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Griante ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Como, Region Lombardei. Sie gehört zur Comunità Montana del Lario Intelvese. Zur Gemeinde gehört das am See liegende touristische Zentrum, die Fraktion Cadenabbia.

Griante
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Griante (Italien)
Griante
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Koordinaten 46° 0′ N, 9° 14′ OKoordinaten: 46° 0′ 0″ N, 9° 14′ 0″ O
Höhe 250 m s.l.m.
Fläche 13 km²
Einwohner 637 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 49 Einw./km²
Postleitzahl 22011
Vorwahl 0344
ISTAT-Nummer 013113
Volksbezeichnung griantesi
Schutzpatron SS. Nabore e Felice (12. Juli)
Website Griante
Die Gemeinde Griante in der Provinz Como
Griante gesehn vom Bellagio
Cadenabbia
Griante Castello
Cadenabbia, Konrad Adenauer Denkmal

GeografieBearbeiten

Griante liegt direkt am Westufer des Comer Sees, rund 25 Kilometer nordöstlich von Como, zwischen Menaggio (im Norden) und Tremezzo.

Die Nachbargemeinden sind: Menaggio, Tremezzina und auf der gegenüberliegenden Seeseite Varenna (LC) und Bellagio.

Demographische EntwicklungBearbeiten

Daten von ISTAT

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1911 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2013 2017
Einwohner 705 678 715 871 1005 978 937 912 876 803 802 767 762 695 637
 

GeschichteBearbeiten

Der Name Griante soll vom keltischen Griant-tir (Land der Sonne) stammen, was auf eine Gründung im Jahre 500 v. Chr. hinweisen könnte. Goldmünzen und andere Geräte weisen auf römische Bewohner hin. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Siedlung 383, als ihm der Bischof von Como Reliquien der Heiligen Nabor und Felix anvertraute, die er vom heiligen Ambrosius erhalten haben soll. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde es während der Religionskriege zwischen Spanien und Frankreich um die Vorherrschaft in der Lombardei unter den Streifzügen von Söldnern (Bündner, lutherische Landsknechte) heimgesucht. Im 19. Jahrhundert hatten Reisende, Künstler und Aristokraten den Ort entdeckt. Stendhal schildert den Ort in einigen Passagen Der Kartause von Parma. Henry Wadsworth Longfellow widmete Cadenabbia mehrere Gedichte.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Pfarrkirche von Griante könnte jene Kirche gewesen sein, die im Jahr 383 erbaut wurde, um Reliquien der Heiligen Nabor und Felix aufzunehmen. Die heutige Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und enthält ein 1597 von Alessandro Maganza geschaffenes Leinwandgemälde, das die Himmelfahrt Maria darstellt.[2]
  • Die Wallfahrtskirche San Martino wurde vermutlich an der Stelle eines römischen Beobachtungsturms errichtet.[3]
  • Kirche San Rocco[4]
  • Anglikanische Kirche[5]
  • Die Villa Collina ist das wohl bekannteste Gebäude in Cadenabbia. Hier, wo sich Ende des 19. Jahrhunderts noch ein mittelalterlicher Turm erhob, verbrachte Konrad Adenauer seine Ferien.[6]
  • Villa Maresi[7]
  • Villa Margherita[8]
  • Villa il Giumello[9]
  • Villa Bonaventura, Architekt: Giacomo Mantegazza[10]
  • Konrad Adenauer Denkmal.

PersönlichkeitenBearbeiten

In der Burg von Griante starb 1521 Giovanni del Matto aus Brenzio, der eine Laufbahn als Söldner begann und dann als Seeräuber berüchtigt wurde.

Der Musikverlag Casa Ricordi besaß dort eine Villa (Villa Margherita), in der Giuseppe Verdi, mehrere Arien aus La traviata komponierte. Königin Victoria, Zar Nikolaus II., Kaiser Wilhelm II., Prinz Umberto von Savoyen verbrachten dort ihre Ferien, Konrad Adenauer, der dort zwischen 1957 und 1966 regelmäßig seinen Urlaub verbrachte und zum Ehrenbürger ernannt wurde.

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d'Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 291.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Cadenabbia Online
  • Griante auf tuttitalia.it/lombardia

WeblinksBearbeiten

  Commons: Griante – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten