Groven (Dithmarschen)

Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein

Groven ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
Groven (Dithmarschen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groven hervorgehoben

Koordinaten: 54° 18′ N, 8° 59′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 7,9 km2
Einwohner: 89 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25774
Vorwahl: 04882
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 038
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Website: www.amt-eider.de
Bürgermeisterin: Marie-Luise Witt
Lage der Gemeinde Groven im Kreis Dithmarschen

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Groven erstreckt sich unmittelbar an der letzten Biegung der Eider in das Ästuar auf dem östlichen Ufer gegenüber von der Stadt Tönning im Naturraum Dithmarscher Marsch.[2]

GemeindegliederungBearbeiten

Neben der Streusiedlung gleichen Namens befinden sich auch die Höfesiedlungen Flehderwurth und Mahde, sowie Nesserdeich und Wollersum, zwei weitere Streusiedlungen, im Gemeindegebiet.[3]

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Lehe, Lunden, Krempel, Rehm-Flehde-Bargen und Karolinenkoog (alle im Kreis Dithmarschen) sowie Oldenswort (im Kreis Nordfriesland).[4]

GeschichteBearbeiten

 
Eider bei Wollersum um 1895

Die Geschichte des Ortes wird vor allem durch die Nähe zur Eider geprägt. Bedeutende Einschnitte waren der Untergang der Siedlung Wollersum in den Jahren 1593 und wiederholt 1601 durch Fluten des Eiderstroms und die Isolation des Ortsteils Nesserdeich nach der Verlagerung des Flusslaufs als Insel­lage.

Die Fähre in Wollersum diente bis zur Errichtung der Eisenbahnbrücke in Sankt Annen im Zuge des Baus der Marschbahn im Jahr 1877 als wichtige Verbindung zwischen Dithmarschen und Nordfriesland.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Lunden aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Groven.[5]

Am 1. Juli 1936 wurden die Gemeinden Flehderwurth, Mahde-Wollersum und Nesserdeich, die bis 1934 der Kirchspielslandgemeinde Lunden angehörten, eingegliedert.[6]

Noch bis zur Fertigstellung des Eidersperrwerks 1973 waren umfangreiche Küstenschutz­maßnahmen notwendig.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGG alle sieben Sitze in der Gemeindevertretung.[7]

WappenBearbeiten

 
Flagge von Groven (de facto)

Blasonierung: „Über silbernem Wellenschildfuß, darin ein blauer Fisch, in Grün ein silberner, schwarz aufgezäumter Pferdekopf.“[8]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Entwässerungsgraben im Ortsteil Flehderwurth

Die Landschaft bietet sich vor allem zum Wandern und Radwandern an. In Wollersum, an der alten Fähranlagestelle, liegt eine Badestelle der Eider.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde Groven kann per Autobahn (A 23) über die Autobahnzubringer Bundesstraße 5 bei Hemme oder Karolinenkoog angefahren werden.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Über das Schöpfwerk Nesserdeich wird ein Großteil Nordostdithmarschens entwässert.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Groven (Dithmarschen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 17, abgerufen am 8. August 2021.
  3. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, 1992, S. 20, abgerufen am 8. August 2021.
  4. Relation: Groven (949290) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 8. August 2021.
  5. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  6. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 44.
  7. Endergebnis der Kommunalwahl 2013@1@2Vorlage:Toter Link/www.amt-eider.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein