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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Grolsheim
Grolsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Grolsheim hervorgehoben

Koordinaten: 49° 55′ N, 7° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Sprendlingen-Gensingen
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 3,91 km2
Einwohner: 1297 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 332 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55459
Vorwahl: 06727
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 022
Adresse der Verbandsverwaltung: Elisabethenstraße 1
55576 Sprendlingen
Website: www.grolsheim.de
Ortsbürgermeister: Matthias Hang
Lage der Ortsgemeinde Grolsheim im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück)BacharachManubachOberdiebachOberheimbachNiederheimbachWeiler bei BingenTrechtingshausenWaldalgesheimMünster-SarmsheimBingen am RheinIngelheim am RheinBudenheimGrolsheimGensingenHorrweilerAspisheimWelgesheimZotzenheimBadenheimSprendlingenSankt Johann (Rheinhessen)Wolfsheim (Gemeinde)OckenheimGau-AlgesheimAppenheimNieder-HilbersheimBubenheim (Rheinhessen)Ober-HilbersheimEngelstadtSchwabenheim an der SelzJugenheim in RheinhessenStadecken-ElsheimEssenheimOber-OlmKlein-WinternheimNieder-OlmSörgenlochZornheimBodenheimGau-BischofsheimHarxheimNackenheimLörzweilerMommenheim (Rheinhessen)HahnheimSelzenNiersteinOppenheimDienheimDexheimDalheim (Rheinhessen)KöngernheimFriesenheim (Rheinhessen)UndenheimUelversheimUelversheimLudwigshöheGuntersblumWeinolsheimDolgesheimEimsheimHillesheim (Rheinhessen)WintersheimDorn-DürkheimRhein-Lahn-KreisHessenMainzRhein-Hunsrück-KreisLandkreis Bad KreuznachDonnersbergkreisLandkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
Das ehemalige Schulhaus und die evangelische Kirche
Das ehemalige Rathaus

Grolsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Sprendlingen hat.

GeographieBearbeiten

Grolsheim liegt in Rheinhessen zwischen Mainz und Bad Kreuznach an der Nahe. Zu Grolsheim gehört auch der Wohnplatz Katharinen-Mühle.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde zuerst im Jahre 772 als „Grandfesheim“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch urkundlich erwähnt. Weitere frühe Ortsnamen waren „Graulfesheim“ (782) und „Graolfesheim“ (801).

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts hatte der Ort 36 Häuser.[3]

Vom 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Grolsheim landesherrlich zur Kurpfalz und war dem Oberamt Stromberg zugeteilt. Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Bingen im Departement Donnersberg. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Beschlüsse wurde die Region, damit auch Grolsheim, dem Großherzogtum Hessen zugesprochen und von diesem 1816 der Provinz Rheinhessen zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Grolsheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 195
1835 292
1871 290
1905 314
1939 304
1950 377
Jahr Einwohner
1961 448
1970 572
1987 778
2005 1.167
2011 1.232
2017 1.283

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Grolsheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen.[5]

Wahl WG 1 WG 2 WG 3 WG 4 Gesamt
2019 4 3 9 16 Sitze
2014 11 5 16 Sitze
2009 7 5 4 16 Sitze
  • WG 1 = Wählergruppe Hahn-Axt
  • WG 2 = Wählergruppe Daum
  • WG 3 = Wählergruppe Bensch
  • WG 4 = Wählergruppe Hang

BürgermeisterBearbeiten

Als Ortsbürgermeister wurde Matthias Hang am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 63,77 Prozent gewählt.[6] Er löste die bisherige Ortsbürgermeisterin Heidi Hahn-Axt ab.[7]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

  • Das Gewerbegebiet Bingen/Grolsheim verfügt über einen eigenen Autobahnanschluss. Folgedessen haben sich hier die Speditionen Rhenus und Kühne + Nagel angesiedelt. K+N betreibt das Zentrallager für Weber-Stephen Deutschland.

VerkehrBearbeiten

  • Die Gemeinde liegt an der Landesstraße 400 (alte Bezeichnung: Bundesstraße 50). Die Bundesautobahn 61 verläuft in unmittelbarer Nähe.
  • Durch die Buslinie 233 zwischen Bingen und Bad Kreuznach ist Grolsheim an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 170 (PDF; 3 MB).
  3. Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung, Bonn: Behrendt, 1914, S. 169 (dilibri.de)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter RLP: Stadt- und Gemeinderatswahlen 2019. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Einzelwahlen 2019. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  7. Bernhard Brühl: Amtseinführung Bürgermeister. Allgemeine Zeitung, 22. Juni 2019, abgerufen am 31. Juli 2019.