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Großer Preis von Frankreich 1975

Formel-1-Rennen

Der Große Preis von Frankreich 1975 fand am 6. Juli auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet statt und war das neunte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1975.

Flag of France.svg Großer Preis von Frankreich 1975
Renndaten
9. von 14 Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1975
Streckenprofil
Name: LXI Grand Prix de France
Datum: 6. Juli 1975
Ort: Le Castellet
Kurs: Circuit Paul Ricard
Länge: 313,74 km in 54 Runden à 5,81 km

Wetter: sonnig und heiß
Pole-Position
Fahrer: OsterreichÖsterreich Niki Lauda ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:47,82 min
Schnellste Runde
Fahrer: DeutschlandDeutschland Jochen Mass Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren
Zeit: 1:50,60 min
Podium
Erster: OsterreichÖsterreich Niki Lauda ItalienItalien Ferrari
Zweiter: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Hesketh
Dritter: DeutschlandDeutschland Jochen Mass Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren

Inhaltsverzeichnis

BerichteBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Ein im Wesentlichen unverändertes Teilnehmerfeld trat zwei Wochen nach dem Großen Preis der Niederlande zum neunten Saisonlauf an, der zum dritten Mal auf dem zum damaligen Zeitpunkt hochmodernen Circuit Paul Ricard stattfand.

Die einzigen Veränderungen waren, dass Ian Scheckter nicht mehr für Frank Williams Racing Cars antrat und durch François Migault ersetzt wurde, sowie dass Tyrrell für den vom Team-Hauptsponsor Elf unterstützen Jean-Pierre Jabouille einen dritten Werkswagen zur Verfügung stellte. Außerdem war das Parnelli-Team mit Fahrer Mario Andretti wieder am Start.

TrainingBearbeiten

Niki Lauda sicherte sich zum fünften Mal in dieser Saison die Pole-Position und verwies mit seiner Trainingsbestzeit Jody Scheckter und den Sieger des Holland-GP, James Hunt, auf die Plätze zwei und drei. Es folgte Shadow-Pilot Jean-Pierre Jarier vor dem Brabham von Carlos Pace und Tom Pryce im zweiten Werks-Shadow. Jochen Mass, Vittorio Brambilla, Clay Regazzoni und Emerson Fittipaldi komplettierten die Top Ten.[1]

RennenBearbeiten

Lauda ging vor Scheckter und Hunt in Führung. Während Jarier dem Spitzentrio folgen konnte, fiel sein Teamkollege Pryce nach einem schlechten Start bis ans Ende des Feldes zurück. Mass nahm daraufhin den vierten Rang vor Pace und Regazzoni ein.

Regazzoni machte während der ersten Umläufe die meisten Plätze gut. Bereits in der sechsten Runde lag er hinter seinem Teamkollegen Lauda auf dem zweiten Rang. In der siebten Runde fiel er jedoch wegen eines Motorschadens aus.

Bis zur Runde 14 gelang es sowohl Hunt als auch Mass und Fittipaldi, an Scheckter vorbeizuziehen, der im weiteren Verlauf des Rennens bis auf den neunten Rang zurückfiel. Die Reihenfolge der ersten vier änderte sich daraufhin nicht mehr. Mario Andretti wurde Fünfter und Patrick Depailler Sechster.

18 der 25 gestarteten Piloten erreichten das Ziel, zwölf davon absolvierten die volle Renndistanz von 54 Runden. Während der zweiten Rennhälfte kam es zu keinen Ausfällen. Jochen Mass fuhr zum ersten Mal die schnellste Rennrunde eines Grand Prix.[2]

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes Konigreich  Marlboro Team Texaco 1 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi McLaren M23 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
2 Deutschland  Jochen Mass
Vereinigtes Konigreich  Elf Team Tyrrell 3 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Tyrrell 007 G
4 Frankreich  Patrick Depailler
15 Frankreich  Jean-Pierre Jabouille
Vereinigtes Konigreich  John Player Team Lotus 5 Schweden  Ronnie Peterson Lotus 72E G
6 Belgien  Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich  Martini Racing 7 Argentinien  Carlos Reutemann Brabham BT44B G
8 Brasilien 1968  Carlos Pace
Vereinigtes Konigreich  Beta Team March 9 Italien  Vittorio Brambilla March 751 G
Vereinigtes Konigreich  Lavazza March 10 Italien  Lella Lombardi G
Italien  Scuderia Ferrari SpA SEFAC 11 Schweiz  Clay Regazzoni Ferrari 312T Ferrari 015 3.0 F12 G
12 Osterreich  Niki Lauda
Vereinigtes Konigreich  Stanley B.R.M. 14 Vereinigtes Konigreich  Bob Evans BRM P201 BRM P200 3.0 V12 G
Vereinigtes Konigreich  UOP Shadow Racing Team 16 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Shadow DN5 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
17 Frankreich  Jean-Pierre Jarier
Vereinigtes Konigreich  Team Surtees 18 Vereinigtes Konigreich  John Watson Surtees TS16 G
Vereinigtes Konigreich  Frank Williams Racing Cars 20 Frankreich  François Migault Williams FW03 G
21 Frankreich  Jacques Laffite Williams FW04
Vereinigtes Konigreich  Embassy Racing with Graham Hill 22 Australien  Alan Jones Hill GH1 G
23 Vereinigtes Konigreich  Tony Brise
Vereinigtes Konigreich  Hesketh Racing 24 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Hesketh 308 G
Vereinigte Staaten  Vel's Parnelli Jones Racing 27 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Parnelli VPJ4 G
Vereinigte Staaten  Penske Cars 28 Vereinigte Staaten  Mark Donohue Penske PC1 G
Brasilien 1968  Copersucar-Fittipaldi 30 Brasilien 1968  Wilson Fittipaldi Copersucar FD03 G
Vereinigtes Konigreich  HB Bewaking Team Ensign 31 Niederlande  Gijs van Lennep Ensign N175 G

KlassifikationenBearbeiten

StartaufstellungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start
01 Osterreich  Niki Lauda Italien  Ferrari 1:47,82 193,990 km/h 01
02 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:48,22 193,273 km/h 02
03 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Vereinigtes Konigreich  Hesketh-Ford 1:48,25 193,219 km/h 03
04 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 1:48,44 192,881 km/h 04
05 Brasilien 1968  Carlos Pace Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 1:48,48 192,810 km/h 05
06 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 1:48,48 192,810 km/h 06
07 Deutschland  Jochen Mass Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 1:48,54 192,703 km/h 07
08 Italien  Vittorio Brambilla Vereinigtes Konigreich  March-Ford 1:48,56 192,668 km/h 08
09 Schweiz  Clay Regazzoni Italien  Ferrari 1:48,68 192,455 km/h 09
10 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 1:48,75 192,331 km/h 10
11 Argentinien  Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 1:48,85 192,154 km/h 11
12 Vereinigtes Konigreich  Tony Brise Vereinigtes Konigreich  Hill-Ford 1:49,21 191,521 km/h 12
13 Frankreich  Patrick Depailler Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:49,31 191,346 km/h 13
14 Vereinigtes Konigreich  John Watson Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 1:49,70 190,665 km/h 14
15 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Vereinigte Staaten  Parnelli-Ford 1:49,72 190,631 km/h 15
16 Frankreich  Jacques Laffite Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 1:49,72 190,631 km/h 16
17 Schweden  Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:50,04 190,076 km/h 17
18 Vereinigte Staaten  Mark Donohue Vereinigte Staaten  Penske-Ford 1:50,15 189,887 km/h 18
19 Belgien  Jacky Ickx Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:50,94 188,534 km/h 19
20 Australien  Alan Jones Vereinigtes Konigreich  Hill-Ford 1:51,02 188,398 km/h 20
21 Frankreich  Jean-Pierre Jabouille Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:51,06 188,331 km/h 21
22 Niederlande  Gijs van Lennep Vereinigtes Konigreich  Ensign-Ford 1:51,21 188,077 km/h 22
23 Brasilien 1968  Wilson Fittipaldi Brasilien 1968  Copersucar-Ford 1:51,64 187,352 km/h 23
24 Frankreich  François Migault Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 1:51,82 187,051 km/h 24
25 Vereinigtes Konigreich  Bob Evans Vereinigtes Konigreich  B.R.M. 1:51,85 187,000 km/h 25
26 Italien  Lella Lombardi Vereinigtes Konigreich  March-Ford 1:52,97 185,146 km/h 26

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 Osterreich  Niki Lauda Italien  Ferrari 54 0 1:40:18,84 01 1:50,62
02 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Vereinigtes Konigreich  Hesketh-Ford 54 0 + 1,59 03 1:50,69
03 Deutschland  Jochen Mass Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 54 0 + 2,31 07 1:50,60
04 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 54 0 + 39,77 10 1:50,77
05 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Vereinigte Staaten  Parnelli-Ford 54 0 + 1:02,08 15 1:51,28
06 Frankreich  Patrick Depailler Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 54 0 + 1:07,40 13 1:51,27
07 Vereinigtes Konigreich  Tony Brise Vereinigtes Konigreich  Hill-Ford 54 0 + 1:09,61 12 1:51,21
08 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 54 0 + 1:19,78 04 1:51,22
09 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 54 0 + 1:31,68 02 1:52,17
10 Schweden  Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 54 0 + 1:36,02 17 1:52,40
11 Frankreich  Jacques Laffite Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 54 0 + 1:36,77 16 1:52,05
12 Frankreich  Jean-Pierre Jabouille Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 54 0 + 1:37,13 21 1:51,89
13 Vereinigtes Konigreich  John Watson Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 53 1 + 1 Runde 14 1:51,34
14 Argentinien  Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 53 1 + 1 Runde 11 1:52,23
15 Niederlande  Gijs van Lennep Vereinigtes Konigreich  Ensign-Ford 53 0 + 1 Runde 22 1:52,94
16 Australien  Alan Jones Vereinigtes Konigreich  Hill-Ford 53 0 + 1 Runde 20 1:52,15
17 Vereinigtes Konigreich  Bob Evans Vereinigtes Konigreich  B.R.M. 52 0 + 2 Runden 25 1:55,16
18 Italien  Lella Lombardi Vereinigtes Konigreich  March-Ford 50 0 + 4 Runden 26 1:55,42
Brasilien 1968  Carlos Pace Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 26 1 DNF 05 1:50,67 gebrochene Halbwelle
Belgien  Jacky Ickx Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 17 0 DNF 19 1:53,00 Bremsdefekt
Brasilien 1968  Wilson Fittipaldi Brasilien 1968  Copersucar-Ford 14 0 DNF 23 1:54,38 Motorschaden
Italien  Vittorio Brambilla Vereinigtes Konigreich  March-Ford 06 0 DNF 08 1:53,90 Aufhängungsschaden
Schweiz  Clay Regazzoni Italien  Ferrari 06 0 DNF 09 1:51,75 Motorschaden
Vereinigte Staaten  Mark Donohue Vereinigte Staaten  Penske-Ford 06 0 DNF 18 1:53,36 gebrochene Halbwelle
Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 02 0 DNF 06 1:53,37 Kupplungsschaden
Frankreich  François Migault Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 0 DNS 24 nicht gestartet

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Osterreich  Niki Lauda Ferrari 47,0
02 Argentinien  Carlos Reutemann Brabham 25,0
03 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi McLaren 24,0
04 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Hesketh 22,0
05 Brasilien 1968  Carlos Pace Brabham 18,0
06 Schweiz  Clay Regazzoni Ferrari 16,0
07 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Tyrrell 15,0
08 Deutschland  Jochen Mass McLaren 14,5
09 Frankreich  Patrick Depailler Tyrrell 12,0
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
10 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Parnelli 5,0
11 Belgien  Jacky Ickx Lotus 3,0
12 Schweden  Ronnie Peterson Lotus 3,0
13 Vereinigte Staaten  Mark Donohue Penske 2,0
14 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Shadow 2,0
15 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Shadow 1,5
16 Italien  Vittorio Brambilla March 1,0
17 Vereinigtes Konigreich  Tony Brise Hill 1,0
18 Italien  Lella Lombardi March 0,5

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Italien  Ferrari 50,0
02 Vereinigtes Konigreich  Brabham 36,0
03 Vereinigtes Konigreich  McLaren 30,5
04 Vereinigtes Konigreich  Hesketh 22,0
05 Vereinigtes Konigreich  Tyrrell 20,0
06 Vereinigtes Konigreich  Lotus 6,0
Pos. Konstrukteur Punkte
07 Vereinigte Staaten  Parnelli 5,0
08 Vereinigtes Konigreich  Shadow 3,5
09 Vereinigte Staaten  Penske 2,0
10 Vereinigtes Konigreich  Hill 1,0
11 Vereinigtes Konigreich  March 1,0

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Training“ (Memento des Originals vom 30. März 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 22. Januar 2012)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 22. Januar 2012)
  3. „WM-Stände“ (Memento des Originals vom 30. März 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 22. Januar 2012)

WeblinksBearbeiten