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Greiselbach

Ortsteil der Gemeinde Wilburgstetten

Greiselbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Wilburgstetten im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Greiselbach
Koordinaten: 49° 0′ 41″ N, 10° 24′ 41″ O
Höhe: 447 (447–469) m ü. NHN
Fläche: 2,29 km²
Einwohner: 191 (25. Mai 1987)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 91634
Vorwahl: 09853
St. Stephanus

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Das Pfarrdorf liegt am Hasselbach. Im Osten grenzen die Waldgebiete Brunnenschlag und Weiltinger Forst an. Dort erheben sich der Greiselbacher Berg und der Rote Berg (524 m ü. NHN). Ansonsten ist der Ort unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Ca. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Abelensschlag.[2]

GeschichteBearbeiten

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde die Ruralgemeinde Greiselbach gebildet. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nördlingen[3] und im Anschluss (spätestens ab 1846) dem Landgericht Dinkelsbühl.[4] Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 2,292 km².[5] Im Zuge der Gebietsreform wurde diese am 1. April 1971 nach Wilburgstetten eingemeindet.[6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 128 126 139 133 123 124 136 155 139 135 123 109 98 107 117 104 92 98 86 150 152 135 132 194 191
Häuser[7] 21 26 25 26 25 23 25 27 52
Quelle [8] [4] [9] [9] [10] [9] [11] [9] [9] [12] [9] [9] [13] [9] [9] [9] [14] [9] [9] [9] [15] [9] [5] [16] [1]

BaudenkmälerBearbeiten

  • Greiselbach 13a: Gasthof und ehem. Brauerei Braunes Ross, zweigeschossiger giebelständiger Putzbau mit Satteldach, im Kern Fachwerk des 18. Jahrhunderts, bez. 1756 und 1887.
  • Greiselbach 16: Ehem. Schulhaus, zweigeschossiger massiver Walmdachbau mit Fachwerkdachreiter, bez. 1826.
  • Im Kirchlesranken 28: Evang.-Luth. Pfarrkirche, ehem. St. Stephan, sog. Wolfskirchlein, kleine Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem Chor, angefügter Sakristei und Dachreiter mit Zwiebelhaube, im Kern 15./16. Jahrhundert, 1668 durchgreifend erneuert; mit Ausstattung; Friedhofsmauer mit Grabsteinen, wohl noch spätmittelalterlich; Kirchenbrücke, einbogiger Bruchsteinbau, 16. Jahrhundert, 1850 renoviert.

VerkehrBearbeiten

Die B 25 führt an Oppersberg vorbei nach Fremdingen bzw. nach Wilburgstetten. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wolfsbühl.

LiteraturBearbeiten

  • August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 145–146.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Greiselbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 332 (Digitalisat).
  2. Greiselbach im BayernAtlas
  3. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 61 (Digitalisat).
  4. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 73 (Digitalisat).
  5. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 762 (Digitalisat).
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 448.
  7. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  8. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 31 (Digitalisat).
  9. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 167, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1001, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1165, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1098 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1163 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1200 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1036 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 172 (Digitalisat).