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Die Stadt Guiyang (chinesisch 貴陽市 / 贵阳市, Pinyin Guìyáng Shì) ist die Hauptstadt der Provinz Guizhou im Südwesten der Volksrepublik China. Die Stadt wird auch Lincheng (林城, Línchéng ‚Wald-Stadt‘) genannt.

贵阳市
Guìyáng Shì
Guiyang
Guiyang (China)
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Koordinaten 26° 35′ N, 106° 43′ OKoordinaten: 26° 35′ N, 106° 43′ O
Basisdaten
Staat Volksrepublik China

Provinz

Guizhou
Fläche 8046 km²
Einwohner 3.400.000 (2002)
Dichte 422,6 Ew./km²
Website www.gygov.gov.cn
Sonstiges
Status: bezirksfreie Stadt
Gliederung auf Kreisebene: 6 Stadtbezirke, 3 Kreise, 1 kreisfreie Stadt
Postleitzahlen: 550000
Zeitzone: China Standard Time (UTC+8)Vorlage:Infobox Ort/Wartung/Anmerkung
Innenstadtgebäude von Guiyang
Innenstadtgebäude von Guiyang
Stadt Guiyang

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Guiyang liegt in der Mitte der Provinz Guizhou im Osten des Yunnan-Guizhou-Plateaus am Nordufer des Nanming-Flusses, welcher ein Nebenfluss des Wu Jiang ist. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 1.070 Metern ü. NN in einer von Bergen umgebenen Hochebene.

Administrative GliederungBearbeiten

Die Stadt Guiyang setzt sich aus sechs Stadtbezirken (davon bilden zwei die "Innenstadt"), vier Kreisen und einer kreisfreien Stadt zusammen:

  • Stadtbezirk Nanming (南明区), 89 km², ca. 490.000 Einwohner (2003), "Innenstadt", Sitz der Stadtregierung;
  • Stadtbezirk Yunyan (云岩区), 68 km², ca. 560.000 Einwohner (2003), "Innenstadt";
  • Stadtbezirk Guanshanhu (小河区), 106 km², ca. 180.000 Einwohner (2010);
  • Stadtbezirk Huaxi (花溪区), 986 km², ca. 330.000 Einwohner (2003);
  • Stadtbezirk Wudang (乌当区), 962 km², ca. 290.000 Einwohner (2003);
  • Stadtbezirk Baiyun (白云区), 260 km², ca. 170.000 Einwohner (2003);
  • Kreis Kaiyang (开阳县), 2.026 km², ca. 420.000 Einwohner (2003);
  • Kreis Xiuwen (修文县), 1.076 km², ca. 290.000 Einwohner (2003);
  • Kreis Xifeng (息烽县), 1.037 km², ca. 250.000 Einwohner (2003);
  • Stadt Qingzhen (清镇市), 1.492 km², ca. 500.000 Einwohner, "kreisfreie Stadt" innerhalb Guiyangs.

KlimaBearbeiten

Guiyang hat ein subtropisches, feuchtes Monsunklima mit milden Wintern und warmen Sommern. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,6 °C.

Guiyang
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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4
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: China Meteorological Administration
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Guiyang
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 9,2 10,6 16,5 21,4 24,4 26,3 28,5 28,4 25,3 20,5 15,6 11,4 Ø 19,9
Min. Temperatur (°C) 2,5 3,5 7,8 12,5 16,4 18,7 20,7 20,0 17,4 13,3 8,7 4,4 Ø 12,2
Niederschlag (mm) 17 20 32 103 167 213 156 133 96 97 53 22 Σ 1.109
Regentage (d) 13 13 14 16 19 17 15 15 13 16 14 11 Σ 176
T
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3,5
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24,4
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26,3
18,7
28,5
20,7
28,4
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25,3
17,4
20,5
13,3
15,6
8,7
11,4
4,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Ethnische Gliederung der Bevölkerung Guiyangs (2000)Bearbeiten

Beim Zensus im Jahr 2000 hatte Guiyang 3.718.449 Einwohner.

Name des Volkes Einwohner Anteil
Han 3.144.530 84,57 %
Miao 226.072 6,08 %
Bouyei 183.069 4,92 %
Tujia 30.127 0,81 %
ethnische Zugehörigkeit nicht definiert 29.439 0,79 %
Yi 29.282 0,79 %
Dong 20.892 0,56 %
Gelao 15.455 0,42 %
Bai 9.359 0,25 %
Hui 8.327 0,22 %
Mandschu 5.626 0,15 %
Zhuang 4.399 0,12 %
Sui 3.204 0,09 %
Mongolen 3.080 0,08 %
Li 2.044 0,05 %
Yao 610 0,02 %
Mulam 409 0,01 %
Sonstige 2.525 0,07 %

GeschichteBearbeiten

In der Gegend der heutigen Stadt Guiyang gab es schon während der Han-Dynastie eine städtische Siedlung. Die Stadt selbst wurde im Jahr 1283, zur Zeit der Yuan-Dynastie, als Militärstützpunkt gegründet. Ihr damaliger Name Shunyuan (順元) bedeutet den Yuan treu.

Während der Ming-Dynastie hieß die Stadt Xinggui und wurde mit der heute noch zum Teil erhaltenen Stadtmauer umgeben. Den heutigen Namen Guiyang bekam die Stadt in den Anfangsjahren der chinesischen Republik im Jahr 1913.

Seit 1941 ist Guiyang eine Stadt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Pavillon des LiteratenBearbeiten

Der "Pavillon des Literaten" (Jiaxiu Lou) ist ein 20 Meter hoher Bau im Stadtzentrum, der im Jahr 1689 erbaut wurde.

Qianling-BergBearbeiten

Vom 1.300 Meter hohen Qianling-Berg (黔灵山 Qianling Shan) hat man einen guten Blick über die Stadt Guiyang. Auf ihm steht der Hongfu-Tempel, welcher in der Qing-Dynastie 1672 gegründet wurde.

Qianlingshan-ParkBearbeiten

Der Qianlingshan-Park (Qianlingshan Gongyuan 黔灵公园) liegt 1,5 Kilometer nordwestlich der Stadt und nimmt eine Fläche von etwa 300 Hektar ein.

Am Qiangling-Berg befindet sich der Tempel des Großen Glücks (Hongfu Si), hinter dem ein Obelisk steht, der den Opfern des Bürgerkriegs gewidmet ist.

In der Grotte des Einhorns (Qianlin Dong) hielt die Guomindang einige Jahre lang die Generäle Zhang Xueliang und Yang Hucheng gefangen, die im Jahr 1937 an der Gefangennahme von Chiang Kai-shek (Xi'an-Zwischenfall) beteiligt waren.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Die industriell geprägte Stadt Guiyang ist das Wirtschaftszentrum der Provinz Guizhou. Das BSP pro Kopf lag 2003 bei ¥11728 (ca. 1200 Euro).

IndustrieBearbeiten

Guiyang liegt inmitten wichtiger Rohstoffvorkommen. Bergbau ist deswegen ein wichtiger Industriezweig. Auch für die verarbeitende Industrie, wie die Hüttenindustrie (v. a. Buntmetalle, Aluminium), Kunstdüngerproduktion, und Maschinenbau ist Guiyang ein wichtiger Standort. Daneben finden sich dort Unternehmen der Textilindustrie. Ein großer Teil der Stromerzeugung wird über viele Wasserkraftwerke an den umliegenden Flüssen generiert.

EisenbahnBearbeiten

Guiyang ist mit Eisenbahnlinien nach Chongqing (463 Kilometer), Kunming (639 Kilometer) und Changsha (953 Kilometer) verbunden.

StraßeBearbeiten

Guiyang ist das Zentrum des Straßennetzes der Provinz Guizhou. Außerdem führt eine Schnellstraße von Guiyang zur Hafenstadt Beihai in Guangxi.

LuftBearbeiten

Der Guiyang Longdongbao International Airport ist ein wichtiger Knotenpunkt im Südwesten Chinas, überwiegend für den Inlandsflugverkehr.

Wissenschaft und KulturBearbeiten

Die größte weiter führende Bildungseinrichtung von Guiyang ist die Universität und Technische Universität Guizhou, deren Vorläufer 1902 gegründet wurde. Zur Universität gehören 20 Fakultäten und heute etwa 32.000 Vollzeitstudierende.[1]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Xu Huaiwen, (* 2. August 1975), deutsche Badminton-Spielerin chinesischer Herkunft

QuellenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Guiyang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien