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Groß-Umstadt

hessische Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Groß-Umstadt
Groß-Umstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Groß-Umstadt hervorgehoben

Koordinaten: 49° 52′ N, 8° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 159 m ü. NHN
Fläche: 86,84 km2
Einwohner: 21.162 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 244 Einwohner je km2
Postleitzahl: 64823
Vorwahl: 06078
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 010
Stadtgliederung: Kernstadt mit 8 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
64823 Groß-Umstadt
Website: www.gross-umstadt.de
Bürgermeister: Joachim Ruppert (SPD)
Lage der Stadt Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg
ErzhausenWeiterstadtGriesheimPfungstadtBickenbach (Bergstraße)Alsbach-HähnleinSeeheim-JugenheimModautalMühltalOber-RamstadtMesselEppertshausenMünster (Hessen)DieburgRoßdorf (bei Darmstadt)FischbachtalGroß-BieberauReinheimGroß-ZimmernOtzbergGroß-UmstadtSchaafheimBabenhausen (Hessen)DarmstadtBayernOdenwaldkreisKreis BergstraßeKreis Groß-GerauLandkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild

Groß-Umstadt ist eine Stadt im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Stadt bildet das Mittelzentrum im östlichen Kreisgebiet.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

 
Gemarkung der Kernstadt

Groß-Umstadt liegt im südlichen Hessen am Rande des Odenwalds und des Rhein-Main-Gebiets. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Heidelberg mit 365 m ü.NN (südöstlich des Stadtteils Wiebelsbach), die höchste Erhebung der Gemarkung Groß-Umstadt die Alte Höhe mit 358 m ü.NN (in östlicher Richtung zum Stadtteil Dorndiel).

NachbargemeindenBearbeiten

Groß-Umstadt grenzt im Norden an die Gemeinde Münster (Hessen) und die Stadt Babenhausen, im Osten an die Gemeinden Schaafheim und Mömlingen (Landkreis Miltenberg, Regierungsbezirk Unterfranken, Bayern) sowie an die Stadt Breuberg (Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Höchst im Odenwald (Odenwaldkreis) und im Westen an die Gemeinden Otzberg und Groß-Zimmern sowie im Nordwesten an die Stadt Dieburg.

StadtgliederungBearbeiten

Etwa die Hälfte der rund 22.000 Einwohner lebt in der Kernstadt, die andere Hälfte in den von 1970 bis 1977 im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingemeindeten Orten Dorndiel, Heubach, Kleestadt, Klein-Umstadt, Raibach, Richen, Semd und Wiebelsbach. Zum Stadtteil Wiebelsbach gehört auch das seit 1961 nach dort eingemeindete Frau-Nauses.

GeschichteBearbeiten

 
Reste eines Römischen Grabdenkmals (rechts) mit Darstellung aus heutiger Sicht (links) aus dem 2. Jahrhundert im Umstädter Heimatmuseum. Funde aus der Groß-Umstädter Stadtkirche in den Resten einer villa rustica.

Altsteinzeit und Antike PeriodeBearbeiten

 
Die römischen „Traubensteine“ in der Stadtkirche

Aus der Gemarkung sind urgeschichtliche Spuren, schon seit der Altsteinzeit, bekannt. Um 125 n Chr. wurde im Rahmen der römischen Besiedlung des rechtsrheinischen Teiles der Provinz Germania superior die Civitas Auderiensium mit dem Hauptort Dieburg (Med...) gegründet. Eine planmäßige Besiedlung und Romanisierung des Gebietes begann in der Folge. Um den zentralen Markt- und Verwaltungssitz wurden landwirtschaftliche Güter angelegt. Das Hauptgebäude einer solchen villa rustica wurde unter der heutigen Stadtkirche ergraben, Plätze weiterer römischer Landgüter im heutigen Stadtgebiet sind bekannt. Die Villae Rusticae bestanden bis zu den Alemanneneinfällen gegen Ende des dritten Jahrhunderts (Limesfall). Das weitere Geschehen bis zur urkundlichen Ersterwähnung 450 Jahre später liegt noch im Dunkel der Geschichte. Alamannische und spätere fränkische Gräber, besonders im Bereich zwischen heutigem Sitz der Sparkasse und dem Bahnhof deuten auf eine fortbestehende Siedlung im Bereich des Stadtgebietes hin. Auch der Bau der Kirche im Kernbereich der ehemaligen Villa Rustica spricht für eine kontinuierliche Besiedlung, zumindest aber für eine bewusste Anknüpfung an die vorhergehende Ansiedlung.

FrühmittelalterBearbeiten

Nachdem die Franken das Gebiet der Alemannen erobert hatten, legten sie zur Sicherung der Verwaltung Königshöfe an. Ein solcher ist nun auch für Umstadt sicher. Von hier wurde die Umstädter Mark verwaltet, die nicht nur das gesamte heutige Stadtgebiet samt Stadtteilen umfasste, sondern auch die Gemeinden Otzberg, Höchst (Odw.), Breuberg und Schaafheim. Umstadt bestand zu diesem Zeitpunkt als Marktflecken mit Kirche und Grafensitz. Groß-Umstadt wurde im Jahre 741 erstmals urkundlich als Autmundisstat[2] erwähnt. Der Name Autmundisstat deutet auf eine Stätte des Autmundis (Edmund?) hin, andere Erklärungen versuchen, römische Namenstraditionen nachzuweisen: Autmundis = ad montes (an den Bergen), was die Topographie Umstadts aus Richtung Dieburg gesehen, beschriebe. 766 erlangt das Kloster Fulda den Besitz der Umstädter Mark, zu der auch Groß-Umstadt gehörte. 985 gibt es hier, urkundlich belegt, drei Kirchen, Mühlen und Weinberge, die dem Kloster gehören.

SpätmittelalterBearbeiten

 
Die Zehntorte im Amt Umstadt im 15. und 16. Jahrhundert mit ihren verschiedenen späteren Zugehörigkeiten
 
Das Wambolt'sche Wappen zwischen Nord- und Südbau des Wambolt’schen Schlosses in Groß-Umstadt

Im Rahmen des allgemeinen Aufschwungs im Hohen Mittelalter besitzt Umstadt seit mindestens 1263 Stadtrechte und wurde mit einer Stadtmauer versehen. Kleine Reste finden sich vor allem nordwestlich des Darmstädter Schlosses und können am Pfälzer Schloss nachverfolgt werden, die sich beide direkt an der Stadtmauer befanden.

Konrad IV. von Hanau hatte sich für seine Wahl zum Fürstabt des Klosters Fulda 1373 hoch verschuldet. Das hatte gleich nach seinem Regierungsantritt die Konsequenz, dass er versuchte, die eingegangenen Schulden aus dem Reichsstift Fulda zu refinanzieren. Schon 1374 verpfändet er deshalb die Veste Otzberg, die Stadt Hering und Anteile an der Stadt Umstadt für 23.875 fl. an seinen Neffen, Ulrich IV. von Hanau. Andere Teile wurden von der Kurpfalz übernommen, es entsteht ein Kondominat. Baulich dokumentiert sich das in zwei Schlossbauten: Das Hanauer Schloss, entstanden aus der ersten Wasserburg in der Nordostecke der Stadt und das Pfälzer Schloss in der Südwestecke. Dazwischen entstanden die Adelshöfe der Burgmannen. Davon überflügelte der Sitz der Familie Wambolt von Umstadt bald die beiden Schlösser der Stadtherren.

Frühe NeuzeitBearbeiten

 
Die Umstädter Elle am Rathaus, datiert 1604
 
Kupferstich von Matthäus Merian aus Band 5 „Topographia Palatinatus Rheni et Vicinarum Regionum“ der Topographia Germaniae erschienen 1645. Das Bild zeigt „Umbstatt

1504 eroberte Landgraf Wilhelm II. von Hessen, der Mittlere, im Landshuter Erbfolgekrieg und im Auftrag des römisch-deutschen Königs Maximilian I. die Stadt. Da in der Auseinandersetzung die Pfalz und das mit ihr verbündete Hanau unterlagen, hielt Wilhelm II. von Hessen die Stadt zunächst besetzt, und erst der Reichstag zu Worms 1521 klärte die Verhältnisse wieder. Das Ergebnis ist erneut ein Kondominat, diesmal zwischen Hessen und der Pfalz. Hanau schied aus, erhielt dafür 12.000 Gulden und mehrere Ortschaften aus der Zent Umstadt, nämlich Harpertshausen, Kleestadt, Langstadt und Schlierbach.[3]

Unter der gemeinsamen Herrschaft von Hessen und der Pfalz entwickelt sich bis kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg eine wirtschaftliche Hochblüte der Stadt. Ausdruck ist u. a. das bis heute erhaltene Rathaus, das ab 1596 erbaut wird und eine verstärkte militärische Befestigungsanlage zur Sicherung der Stadt. Die starke Befestigung mit Bastionen verhinderte zwar eine größere Zerstörung, doch litt die Bevölkerung unter Not und Entbehrungen in den Kriegswirren und der dadurch verbundenen Infrastruktureinbußen, nicht zuletzt auch durch die Bevölkerungsdezimierung der großen Pest der Jahre 1634 bis 1636[4] geriet die Stadtentwicklung ins Hintertreffen. Der bis dahin aufstrebende Verwaltungssitz Umbstatt steigt zu einer unbedeutenden ländlichen Kleinstadt ab.

Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs 1688 wird die Stadt im Dezember durch 600 Mann Dragoner unter Marquis von Barbistere kurzzeitig besetzt und verwüstet.[5]

19. JahrhundertBearbeiten

1802 übernahm die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt die Gesamtherrschaft über die Stadt. Im danach neu gegründeten Landkreis Dieburg war Umstadt die zweitbedeutendste Stadt: Es war Sitz zahlreicher Ämter und Schulen, des Umstädter Amtsgerichts, der Kreissparkasse und des Kreiskrankenhauses.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Groß-Umstadt:

»Umstadt (L. Bez. Dieburg) Stadt; auch Großumstadt; liegt an den Vorhöhen des Odenwaldes in einer Ebene, 2 St. von Dieburg, hat 2 Vorstädte und besteht aus 392 Häusern und 3050 Einw., unter welchen sich 2276 Luth., 360 Reform., 334 Kath. und 80 Juden, so wie 29 Staatsdiener, 74 Bauern, 391 Gewerbsleute und 76 Taglöhner befinden. Umstadt ist der Sitz des Landgerichts, des Ober–Einnehmers, des Rentamts, der Collektur und des Forstinspektors und besteht aus einer lutherischen, einer reformirten und einer katholischen Pfarrei. Die Hauptgebäude sind: 1) die Stadtkirche für die luth. und reform. Gemeinde; sie enthält viele alte Grabsteine der Wambolde, Schelme, Gansen etc.; 2) das Pfälzerschloß, vormals das fuldische Burghaus, in welchem oben das Landgericht und unten die kath. Kirche sich befindet; 3) das Darmstädter Schloß, jetzo die Wohnung des Rentamtmanns und des Ober–Einnehmers; 4) das von Wamboldische Schloß; 5) das von Curti`sche Schloß; 6) das Stadthospital, das schon 1451 vorkommt; 7) das Rathhaus. Man findet noch viele Gebäude, die durch ihre Wappen als Wohnungen des vormals hier sehr zahlreichen Adels sich ankündigen. Man findet hier eine Industrieschule, 8 Mahl– und 2 Lohmühlen, 2 Ziegelhütten und 8 Gerbehäuser. Unter den Handwerkern sind vorzüglich viele Leineweber und Rothgerber. Es wird viel Mohn gebaut und in neueren Zeiten sind viele Weinberge angelegt worden; die Steinbrüche liefern eine schlechte Sorte von rothen Sandsteinen. – In den Oberwaldungen sind noch Reste einer kleinen Burg, die den Wambolden von Umstadt gehörte, und ihr eigentliches Stammschloß seyn soll. Eine halbe Stunde von Umstadt lag der Ort Wächtersbach, der in der bairischen Fehde zerstört wurde und dessen Bewohner sich zu Umstadt anbauten. Jährlich werden 5 Märkte gehalten. – Die königlich fränkische Reichsvilla Autmundistatt, Omenestadt oder Ohmestatt erscheint 741. Zu dieser Zeit schenkte Carlomann die Kirche, oder eigentlich das Patronat von Umstadt dem Bisthum Würzburg, und 768 kam die Villa durch Pipins Schenkung an die Abtei Fulda. Zur Villa gehörten viele einzelne umliegende Güter, aus denen nach und nach Dörfer entstanden. Im 12. Jahrhundert gab die Abtei Fulda die eine Hälfte von Stadt und Schloß Umstadt den Herrn von Münzenberg zu Lehen, und nach deren Ausgang, 1255, behauptete sich Reinhard von Hanau, als ältester münzenbergischer Tochtermann, auch dabei, während die Grafen von Katzenellenbogen die fuldische Hälfte, sammt dem Vogteirecht, längere Zeit von Fulda zu Lehen trugen. Hanau blieb mit Fulda in ungetheilter Gemeinschaft, bis endlich Fulda, 1374, seine Hälfte an Umstadt und die Herrschaft Otzberg, um 23,875 fl. an Hanau verpfändete, und solche endlich 1390, nebst der Lehenbarkeit der Hanauischen Hälfte, mit Ausnahme des Kirchsatzes zu Umstadt, erb– und eigenthümlich an den Churfürsten Ruprecht den Aeltern von der Pfalz verkaufte. Bis zur erfolgter Lösung, 1427, blieb Hanau im alleinigen Besitz und nahm dann seine Hälfte von der Pfalz zu Lehen. In der bairischen Fehde, 1504, nahm Landgraf Wilhelm II. die Stadt weg, und blieb bis 1521 im ungetheilten Besitz, bis durch einen Vergleich die Stadt Umstadt Hessen und der Pfalz als gemeinschaftliches Eigenthum zufiel, während Hanau vom Churfürsten abgefunden wurde. Die Hessische Hälfte wurde wieder zwischen Darmstadt und Cassel getheilt, bis im 30jährigen Krieg, Darmstadt sowohl den Casselschen als Pfälzischen Antheil wegnahm. Jedoch setzte der Westphälische Frieden wieder alles in vorigen Stand. Cassel gab nun die Hälfte seines Antheils an Hessen Rheinfels; Pfalz hatte nun 48; Darmstadt 28; Cassel und Rheinfels 18 von Umstadt. Das letztere 18 kam 1668 durch Tausch an Darmstadt, welches 1705 auch den Casselschen Antheil erhielt. Darmstadt und die Pfalz besaßen nun die Stadt zu gleichen Theilen, welcher gemeinschaftliche Besitz aber, sowohl in politischer als kirchlicher Hinsicht, zu unzähligen Streitigkeiten Veranlassung gab. Endlich 1802 kam auch der pfälzische Antheil an Hessen.«[6]

Ab 1857 musste die Stadt zur Unterscheidung von Klein-Umstadt und Wenigumstadt die Bezeichnung „Groß-Umstadt“ tragen. Nach dem Anschluss an die Odenwaldbahn HanauMichelstadtEberbach siedelten sich zahlreiche Werkstatt- und Industriebetriebe in der Stadt an.

Von 1839 bis 1931 wurde intensiv Bergbau auf Schwerspat betrieben. Siehe auch: Liste von Bergwerken im Odenwald.

20. JahrhundertBearbeiten

1933 wählten 60 % der Umstädter die NSDAP, 1938 wurde die Synagoge geschändet und schließlich 1978 gegen den Willen von Ortsbeirat und Kreistag abgebrochen und in den Hessenpark verbracht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl an und stieg durch zahlreiche Eingemeindungen auf etwa 22.500. Eine große portugiesische Gemeinde[7] lebt in der Stadt und trägt zu den zahlreichen Festen bei. Die Stadt Groß-Umstadt fällt außerdem durch eine lebhafte Beteiligung der Bürger an Planungsprozessen und Stadtentwicklung (Bürgerhaushalt, lokale Umsetzung der Agenda 21) sowie durch ein reichhaltiges Vereinsleben auf.

EingemeindungenBearbeiten

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Wiebelsbach (am 31. Dezember 1971) und Raibach (am 1. April 1972) auf freiwilliger Basis nach Groß-Umstadt eingegliedert.[8] Am 1. Januar 1977 schlossen sich Groß-Umstadt und die Gemeinden Dorndiel, Heubach, Kleestadt, Klein-Umstadt, Richen und Semd auf Basis des Gesetzes zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt zur neuen Stadt Groß-Umstadt zusammen.[9][10] Für die Kernstadt Groß-Umstadt und die Stadtteile Dorndiel, Heubach, Kleestadt, Klein-Umstadt, Raibach, Richen, Semd und Wiebelsbach wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung errichtet. Die Grenzen der Ortsbezirke folgen den Gemeindegrenzen vom 30. Dezember 1971.[11]

Historische NamensformenBearbeiten

Historische Namensformen waren (in Klammern das Jahr der Urkunde):[12]

Autmundistat (741) Autmundisstat (766) Autmundisstat (773)
Autmundisstat (822) Omuntesstat (889) Ommuntestat (923)
Ohmestatt (1156) Unnestat, Vnnestat (1261) Unnestat (1288)
maior Omstat (1303) Omistat maior, Omestad (1314) Omstat (1322)
Grozen Omstadt (1329) Ombstad, Omstad (1427) Onstait (1460)
Grozen Omstadt (1451) Omstatt (1462) Ompstat (1465)
Umbstat (1473) Umstatt (1478) VVmbstatt (1547)
Vmbstatt (1556)

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Groß-Umstadt lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[12][13][14]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerstrukturBearbeiten

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Groß-Umstadt 20.699 Einwohner. Darunter waren 2150 (10,4 %) Ausländer von denen 1446 aus dem EU-Ausland, 519 aus anderen Europäischen Ländern und 185 aus anderen Staaten kamen.[15] Von den deutschen Einwohnern hatten 8,3 % einen Migrationshintergrund.[16] Die Einwohner lebten in 8702 Haushalten. Davon waren 2535 Singlehaushalte, 2494 Paare ohne Kinder und 2729 Paare mit Kindern, sowie 756 Alleinerziehende und 188 Wohngemeinschaften.[17]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Groß-Umstadt nach Stadtteilen gegliedert (Stand 2006)
  
Einwohnerentwicklung von Groß-Umstadt. Oben ab 800 bis 2017. Unten ein Ausschnitt ab 1871. Die in beiden Grafiken obere blaue Kurve gibt die Einwohnerentwicklung nach Eingemeindungen wieder.
Jahr Einwohnerzahl
(ohne Stadtteile)
800 100
985 200
1465 300
1565 400[18]
1604 1.000
1633 1.058[12]
1634 1.184[19]
1635 1.178[12]
1636 424[20]
1734 1.480
1816 2.780
Jahr Einwohnerzahl
(ohne Stadtteile)
1829 3.050[12]
1845 3.040[21]
1857 2.679[22]
1905 3.580
1910 3.746[21]
1939 3.880[12]
1945 4.500
1946 5.113[21]
1961 6.931[12]
1970 8.704[12]
1990 9.087
Jahr Einwohnerzahl
(nach Eingemeindungen)
(jeweils zum 31. Dez.)
1976 18.180[23]
1998 21.175
2000 21.403
2002 21.620
2004 21.724
2006 22.600
2008 22.187
2010 21.334[24]
2012 20.836
2016 21.058
2017 21.104

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

• 1829: 2276 lutheranische (= 74,62 %), 360 reformierte (= 11,80 %), 80 jüdische (= 2,62 %) und 334 katholische (= 10,95 %) Einwohner[6]
• 1961: 4840 evangelische (= 69,83 %), 1929 katholische (= 27,83 %) Einwohner[12]
• 2011: 10.160 evangelische (= 49,1 %), 5730 katholische (= 27,7 %), 170 orthodoxe (= 0,8 %), 290 andersgläubig (= 1,4 %), 4220 religionslose (= 20,4 %) Einwohner[25]

ErwerbstätigkeitBearbeiten

Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:[26]

Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 6.693 74.525 1.695.567 2.524.156
Veränderung zu 2000 +44,7 % +21,1 % +16,1 % +16,0 %
davon Vollzeit 2017 64,7 % 68,3 % 72,8 % 71,8 %
davon Teilzeit 2017 35,3 % 31,7 % 27,2 % 28,2 %
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 2017 1.516 15.305 224.267 372.991
Veränderung zu 2000 +52,7 % +14,4 % +9,0 % +8,8 %
Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 35,1 % 41,1 % 27,0 % 30,6 %
2017 28,0 % 31,3 % 20,4 % 24,3 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 20,8 % 26,1 % 26,4 % 25,1 %
2017 20,1 % 26,8 % 24,7 % 23,8 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 19,1 % 11,6 % 25,1 % 20,2 %
2017 22,1 % 17,1 % 31,6 % 26,1 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 23,6 % 18,8 % 20,1 % 22,5 %
2017 29,3 % 23,6 % 23,0 % 25,4 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 01,3 % 02,4 % 01,4 % 01,5 %
2017 00,8 % 00,5 % 00,3 % 00,4 %

ReligionenBearbeiten

 
Die Katholische St. Gallus Kirche von der Realschulstraße aus gesehen.
 
Renaissance-Rathaus

Die Stadt ist seit der Reformation größtenteils evangelisch. Durch das Kondominat war es lange in eine Evangelisch-lutherische (Hessen-Darmstadt) und eine reformierte (Pfalz) Kirche getrennt. Längst wieder unter dem Dach einer Kirche vereinigt, gehören ihre Mitglieder heute zur Evangelischen Kirche Hessen und Nassau. In der Stadt befindet sich der Sitz des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald. Es existieren Kirchengemeinden in Groß-Umstadt, Klein-Umstadt mit Raibach und Dorndiel, Kleestadt und Richen und in Semd. Das Diakonische Werk hat eine Außenstelle im Darmstädter Schloss.

Eine Evangelische Freikirche, die Ecclesia Gemeinde, befindet sich im Stadtteil Klein-Umstadt.

Im 18. Jahrhundert etablierte sich wieder eine kleine katholische Gemeinde. Mit den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit wurde die Stadt vielen Heimatvertriebenen zur neuen Heimat. Mit dem Zuzug vieler portugiesischer Mitbürger (etwa jeder achte Mitbürger der Stadt hat portugiesische Wurzeln) und Aussiedlern aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist wieder eine stabile größere katholische Gemeinde entstanden. Die Pfarrei St. Gallus gehört zum Bistum Mainz. Sie betreut die Kernstadt, sowie alle anderen Ortsteile außer Semd und Wiebelsbach, die einen eigenen Pfarrer haben. Daneben existiert eine Katholisch-Portugiesische Mission.

PolitikBearbeiten

StadtverordnetenversammlungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[27] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[28][29]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,5 15 43,6 16 42,4 16 45,4 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,7 8 23,8 9 28,1 10 34,2 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 13,2 5 15,5 6 9,2 3 10,5 4
BVG Bürgervereinigung Groß-Umstadt 16,6 6 13,5 5 17,5 7 10,0 4
FDP Freie Demokratische Partei 7,9 3 3,6 1 2,8 1
gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,4 % 50,3 % 46,2 % 51,4 %

Nach zehn Jahren grundsätzlicher Zusammenarbeit der SPD, stärkste Kraft im Stadtparlament, mit der CDU, wird die Stadt seit 2016 durch eine rot-grüne Koalition regiert. Der gewählte Stadtverordnetenvorsteher wird von der SPD Fraktion gestellt, seine fünf Stellvertreter werden jeweils durch ein Mitglied der im Stadtparlament vertretenen Fraktionen repräsentiert.[30]

MagistratBearbeiten

 
Bürgermeister Joachim Ruppert

Der Magistrat spiegelt die Sitzverhältnisse der Stadtverordnetenversammlung wider. Neben dem Bürgermeister (Joachim Ruppert, SPD) gehören dem Rat noch vier Mitglieder der SPD, zwei Mitglieder der CDU und je ein Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, der BVG und der FDP an.

Der Magistrat ist die Verwaltungsbehörde der Stadt. Sie besorgt nach den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der bereitgestellten Mittel die laufende Verwaltung der Gemeinde (Exekutive).

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2006 ist Joachim Ruppert (SPD) Bürgermeister der Stadt Groß-Umstadt. Er wurde am 14. August 2011 mit 85,1 % und am 20. August 2017 mit 79,2 % für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Liste der BürgermeisterBearbeiten

Wappen und FlaggeBearbeiten

 
Das Wappen der Stadt in Sandstein am Max-Planck-Gymnasium
Banner, Wappen und Hissflagge
   
 

Wappen

Blasonierung: „In Blau eine bezinnte silberne Mauer, einen Mittelturm und zwei achteckige Seitentürme, jeweils rot bedacht mit goldenem Kreuz und goldenen Knäufen. Zwischen den Türmen rechts das hanauische Wappen (drei rote Sparren in Gold) und links das fuldische Wappen (schwarzes Kreuz in Silber).“

Das Wappen wurde in seiner heutigen Form vom Heraldiker Heinz Ritt gestaltet.

Es basiert auf den ältesten bekannten Siegel der Stadt und zeigt die stilisierte Stadtmauer. Die kleinen Schilder zwischen den Türmen zeigen die frühere Zugehörigkeit des Amtes Umstadt zu Hanau und Fulda.

Flagge

Die Flagge wurde am 18. Mai 1984 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Flaggenbeschreibung: „Auf blauer Mittelbahn zwischen rot/weißen Randstreifen (rot jeweils außen) in der oberen Hälfte aufgelegt das Stadtwappen ohne Schildumrandung.“[31]

Meist wird jedoch eine Flagge verwendet, deren Randstreifen um das gesamte Flaggentuch laufen und das Wappen im Schild zeigt.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Zu den beiden schon länger existierenden Partnerstädten, die wie Groß-Umstadt vom Weinbau geprägt sind, kam eine am 17. September 2010 offiziell unterzeichnete weitere Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Dicomano hinzu:

  Saint-Péray, Frankreich, Département Ardèche, seit 1966
  Santo Tirso, Portugal, Região Norte, seit 1988[7]
  Dicomano, Italien, Metropolitanstadt Florenz, seit 2010[32]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Die Evangelische Stadtkirche in Umstadt
 
Blick in den Innenhof der Museumshofreite mit Blick zum Kuhstall, heute Gaststätte und Vortragsort des Museumsvereins

MuseenBearbeiten

An der Straße in den angrenzenden Stadtteil Raibach befindet sich der ehemalige Gruberhof, der als Heimatmuseum hergerichtet wurde und heute als das Museum und Kulturzentrum der Stadt auch Ort für lokale Veranstaltungen ist. Es wird vom Museums- und Geschichtsverein Groß-Umstadt e. V. betreut und ist eine kommunale Einrichtung.

BauwerkeBearbeiten

Direkt am historischen Marktplatz befindet sich das von 1596 bis 1605 erbaute Renaissance-Rathaus, sowie die auf den Fundamenten einer römischen villa rustica und Vorbauten der Merowinger und Karolinger erbaute evangelische Stadtkirche, deren Turm aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und der Hauptbau aus der Zeit von 1465 bis 1494 stammt, und mehrere Dutzend Einzeldenkmäler in und um die Kirche aufweist. In der Altstadt befinden sich neben zahlreichen Fachwerkhäusern noch sechs von ehemals sieben Schlössern oder Adelshöfen,[33] darunter das Wambolt'sche Schloss im Renaissancestil, das Darmstädter Schloss (ehemals Hanauisches Schloss genannt) mit geringen Resten einer Wasserburg sowie das Pfälzer Schloss (Erdgeschoss mittelalterlich, Obergeschoss von 1806) und das (1963 einem Erweiterungsbau des Gymnasiums gewichene) Curti-Schloss. Dazu zählen noch das Rodensteiner Schloss (auch Rodensteiner Hof genannt), der Heddersdorf'sche und der Gans'sche Adelshof.

Ehemalige SynagogeBearbeiten

Die 1874 eingeweihte Synagoge der Jüdischen Gemeinde wurde 1938 innen völlig verwüstet aber aus Angst vor Übergreifen des Feuers auf die Altstadt nicht angezündet. 1978 wurde das dann baufällige Gebäude der Synagoge gegen den Willen von Ortsbeirat und Kreistag abgebrochen. Ab 1983 wurde sie im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach wieder aufgebaut und konnte viele Jahre nur von Außen besichtigt werden. Nach einer Sanierung zeigt die ehemalige Synagoge heute in einer Ausstellung Jüdisches Leben im ländlichen Hessen in sechs Themenbereichen: Jüdisches Landleben, Glaube, Alltag, Jüdisches Erwerbsleben, Jüdische Kultur und den Bereich Emanzipation-Integration-Verfolgung. Die Ausstellung wurde vom Hessenpark in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut und dem Runden Tisch – Jüdisches Leben in Groß-Umstadt realisiert.

NaturBearbeiten

 
Das Naturdenkmal Hainrichsberg, ein Kleinwald aus Akazien, Esskastanien, Wacholder und Linden, von der Wein-Einzellage Am Herrnberg und einem Weinlehrpfad umgeben.

Das Naturdenkmal Gambseiche fiel im Juni 2019 einem Blitzschlag zum Opfer und musste gefällt werden.

SportBearbeiten

In Groß-Umstadt gibt es mehrere Sportvereine. In fast jedem Stadtteil gibt es einen aktiven Fußballverein. Überregional bekannt ist der TV Groß-Umstadt, dessen Männer-Handballmannschaft vor 2010 mehrere Jahre in der Handball-Regionalliga spielte, 2010/11 in der 2. Handball-Bundesliga und von 2011 bis 2017 in der 3. Liga spielte. Aktuell bildet der TV Groß-Umstadt und der TV Habitzheim eine Spielgemeinschaft, die MSG Groß-Umstadt/Habitzheim. Die erste Mannschaft spielt in der Oberliga Hessen.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

In Groß-Umstadt gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. Dazu gehören neben dem Winzerfest und dem Groß-Umstädter Bauernmarkt, der immer eine Woche vor dem Winzerfest stattfindet u. a. das Johannisfest, die Jazzparade und das Klassik Open Air und die Weihnachtsmärkte im Museumshof und zeitlich versetzt auf dem Marktplatz.[35]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Unternehmen und GeschäfteBearbeiten

Umstadt als Mittelzentrum hat viele mittlere und kleine Wirtschaftsbetriebe sowie eine rege Einzelhandelsszene mit meist inhabergeführten Geschäften. Im Gewerbegebiet an der Georg-August-Zinn-Straße liegen einige Großmärkte, ein Baumarkt und ein Medic-Center deren Kundenkreise auch aus dem weiteren Umland stammen. Ansässig ist u. a. die auch als Markenname bekannte Resopal GmbH. Das Testzentrum Technik & Betriebsmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft befindet sich am Rande der Stadt.

Die Hermes Logistik Gruppe hat in Groß-Umstadt ihre Niederlassung und Paketzentrum für den Großraum Darmstadt.[36]

EnergieBearbeiten

 
Windpark Binselberg aus nordöstlicher Richtung

Auf dem zum Stadtteil Klein-Umstadt gehörenden Binselberg befindet sich ein aus vier Windkraftanlagen bestehender Windpark. 1999 wurden zwei 97 Meter hohen Fuhrländer FL 1000 mit jeweils 1 MW Nennleistung in Betrieb genommen, die in einem durchschnittlichen Windjahr zusammen 2,9 Mio. kWh Strom erzeugen.[37] Zum Jahreswechsel 2010/2011 wurden diese beiden Anlagen um zwei jeweils 2 MW leistende Enercon E-82 ergänzt. Diese beiden Windkraftanlagen, die über eine Nabenhöhe von 138 Meter sowie einen Rotordurchmesser von 82 Metern verfügen, bis zur Rotorspitze also 179 Meter hoch sind, werden von HSE betrieben und erzeugen pro Jahr ca. 9 Mio. kWh elektrische Energie, entsprechend dem Stromverbrauch von 3000 Haushalten.[38]

In Heubach wird Hessens erste Tiefengeothermie-Anlage betrieben. Hierbei handelt es sich um ein staatlich gefördertes und wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt, zu dessen Grundsteinlegung u. a. die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich erschienen war. Die Gesamtkosten betrugen 700.000 Euro. Die Bohrung, die 800 Meter tief ist, wurde im Juni 2012 fertig gestellt und versorgt seit Anfang 2013 einen mittelständischen Industriebetrieb mit einer Produktions- und Bürofläche von ca. 7400 m² mit Erdwärme. In 800 Metern Tiefe ist das Gestein etwa 38 °C warm, zur Beheizung der Gebäude wird die Temperatur des in einem geschlossenen Kreislauf zirkulierenden Wassers mittels Wärmepumpen angehoben.[39][40][41] Die Jahresarbeitszahl liegt laut HSE bei überdurchschnittlichen 5,7; d. h. mit dem Einsatz einer kWh elektrischer Energie lassen sich 5,7 kWh thermischer Energie gewinnen. Damit liegt er Wirkungsgrad um ca. 40 % über dem durchschnittlicher Wärmepumpen und auch deutlich höher, als von HSE ursprünglich erwartet.[42]

VerkehrBearbeiten

SchienenverkehrBearbeiten

Groß Umstadt liegt an der hessischen Odenwaldbahn. Die Züge aus Richtung Frankfurt/Hanau halten an den Stationen Groß-Umstadt Wiebelsbach (Umsteigeknoten von/nach Darmstadt), Groß-Umstadt Mitte und Groß-Umstadt Klein-Umstadt und fahren weiter in Richtung Eberbach am Neckar. Zudem ist ein weiterer Haltepunkt Groß-Umstadt Nord geplant. Die Züge aus Richtung Darmstadt nach Eberbach halten am Umsteigepunkt Groß-Umstadt Wiebelsbach.

Linie Strecke Taktfrequenz
RE 85 Frankfurt – Hanau – Groß-Umstadt Wiebelsbach (– Erbach) Zweistundentakt
RB 86 Hanau – Groß-Umstadt Wiebelsbach stündlich (Mo–Sa und So nachmittags), zweistündlich (So vormittags)
RE 80 Darmstadt – Reinheim – Groß-Umstadt Wiebelsbach – Erbach Zweistundentakt (Mo–Fr)
RB 81 Darmstadt – Reinheim – Groß-Umstadt Wiebelsbach – Erbach (– Eberbach) Zweistundentakt
RB 82 Frankfurt – Darmstadt Nord – Reinheim – Groß-Umstadt Wiebelsbach – Erbach (– Eberbach) Zweistundentakt
 
Bahnhof Groß-Umstadt Wiebelsbach, Knotenpunkt der Odenwaldbahn

BusverkehrBearbeiten

Außerdem verbinden die Schnellbuslinien 671 und 681 Groß-Umstadt über das Semder Eck mit Dieburg und Darmstadt. Weitere Busverbindungen bestehen Richtung Schaafheim, Otzberg und Münster.

Groß-Umstadt und seine Stadtteile werden durch folgende Buslinien angebunden:

Linie Linienweg Bemerkungen
671 Wiebelsbach Sportplatz – Heubach – Groß-Umstadt – Dieburg – Darmstadt Hbf täglich
678 Wiebelsbach Sportplatz – Heubach – Groß-Umstadt – Lengfeld – Reinheim – Nieder-Ramstadt – Darmstadt Hbf täglich, Nachtbuslinie
GA Altheim – Richen – Groß-Umstadt Montag–Freitag, nur an Schultagen
GU1 Schaafheim – Klein-Umstadt – Groß-Umstadt – Otzberg-Lengfeld Bf – Habitzheim – Ober-Klingen täglich
GU2 Mömlingen– Wald-Amorbach – Dorndiel – Raibach – Groß-Umstadt – Semd – Dieburg täglich
GU3 Wiebelsbach Sonnenhof – Heubach – Groß-Umstadt täglich
X71 Wiebelsbach Sportplatz – Heubach – Groß-Umstadt – Darmstadt Hbf Montag–Freitag
X78 Semd – Klein-Zimmern – Groß-Zimmern – Darmstadt Hbf werktags

Außer der Buslinie 682 halten alle Linien an der Haltestelle „Groß-Umstadt Pfälzer Schloss“. Diese ist ein wichtiger Umsteigepunkt in Groß-Umstadt. An Wochenenden fahren ausschließlich die Linien 671 und 678. Alle Fahrten innerhalb von Groß-Umstadt und den Stadtteilen liegen in der Preisstufe 1 nach der Klassifizierung des RMV.

Die Linie K69 besteht seit August 2010 und bedient Groß-Umstadt und die Stadtteile Heubach und Wiebelsbach. Diese wurden zuvor von der Linie K68 bedient. Die Linien K67, K68 und K69 wurden im April 2018 umbenannt in die Linien GU1, GU2 und GU3. Die Umbenennung ging mit einem verbesserten Fahrtangebot in den Abendstunden und am Wochenende einher.[43]

StraßenverkehrBearbeiten

Die B 45 führt als Umgehungsstraße am Stadtgebiet von Groß-Umstadt vorbei und verbindet den Odenwald mit dem Rhein-Main-Gebiet. Die Stadt ist Teil der Deutschen Fachwerkstraße. Etwa vier Kilometer nordwestlich von Groß-Umstadt in Richtung Dieburg liegt die als autobahngleiche Schnellstraße ausgebaute B 26, die sich hier mit der B 45 kreuzt. Dadurch ist die Stadt auch an Darmstadt (Autobahnen A 67 und A 5) und Aschaffenburg (Autobahn A3) gut angebunden.

RadverkehrBearbeiten

Das Radwegenetz ist gut ausgebaut und beschildert. Alle Ortsteile mit Ausnahme von Raibach und Dorndiel sind mit Radwegen zu erreichen.

FeuerwehrBearbeiten

Freiwillige FeuerwehrBearbeiten

 
Das heutige Feuerwehrhaus in Groß-Umstadt

Die Geschichte der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Groß-Umstadt geht auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. 1874 angekündigt, gründete sich am 19. Juli 1875 die Freiwillige Feuerwehr Groß-Umstadt mit einer Mannschaftsstärke von 72 Mann. Zu dieser Zeit waren vier Spritzen im damaligen Spritzenhaus untergebracht, das sich in der heutigen Georg-August-Zinn-Straße an der Stelle des ehemaligen Amtsgerichts befand. Von 1879 bis 1880 wurde ein neues Spritzenhaus an anderer Stelle der Georg-August-Zinn-Straße erbaut. Über die Jahre wieder zu klein, wurde am 1. Juni 1957 das neue Feuerwehrhaus in der Pestalozzistraße bezogen und ist bis heute Standort. 1982 wurde das Feuerwehrhaus durch einen Anbau erweitert und somit zu einem Feuerwehrstützpunkt ausgebaut.[44] Der Fuhrpark besteht aus elf Einsatzfahrzeugen und drei Abrollbehältern (Stand Dez. 2015).[45] Mehr als 50 Einsatzkräfte sind in der FF der Kernstadt aktiv (Stand Dez. 2015).[46] Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist Groß-Umstadt ein Gefahrgutstützpunkt des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Das Einsatzkonzept des ABC-Zuges beinhaltet neben der FF der Kernstadt auch die Stadtteilfeuerwehren von Kleestadt, Klein-Umstadt und Wiebelsbach.[47]

Neben der Stadtmitte besitzen auch die Stadtteile von Groß-Umstadt eine eigene Freiwillige Feuerwehr.[48]

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Persönlichkeiten, die in der Stadt lebten oder wirktenBearbeiten

SonstigesBearbeiten

 
Zentrum von Groß-Umstadt von einem der Weinberge aus; im Hintergrund der Stadtteil Semd
  • Groß-Umstadt verfügt über eine lange Tradition im Weinbau (nachweislich mindestens seit dem 10. Jahrhundert). Die Stadt bezeichnet sich gerne als „Odenwälder Weininsel“ und gehört zum Weinanbaugebiet Hessische Bergstraße, Bereich Umstadt.
  • Eines der frühsten Kriegsdenkmäler zum Gedenken der Gefallenen und Kriegsschauplätze wurde 1462 an der Stadtkirche angebracht.
  • Eine der ersten Bürgerinitiativen in Südhessen verhinderte 1782 die Verunstaltung des Rathauses.
  • Im Dorf Semd (heute Teil von Groß-Umstadt) hielt sich ab 1800 oft und gerne der Räuber Schinderhannes auf. Dort pflegte er seine Beziehungen zu den Odenwald-, Spessart- und sogar zu den Wetterauer Gaunern und Räubern. Im Mai 1802 verprügelte der Schinderhannes im „Gasthof zum Engel“ in Semd den späteren Odenwald-Räuber Johann Adam Heusner, der 1814 in Darmstadt hingerichtet wurde.[49]
  • Die acht Stadtteile haben in Summe etwa die gleiche Einwohnerzahl wie die Kernstadt selbst.

LiteraturBearbeiten

nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet

  • Ursula Braasch-Schwersmann: Groß-Umstadt im südlichen Hessen – zur Entstehung und Entwicklung mittelalterlicher Städte. In: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 2/2019, S. 2–6.
  • 1250 Jahre Groß-Umstadt – die Erhaltung eines städtischen Denkmalensembles als Schwerpunkt-Thema der folgenden Publikation: Groß-Umstadt im südlichen Hessen – zur Entstehung und Entwicklung mittelalterlicher Städte (sowie 6 weitere Beiträge). In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Denkmalpflege & Kulturgeschichte. Band 2-2019. Landesamt für Denkmalpflege Hessen, 2019, ISSN 1436-168X, S. 1–37, Format A4.
  • Hans Rittmannsperger: Stadterneuerung Groß-Umstadt – Ziele und Maßnahmen. In: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 2/2019, S. 7–11.
  • Johannes Sommer: Das Renaissance-Rathaus in Groß-Umstadt. Eine Dokumentation zu Entstehung und Bewahrung des Bauwerks 1600–1991. (= Die Blauen Bücher). Königstein i. Ts. 1993, ISBN 3-7845-5800-3.
  • Johannes Sommer (Hrsg.): Dreizehn Jahrhunderte Kirche in Groß-Umstadt. Mit Beiträgen von H. M. Balz, Chr. Borck, J. Courtin, F. Krebs, M. Reith, S. Scholz, J. Sommer u. S. Volp. (= Die Blauen Bücher). Königstein i. Ts. 1993, ISBN 3-7845-5802-X.
  • Heinz Wionski: Stadterneuerung in Groß-Umstadt. Ein Fazit im Pfälzer Schloss. In: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 2/2019, S. 36f.


WeblinksBearbeiten

  Commons: Groß-Umstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Groß-Umstadt – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Urkunde Kaiser Ludwig des Frommen vom 19. Dezember 822, indem er zwei andere Urkunden an das Bistum Würzburg mit Kirchen und Landschenkungen durch seine Vorgänger Karlmann und Pippin III., vgl. Ludwig der Fromme, 822 dez. 19, Franconofurd: bestätigt der kirche von Wirzburg auf bitte des bi..., 822-12-19 und Karolingische Schenkungen an das Bistum Würzburg bestätigt
  3. Magistrat der Stadt Groß-Umstadt (Hrsg.): Ein Umstädter erzählt – Heimatforscher Georg Füßler und sein Umstadt. Geiger-Verlag, 1995.
  4. Umstädter Museums- und Geschichtsverein (Hrsg.): Das Umstädter Pestbuch – Die große Pest 1634–1636. Sighard Volp, Selbstverlag, 2005.
  5. Die Geschichte der Dynasten und Grafen zur Erbach und ihres Landes, G. Simon, Frankfurt am Main, 1858, Verlag und Druck Brönner, S. 442.
  6. a b Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg, Band 1. Oktober 1829, S. 248 (Online bei Google Books)
  7. a b Ausländerintegration: Katholisch, fleißig, jung Artikel in: Der Spiegel, 5. November 2005, abgerufen am 8. Januar 2017
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 355.
  9. K.-H. Gerstenmeier: Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen 1977, S. 231.
  10. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt (GVBl. II 330–334) vom 26. Juli 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 318, § 14 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  11. Hauptsatzung. (PDF; 97 kB) §; 5. In: Webauftritt. Stadt Groß-Umstadt, abgerufen im Mai 2019.
  12. a b c d e f g h i Groß-Umstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 23. Juli 2012). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 1. September 2012.
  13. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  14. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Grossherzogthums Hessen. Band 1. Darmstadt 1866, S. 43 ff. (online bei Google Books).
  15. Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Groß-Umstadt, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  16. Migrationshintergrund in %: Groß-Umstadt, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  17. Haushalte nach Familien: Groß-Umstadt, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  18. 1250 Jahre Groß-Umstadt 743-1993 Hrg.: Magistrat der Stadt, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, S. 297. Erste Pestwelle
  19. Bearbeiter: Sighard Volp Das Umstädter Pestbuch, Verlag Umstädter Museums- und Geschichtsverein, Druckverlag Lockay e.K. Reinheim, 2005, S. 142.
  20. Bearbeiter: Sighard Volp Das Umstädter Pestbuch, Verlag Umstädter Museums- und Geschichtsverein, Druckverlag Lockay e.K. Reinheim, 2005, S. 142 – Zweite Große Pestwelle von 1634–1636
  21. a b c 1250 Jahre Groß-Umstadt 743-1993 Hrg.: Magistrat der Stadt, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, S. 297.
  22. 1250 Jahre Groß-Umstadt 743-1993 Hrg.: Magistrat der Stadt, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, S. 297. - Auswanderungswelle von 1832–1860.
  23. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1977; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 15. Dezember 1976. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1976 Nr. 52, S. 2283, Punkt 1668 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 10,3 MB]).
  24. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 30. Juni 2010. (PDF; 552 kB) Hessisches Statistisches Landesamt, S. 11, archiviert vom Original am 7. Februar 2018; abgerufen am 7. Februar 2018.
  25. Religionszugehörigkeit: Groß-Umstadt, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  26. Gemeindedatenblatt: Groß-Umstadt. (PDF; 222 kB) In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH, abgerufen im Mai 2019.
  27. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  28. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  29. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  30. Webseite der Stadt Groß-Umstadt: Politik, abgerufen am 23. Mai 2016.
  31. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung einer Flagge der Stadt Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg vom 18. Mai 1984. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1984 Nr. 23, S. 1107, Punkt 542 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,9 MB]).
  32. Informationen (Memento vom 22. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) der Gemeinde Dicomano (in ital.) und Information der Stadt Groß-Umstadt zur neuen Partnerschaft
  33. Amelie Seck: „Einfach Lust drauf“. Die Sanierung des Wambolt’schen Schlosses in Groß-Umstadt schreitet voran. In: Monumente. Magazin für Denkmalkultur in Deutschland, Jg. 27 (2017), Heft 3, S. 28–29.
  34. Links mit Portalinschrift: aus 1. Mose 28,17: Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort. Hier ist nichts anderes als ein Gotteshaus, und dies ist die Pforte des Himmes. vgl. www.alemannia-judaica.de: Die Synagoge in Groß-Umstadt. Rechts daneben die Gedenkinschrift: Zu Ehren unserer jüdischen Mitbürger und zur Erinnerung an die Synagoge, die 1874 erbaut und am 9. Nov. 1938 durch Rassenwahn entweiht wurde.
  35. Darmstädter Echo. 11. Dezember 2015, S. 18.
  36. Hermes Verteilzentrum Darmstadt; abgerufen am 13. April 2018
  37. Windpark Binselberg. Abgerufen am 25. Dezember 2011.
  38. Windpark Binselberg. Internetseite der HSE. Abgerufen am 25. Dezember 2011.
  39. Geothermie in Heubach. Internetseite der HSE. Abgerufen am 25. Dezember 2011.
  40. Start der ersten Tiefenbohrung zur Nutzung von Erdwärme. In: FAZ, 22. Dezember 2011. Abgerufen am 25. Dezember 2011.
  41. Erdwärme aus fast 800 Meter Tiefe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Juni 2012. Abgerufen am 21. Juni 2012.
  42. Erste geothermische Tiefenbohrung in Hessen ist erfolgreich (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive). Pressemitteilung von HSE. Abgerufen am 26. Oktober 2013.
  43. Rhein-Main-Verkehrsverbund: Verbessertes Verkehrsangebot im Raum Dieburg, Münster, Groß-Umstadt, Otzberg, Eppertshausen und Schaafheim. In: rmv.de. Abgerufen am 29. Juli 2018.
  44. Autmundisstat – Beiträge zur Geschichte Umstadts, Band 4 2009/2010, Hrsg.: Museums- und Geschichtsverein Groß-Umstadt, HST Offsetdruck, Dieburg, S. 171–220.
  45. Einsatzabteilung – Fahrzeuge und Gerätschaften Website der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Umstadt. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
  46. Einsatzabteilung-Mannschaft Website der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Umstadt. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
  47. Autmundisstat – Beiträge zur Geschichte Umstadts, Band 4 2009/2010, Hrsg.: Museums- und Geschichtsverein Groß-Umstadt, HST Offsetdruck, Dieburg, S. 171–220.
  48. Rathaus und Bürgerservice, Bürgerservice – Feuerwehrsatzung (Pdf-Datei, 78 kB), Website der Stadt Groß-Umstadt. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
  49. P. Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon. Mainz-Kostheim 2003, S. 216.