Grojec (Oświęcim)

Dorf in Polen

Grojec ist eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Landgemeinde Oświęcim im Powiat Oświęcimski der Woiwodschaft Kleinpolen.

Grojec
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Grojec (Polen)
Grojec
Grojec
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Oświęcim
Gmina: Oświęcim
Geographische Lage: 49° 59′ N, 19° 14′ OKoordinaten: 49° 58′ 58″ N, 19° 13′ 46″ O
Einwohner: 2923 (2006)



GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1285 erstmals urkundlich als Grozey erwähnt.[1] Später wurde es als Grodecz (1364), Grodicz (1442), Grodecz (1457[2]), Grodziecz (1537) erwähnt. Der Name ist abgeleitet von der Slawischen Wallburg (grodziec).

Die Pfarrei Grozecz wurde im Peterspfennigregister des Jahres 1326 im Dekanat Auschwitz des Bistums Krakau erwähnt.[3]

Politisch gehörte das Dorf ursprünglich in der Zeit des polnischen Partikularismus zum Herzogtum Oppeln-Ratibor (Kastellanei Auschwitz). Das Herzogtum wurde 1281 nach dem Tod Wladislaus’ I. von Oppeln geteilt. Seit 1290 gehörte das Dorf zum Herzogtum Teschen und seit 1315 zum Herzogtum Auschwitz. Seit 1327 bestand die Lehnsherrschaft des Königreichs Böhmen, im Jahre 1457 von Polen abgekauft.[2]

Bei der Ersten Teilung Polens kam Grojec 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Grojec zu Polen. Unterbrochen wurde dies durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Von 1975 bis 1998 gehörte Grojec zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Katholische Holzkirche (1671), auf der Holzarchitekturroute von Małopolska (Kleinpolen)[5]
  • Schloss.

WeblinksBearbeiten

Commons: Grojec (Gmina Oświęcim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Julian Zinkow: Oświęcim i okolice. Przewodnik monograficzny. Wydawnictwo „PLATAN“, Oświęcim 1994, ISBN 83-7094-002-1, S. 228 (polnisch).
  2. a b Krzysztof Rafał Prokop: Księstwa oświęcimskie i zatorskie wobec Korony Polskiej w latach 1438–1513. Dzieje polityczne. PAU, Kraków 2002, ISBN 83-8885731-2, S. 151 (polnisch).
  3. Jan Ptaśnik (Redakteur): Monumenta Poloniae Vaticana T.1 Acta Camerae Apostolicae. Vol. 1, 1207–1344. Sumpt. Academiae Litterarum Cracoviensis, Cracoviae 1913, S. 147–150 (Online).
  4. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB)
  5. Die St. Laurentiuskirche in Grojec. Abgerufen am 2. Mai 2016.