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Großgmain
Wappen Österreichkarte
Wappen von Großgmain
Großgmain (Österreich)
Großgmain
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 22,82 km²
Koordinaten: 47° 44′ N, 12° 55′ OKoordinaten: 47° 43′ 30″ N, 12° 54′ 31″ O
Höhe: 520 m ü. A.
Einwohner: 2.600 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 114 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5084
Vorwahl: 06247
Gemeindekennziffer: 5 03 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Salzburger Straße 220
5084 Großgmain
Website: www.grossgmain.at
Politik
Bürgermeister: Sebastian Schönbuchner (ÖVP)
Gemeinderat: (2019)
(19 Mitglieder)
9
6
2
2
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Großgmain im Bezirk Salzburg-Umgebung
AnifAntheringBergheimBerndorf bei SalzburgBürmoosDorfbeuernEbenauElixhausenElsbethenEugendorfFaistenauFuschl am SeeGömingGroßgmainHallwangHenndorf am WallerseeHinterseeHof bei SalzburgKöstendorfLamprechtshausenMattseeNeumarkt am WallerseeNußdorf am HaunsbergOberndorf bei SalzburgObertrum am SeePlainfeldSankt Georgen bei SalzburgSankt GilgenSchleedorfSeehamSeekirchen am WallerseeStraßwalchenStroblThalgauWals-SiezenheimGrödigKopplSalzburgSalzburgLage der Gemeinde Großgmain im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Großgmain ist eine Gemeinde im Bundesland Salzburg im Bezirk Salzburg-Umgebung in Österreich mit 2600 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Blick über die Gmain

Die Gemeinde liegt im Flachgau im Bundesland Salzburg auf den Ausläufern des Untersbergs direkt an der Grenze zu Bayern (Deutschland). Die Staatsgrenze stellt der Weißbach im Westen der Ortschaft dar, auf der anderen Uferseite findet sich Bayerisch Gmain.

GemeindegliederungBearbeiten

Ortsteile sind Großgmain (das Kirchenviertel), Schwaig, Tannenwinkl, Hinterreit.[1]

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Auf der Gmain ist eine jahrhundertelang gebrauchte Bezeichnung für den Siedlungsraum zwischen Untersberg und Lattengebirge, Hallthurm und Kirchholz. Bereits die Menschen der Bronzezeit wussten den Reichtum des Bodens und die günstige Lage der Umgebung zu schätzen und ließen sich hier fest nieder, ebenso wie Jahrtausende später die Grafen von Plain, welche die Gegend der Gmain mit der Erbauung der Plainburg zum Mittelpunkt ihrer oberen Grafschaft machten. Ungeachtet der landesherrschaftlichen Grenze, welche die weitverstreuten Höfe nach dem Niedergang der plainischen Herrschaft schon vor 1300 in eine bayerische und eine salzburgische Hälfte teilte, wurde die dörfliche Gemeinschaft von der Bevölkerung immer als eine Einheit verstanden.

Im Vollzug des religiösen Lebens bildete die kirchenrechtliche Einheit eine Gemeinschaft stiftende Grundlage für alle Gmainer. Für das wirtschaftliche Gefüge, das kulturelle Leben im Allgemeinen und die Schulausbildung im Besonderen spielte die Landesgrenze entlang des Weißbaches nur steuerlich eine Rolle. Auch die vielfältigen verwandtschaftlichen Verflechtungen über die Grenze hinweg bildeten natürlicherweise ein starkes Bindeglied. Trennend wirkte lediglich die jeweils am Weißbach endende salzburgische und bayerische Gerichtsbarkeit, welche die unterschiedliche Landeshoheit begründete.

Wirkliche Bedeutung erlangte die staatliche Trennung aber erst ab 1816, als nach einer kurzen Zeit der Vereinigung der beiden Ortsteile unter bayerischer Verwaltung die politischen Unterschiede im 19. Jahrhundert immer stärkere Geltung erlangten. Gemäß dem Vertrag vom 14. April 1816 zwischen Bayern und Österreich (Vertrag von München) verblieb das Gebiet von Reichenhall beim Königreich Bayern, das Gebiet von Salzburg wurde großteils an das österreichische Kaiserreich angegliedert.[2] Trotz der Ausformung zweier eigenständiger Gemeinden blieb das Zusammengehörigkeitsgefühl erhalten. Gleiche wirtschaftliche Interessen, vor allem im Fremdenverkehr, trugen ebenso dazu bei wie die Zweckmäßigkeit gemeinsamer technischer Einrichtungen.

Seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Großgmain 1889 feiert man gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Bayerisch Gmain zusammen das traditionelle Florianifest. 2005 wurde das 100. gemeinsame Florianifest der Feuerwehren gefeiert. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs gab es immer wieder Unterbrechungen, aber die Feuerwehren der beiden Gemeinden ließen sich nicht von ihrer Tradition abbringen.

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

Gespalten; rechts in Rot ein einwärts gekehrter silberner Flügel; links in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe.

PolitikBearbeiten

BW

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1969–1989 Matthias Koch (ÖVP)[3]
  • 1989–1994 Johann Pögl (ÖVP)[4]
  • seit 1994 Sebastian Schönbuchner (ÖVP)[5]
  • 2009–2019 Vizebürgermeisterin Ingrid Scheucher-Neumüller (ÖVP)
  • seit 2019 Vizebürgermeisterin Marlene Svazek[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Natur

Untersberg: Bis auf den Siedlungsraum gehört das gesamte Gemeindegebiet zum Landschafts- und Pflanzenschutzgebiet Untersberg (LSG 51[7], PSG 1[8]), der Naturpark Untersberg (NPK 1)[9] entlang des Zwinkbachs (zum Kohlgraben nach Marzoll) darin eingebettet, sowie dem Europa- und Landschaftsschutzgebiet Untersberg-Vorland (FFH AT3227000/ESG 17, LSG 63),[10] an der Saalach, die über den bayerischen Biosphärenreservat Berchtesgadener Land (angrenzend Entwicklungszone) einem Schutzverbund angehören, das sich bis in Pongau und Pinzgau und nach Nordwesten, und in der Stadt Salzburg mit dem Landschaftsschutzgebiet Leopoldskroner Moos (LSG 47) fortsetzt.

Regelmäßige Veranstaltungen
 
Großgmain im Winter
 
Großgmain mit Wallfahrtskirche im Winter
  • Muttertags-Wunschkonzert der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am Freitag vor dem Muttertag
  • Grillfest der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am zweiten Samstag im Juli
  • Erntedankfest: jährlich
  • Grenzenloses Großgmain
  • Kinder- & Vereins-Skirennen: veranstaltet vom Skiclub
  • Krampuslauf: jährlich um den 5. Dezember (Krampustag)

BildungBearbeiten

  • Krabbelgruppe Großgmain
  • Kindergarten Großgmain
  • Volksschule Großgmain
  • Musikum Flachgau
  • Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BZS) der SIAK

Freizeit und SportBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Johannes Lang, Max Schneider: Auf der Gmain – Chronik der Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain. Eigenverlag Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain 1995.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Großgmain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Großgmain in Zahlen
  2. Friederike Zaisberger: Geschichte Salzburgs. In: Geschichte der österreichischen Bundesländer, hg. von Johann Rainer (München und Wien 1998), S. 249.
  3. Matthias Koch. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  4. Johann Pögl. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  5. Sebastian Schönbuchner. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  6. Großgmain: Svazek wird Vizebürgermeisterin. Artikel vom 10. März 2019, abgerufen am 12. März 2019.
  7. Landschaftsschutzgebiet Untersberg im Naturschutzbuch des Landes Salzburg
  8. Pflanzenschutzgebiet Untersberg im Naturschutzbuch des Landes Salzburg
  9. Naturpark Untersberg im Naturschutzbuch des Landes Salzburg
  10. Landschaftsschutzgebiet Untersberg-Vorland im Naturschutzbuch des Landes Salzburg
    Untersberg-Vorland – Europaschutzgebietsverordnung, Untersberg. Landschaftsschutzverordnung 1981, Pflanzenartenschutzverordnung. Sbg LGBl 2007/59 (ris.bka, pdf)