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Grund (Hilchenbach)

Stadtteil von Hilchenbach

Geographische LageBearbeiten

Grund liegt im Rothaargebirge etwa 3,3 Kilometer südsüdöstlich des Kernorts von Hilchenbach. Durch das im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge gelegene und zum Siegerland gehörende Dorf fließt der Insbach als südöstlicher Ferndorfbach-Zufluss. Östlich oberhalb von Grund verläuft die Bundesstraße 508, zu der die durch das Dorf verlaufende Kreisstraße 31 führt. Ost-nordöstlich des Dorfs liegt oberhalb der B 508 die Burgruine Ginsburg mit dem dort vorbeiführenden Rothaarsteig und der etwas östlich der Burgruine im Schloßberg-Tunnel (270 m lang) verlaufenden Bahnstrecke Kreuztal–Cölbe mit nahem Anschluss am Bahnhof des 1,65 km nördlich gelegenen Dorfs Vormwald.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde im Jahr 1344 erstmals urkundlich erwähnt. Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1969 gehörte er dem Amt Keppel an.[2]

EinwohnerzahlenBearbeiten

 

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SehenswürdigkeitenBearbeiten

GinsburgBearbeiten

Die Ginsburg, ostnordöstlich hoch über Grund auf dem Schloßberg (587,6 m ü. NN) gelegen, ist die Ruine einer 1255 erstmals erwähnten Höhenburg. Teile dieser Gipfelburg wurden in den 1960er-Jahren rekonstruiert; darunter der Bergfried. In einer Etage des Turms befindet sich eine Zweigstelle des Hilchenbacher Standesamts. Die Aussichtsplattform des Turms in etwa 14 Metern Höhe bietet eine Fernsicht über Teile des Rothaargebirges, des südlichen Sauerlandes und des Siegerlandes.

Jung-Stillings GeburtshausBearbeiten

 
Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling, 1801 (60-jährig); das Aquarell von Marquard Wocher (1760–1830) befindet sich im Kupferstichkabinett Basel.

Grund ist ein Stadtteil von Hilchenbach im Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen. Das Geburtshaus von Johann Heinrich Jung-Stilling (* 12. September 1740 in Grund; † 2. April 1817 in Karlsruhe) mit Gedenktafel und Gedenkzimmer. Jung-Stilling war der erste Mensch, der am lebendigen Auge operiert hat.

Jung-Stilling-PfadBearbeiten

Der Jung-Stilling-Pfad verbindet das Geburtshaus von Jung-Stilling mit der Ginsburg. Er führt, die Bundesstraße 508 kreuzend, durch die heimischen Wälder in zwei Etappen auf den Giller.

Giller und Ginsberger HeideBearbeiten

Der Giller (653,5 m ü. NN) ist ein Berg, der zwar entfernungsmäßig näher am Ortsteil Lützel liegt, vermessungstechnisch jedoch zu Grund gehört. Auf dem Berg steht der Gillerturm, von dem sich Aussicht unter anderem über das Siegerland, Sauerland und Wittgensteiner Land bietet.

Nordwestlich vom Berg liegt die unter Naturschutz stehende Ginsberger Heide mit seltener Flora und Fauna. An deren Westrand steht das Gillerheim, eine Art Jugendherberge, in der Schüler mehr über die Pflanzen und Tiere des Rothaargebirges lernen können. Angegliedert ist ein Sportplatz, auf dem jeweils einmal im Jahr seit 1907 das Gillerbergturnfest als größtes Bergturnfest im deutschsprachigen Raum und seit 1991 das Festival KulturPur mit Künstlern unter anderem aus den Bereichen Musik und Comedy stattfindet.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Johann Heinrich Jung-Stilling (genannt Jung-Stilling), (1740–1817), Augenarzt, Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller
  • Martin Born (parteilos); derzeitiger Ortsvorsteher[4]
  • Mario Karl George Saßmannshausen; 1 Bundesliga American Football bei den Frankfurt Universe (2018)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.hilchenbach.de/Presse-Stadtportrait/Zahlen-Daten-Fakten/Einwohner
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 70.
  3. Stadt Hilchenbach » Der Bürgermeister: Einwohnerzahlen. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  4. https://www.hilchenbach.de/B%C3%BCrgerservice-Rathaus-Politik/Rat-Politik/Ortsvorsteher