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Grillo-Werke AG
Rechtsform AG
Gründung 1842
Sitz Duisburg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
  • Christian Ohm
Mitarbeiterzahl 1.455[2]
Umsatz 310,56 Mio. Euro[2]
Branche Metall- und Chemieindustrie
Website www.grillo.de
Stand: 30. September 2015

Ulrich Grillo, Vorstandsvorsitzender, Berlin 2013

Die Grillo-Werke AG ist ein international agierendes Familienunternehmen der Metall- und Chemieindustrie. Der Hauptsitz befindet sich in Duisburg, Nordrhein-Westfalen.

UnternehmenBearbeiten

An der Grillo-Werke AG, die im Jahr 2015 ca. 310 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftete sind, über 150 Gesellschafter beteiligt.[2] Die Grillo-Werke AG ist zu 87 % fremdfinanziert, wobei sich das Firmenvermögen auf 44 Mio. Euro beläuft.[3] Das Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen.[4] Durch eine latente Steuerlast seit 1999 (die sich um mehr als die Hälfte des Eigenkapitals der Grillo-Werke AG beläuft), stimmten die Kommunen zu, diese Schulden auf viele Jahre zu stünden um dem Unternehmen nicht die Existenzgrundlage zu nehmen.[5] Die Grillo-Werke AG ist ein Tochterunternehmen des Grillo Konzerns. Der Grillo Konzern der 637,85 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, befindet sich im Besitz der Kinder von Herbert Grillo, Gabriela und Rainer Grillo. Bei dem Tochterunternehmen des Grillo Konzerns, der Grillo-Werke AG, sind 150 Gesellschafter um Rainer und Gabriela Grillo (66 %), sowie Ulrich Grillo beteiligt. Ulrich Grillos Vater hielt unter 2 % der Anteile an den Grillo Werken.[6] Im Zuge seiner Ernennung als Vorstandschef des Gesamtkonzerns, erwarb Grillo einen nahe zu 10 % Anteil an der Grillo-Werke AG.[7] Die Kaufsumme belief sich auf knapp 6 Mio. Euro und wurde mit 1 Mio. Euro Eigenkapital getätigt.[8] Bis auf die Jahre 1988 bis 1994 standen und stehen immer Familienmitglieder an der Spitze des Unternehmens. An der Spitze stehen derzeit Gabriela und Ulrich Grillo.

GeschichteBearbeiten

Wilhelm Grillo gründete 1842 eine Eisenwarenhandlung in Mülheim an der Ruhr und 1848 ein Zinkwalzwerk in Duisburg-Neumühl. Das Unternehmen wuchs schnell zum größten Hersteller von Zinkhalbzeugen in Deutschland heran. 1855 errichtete Grillo in Oberhausen eine Produktionsstätte für hochweißes Zinkoxid, das sogenannte Zinkweiß. An diesem Standort betrieb er auch zwei Walzstraßen für Rohzink und eine Gaserzeugungsanlage. Das benötigte Rohzink erzeugte er ab 1881 in einer eigenen Hütte in Duisburg-Hamborn. Die dort anfallenden Schwefeldioxidgase wurden verkauft oder zu Schwefelsäure verarbeitet. Auch in den Bereichen Zinkweiß und SO2-Verkauf entwickelten sich die Unternehmen zu den größten in Deutschland.

1893 wurde aus den Werken eine Aktiengesellschaft für Zinkindustrie.

Im Zweiten Weltkrieg kam die Produktion zum Erliegen, sie wurden aber mit Ausnahme der Zinkhütte wieder aufgebaut.

Seit 1966 firmiert das Unternehmen unter der Bezeichnung Grillo-Werke AG. Ebenfalls 1966 entstand die 100-prozentige Tochter Rheinzink mit Sitz in Datteln.

1974 verlegten die Grillo-Werke ihren Hauptsitz ganz nach Duisburg-Hamborn und zogen sich damit vollständig aus Oberhausen zurück.

2016 vermeldet das Unternehmen einen Durchbruch bei der stofflichen Nutzung von Methan (vgl. C-H-Aktivierung). Hochreine Methansulfonsäure wird dabei durch die direkte Umsetzung von Methan mit Schwefeltrioxid gewonnen.[9] Das Verfahren („IP und Know How“) wurde 2019 an die BASF verkauft.[10]

KennzahlenBearbeiten

Das Unternehmen weist in seinen Kennzahlen[11] von 2013 folgende Daten aus:

  • Verarbeitet werden jährlich circa 170.000 Tonnen Zink- und zinkhaltige Entfallstoffe (das sind Abfälle aus der Eisen- und Stahlerzeugung), 90.000 Tonnen Schwefel, 100.000 Tonnen schwefelhaltige Entfallstoffe sowie 50.000 Tonnen anderer Chemikalien.
  • Hergestellt werden jährlich circa 160.000 Tonnen von Produkten aus metallischem Zink, 245.000 Tonnen Schwefelsäuren und Oleum, 110.000 Tonnen verflüssigtes Schwefeldi- und -trioxid, 105.000 Tonnen Natriumsulfit und -sulfat, 35.000 Tonnen Zinkoxide und -sulfat.

Die Grillo-Werke beschäftigten 2018 insgesamt 1.600 Mitarbeiter, davon entfielen über die Hälfte auf die Tochter Rheinzink.

Neben dem Stammsitz in Duisburg gibt es weitere Standorte in Frankfurt, Oker/Goslar sowie Frankreich, Belgien und Großbritannien.

Der Grillo Konzern ist untergliedert in die Geschäftsbereiche Metall, Chemie, Zinkoxid und Rheinzink. Zum Grillo-Konzern gehören zusätzlich die Unternehmen ASB Informationstechnik GmbH, Chemad GmbH, Grillo Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG, Hamborner Dach- und Fassadentechnik GmbH & Co. KG.

EinzelnachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten