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen. 113 (2012/2013) S. 151–170; (betrifft inhaltlich: Schlacht und Belagerung der Stadt Gundelfingen im Reichskrieg 1462. ISSN 0073-2699)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Gundelfingen an der Donau in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.
  4. Kandidaten müssen in die Stichwahl
  5. https://www.liberale.de/content/gruss-wird-buergermeisterin-von-gundelfingen