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Großharthau

Gemeinde im Landkreis Bautzen, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Großharthau führt kein Wappen
Großharthau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großharthau hervorgehoben

Koordinaten: 51° 6′ N, 14° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Verwaltungs­gemeinschaft: Großharthau
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 37,28 km2
Einwohner: 2768 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01909
Vorwahlen: 035954, 035200 (Seeligstadt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 170
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wesenitzweg 6
01909 Großharthau
Website: www.grossharthau.de
Bürgermeister: Jens Krauße (SPD)
Lage der Gemeinde Großharthau im Landkreis Bautzen
TschechienDresdenLandkreis GörlitzLandkreis MeißenLandkreis Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeArnsdorfBautzenBernsdorfBischofswerdaBurkauCrostwitzCunewaldeDemitz-ThumitzDoberschau-GaußigElsterheideElstraFrankenthal (Sachsen)GödaGroßdubrauGroßharthauGroßnaundorfGroßpostwitzGroßröhrsdorfMalschwitzHaselbachtalHochkirchHoyerswerdaKamenzKönigsbrückKönigswarthaKubschützLaußnitzLautaLichtenberg (Lausitz)LohsaMalschwitzNebelschützNeschwitzNeukirch (bei Königsbrück)Neukirch/LausitzObergurigOhornOßlingOttendorf-OkrillaPanschwitz-KuckauPulsnitzPuschwitzRadebergRadiborRäckelwitzRalbitz-RosenthalRammenauSchirgiswalde-KirschauSchmölln-PutzkauSchwepnitzSohland an der SpreeSpreetalSteina (Sachsen)SteinigtwolmsdorfWachau (Sachsen)WeißenbergWilthenWittichenauBrandenburgPolenKarte
Über dieses Bild

Großharthau ist ein Ort und die zugehörige Gemeinde im Südwesten des sächsischen Landkreises Bautzen, an der Bundesstraße 6 auf halbem Weg zwischen Dresden und Bautzen gelegen und von beiden Städten etwa 25 km entfernt. Die Gemeinde bildet mit Frankenthal die Verwaltungsgemeinschaft Großharthau.

GeographieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Der Ort Großharthau liegt rund sechs Kilometer westsüdwestlich von Bischofswerda beidseitig der Bundesstraße 6, wobei sich der größere Teil des Siedlungsgebiets nördlich dieser Straße befindet. Zwischen Seeligstadt und Großharthau schneidet die Bahnstrecke Dresden–Görlitz die nordwestlich von Großharthau liegende Massenei, bevor sie den Bahnhof Großharthau im Südwesten der Ortschaft erreicht.

Das Dorf wird von der Wesenitz berührt, die sich im Schlosspark mit der von Frankenthal kommenden Gruna vereinigt.

Westlich des Hauptortes liegt der Ortsteil Seeligstadt, südwestlich Schmiedefeld und südlich Bühlau.

NachbargemeindenBearbeiten

Umgebende Gemeinden im Landkreis Bautzen sind Arnsdorf im Westen, die Stadt Großröhrsdorf und Frankenthal im Norden und die Stadt Bischofswerda im Osten. Im Süden umschließt die Stadt Stolpen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge das Gemeindegebiet.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Großharthau gehören die Ortsteile Großharthau, Bühlau, Schmiedefeld und Seeligstadt.

Einwohnerzahl Fläche
Großharthau 1371 800 ha
OT Bühlau 489 620 ha
OT Schmiedefeld 445 660 ha
OT Seeligstadt 1127 1650 ha
Gesamt 3432 3730 ha

Stand 31. Dezember 2004 (Efeu)

GeschichteBearbeiten

 
Rittergut Großharthau

Harthau wurde erstmals im Jahr 1223 beziehungsweise 1228 urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Bühlau fand im Jahr 1121 als Byla, Bela die erste urkundliche Erwähnung. Der Ort bestand als sorbischer Weiler schon länger. Der Name Harthau stammt vielleicht vom germanischen Harth gleich Ort im Wald ab. Am 15. August 1793 brannten die Dorfkirche und noch einige weitere Häuser ab. Dabei wurde auch die Bibliothek vernichtet. Schon im Jahr 1794 wird die neue Kirche eingeweiht. Auch während des Siebenjährigen Krieges und des Befreiungskrieges im Jahr 1813 wurde der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen. Napoleon selbst übernachtete dreimal im Ort. Bis ins 20. Jahrhundert war der Ort als Harthau bekannt.

OrtsnamenformenBearbeiten

  • 1241: Hart, 1350: czů der Harthe, 1402: Harta, 1426: zcur Harte, 1465: Harth, 1539: Harthaw, 1768: Hartha bey Goldbach, 1836: Harthau (Groß- und Klein-), 1875: Harthau b. Bischofswerda[2], 1893 Großharthau

VerwaltungszugehörigkeitBearbeiten

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1994 wurden die Ortschaften Bühlau und Schmiedefeld, sowie am 1. März 1994 der Ort Seeligstadt eingemeindet.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner[2]
1566 25 besessene Mann,
12 Gärtner, 17 Häusler
1587 29 Hufen
1764 22 besessene Mann,
17 Gärtner, 44 Häusler,
11 Hufen je 14–17 Scheffel
1834 0653
1871 0797
1890 0993
1910 1366
1925 1388
1939 1566
1946 1674
1950 1944
1964 1969
1990 1511
2000 3673 (nach Eingemeindung)
2007 3179
2009 3179
2012 2820
2013 2745

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 62,1 % (2009: 58,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,9 %
31,7 %
18,4 %
8,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+5,3 %p
-0,9 %p
-0,9 %p
-3,6 %p

GemeinderatBearbeiten

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • SPD: 7 Sitze
  • CDU: 5 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Seelig (FWS): 3 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

Seit den Wahlen am 10. Juni 2001 ist Jens Krauße (SPD; * 1966) Bürgermeister von Großharthau. Er war bis zur Kreisreform 2008 der einzige SPD-Bürgermeister im Landkreis Bautzen.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

BildungBearbeiten

Die Gemeinde Großharthau verfügt über eine Grundschule.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St. Michaeliskirche im OT Schmiedefeld
  • Schlosspark
Der Schlosspark (Rittergutspark) ist Mitglied des Gartenkulturpfades beiderseits der Neiße.[4] Dies verbessert die Möglichkeiten der Pflege (Parkseminare) und die Aussichten auf Förderung sowie die touristische Erschließung.
  • Rittergut aus dem 18. Jahrhundert
  • Dorfkirche Großharthau
  • Dorfkirche Schmiedefeld mit historischer Orgel von Christian Gottfried Herbrig aus dem Jahr 1821[5]
  • Eisenbahnbrücke über die Wesenitz

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Großharthau liegt an der Bahnstrecke Görlitz–Dresden. Hier verkehren Züge der Länderbahn („Trilex“).

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Martin Burkhardt: Heimatbuch der Gemeinde Seeligstadt. Buchdruckerei Radeberg, 1954.
  • Roland Paeßler: Heimatblätter. Historischer Streifzug durch die Gegend um Großharthau und Bischofswerda. Ideen+Werbung Bautzen, 1997.
  • Cornelius Gurlitt: Großharthau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 90.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Großharthau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  4. Homepage Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße, Mitglieder und Kooperationspartner, abgerufen am 4. Juni 2018
  5. Die Orgel in der St.-Michaelis-Kirche zu Schmiedefeld. In: herbrig-orgeln.de. Kulturwerkstatt Stolpen e. V., abgerufen am 27. Januar 2014.