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Eine Großgemeinschaftsantennenanlage (GGA) ist eine Antennenanlage mit Kabelnetzverteilung, die für mehrere Häusergruppen bis mehrere Ortschaften zentral die Radio- und TV-Signale einfangen und über ein Kabelnetz verteilen. Dabei werden die Frequenzen umgesetzt, das heißt TV-Stationen auf andere Frequenzkanäle gelegt, sodass mit dem lokalen Empfang keine Störungen auftreten sollen. Während man bei einer Gemeinschaftsantennenanlage (GA) bei Hotels oder Wohnblöcken von bis zu einigen hundert Teilnehmern ausgeht, sind Großgemeinschaftsantennenanlagen für mehrere hundert Teilnehmeranschlüsse und weiter auseinander liegende Objekte gedacht. In einer Großgemeinschaftsantennenanlage erfolgt die Signaleinspeisung zum Kabelfernsehen an der Kopfstation.

Großgemeinschaftsantennenanlage war auch die übliche Bezeichnung bis in die 1970er/1980er-Jahre, als, wie bei einer Hausantenne, das übliche analoge terrestrische Fernsehsignal durch Kleinbetriebe, Vereine oder Gemeinden verteilt wurde. Dies geschah teilweise um einfach einen örtlich schlechten Empfang auszugleichen, teilweise um mit etwas größerem technischen Aufwand auch Programme des nahen Auslands zu empfangen. Die Übergänge in der verwendeten Technik zwischen Großgemeinschaftsanlage und Kabelnetz sind dabei fließend. Die Bezeichnung GGA hat sich vor allem in der schon früh ins Kabelfernsehen eingestiegenen Schweiz in zahlreichen Organisationsbezeichnungen erhalten, vereinzelt auch in Österreich und Deutschland.

Heute sind viele ehemalige Großgemeinschaftsantennenanlagen in das Kabelfernsehnetz eingebunden und werden auch von Kabelfernsehprovidern betrieben.

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