Hauptmenü öffnen

Gregor Schmidinger

Österreichischer Filmemacher und Drehbuchautor
Gregor Schmidinger, 2009.

Gregor Schmidinger (* 6. April 1985 in Linz) ist ein österreichischer Drehbuchautor und Regisseur. Er ist für seinen Spielfilm Nevrland (2019)[1][2] und seine Kurzfilme The Boy Next Door (2008) und Homophobia (2012) bekannt.

WirkenBearbeiten

Schmidinger studierte Digitales Fernsehen an der Fachhochschule Salzburg. Er schrieb seine Diplomarbeit über Transmedia Storytelling und ging dann nach Los Angeles, um Drehbuchschreiben an der University of California in Los Angeles zu studieren. Er ist Mitglied des Verbands österreichischer Drehbuchautoren.[3] Er ist LGBT-Aktivist.

FilmemacherBearbeiten

Schmidingers Filme setzen sich kritisch mit LGBT-Themen auseinander. Seine ersten Kurzfilme, The Boy Next Door (2008) und Homophobia (2012), haben zusammen mehr als 15 Million Aufrufe auf YouTube.[4] Eine Inspiration für Homophobia war der Selbstmord von Jamey Rodemeyer im Jahre 2011, der darauf zurückgeführt wurde, dass Rodemeyer für seine Homosexualität massivem Cyberbullying ausgesetzt war.[5][6]

Sein erster Spielfilm, Nevrland,[7][8] hatte Premiere auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken und wurde von den Kritiken gelobt. Schmidinger gewann den Preis der Jugendjury. Der Hauptdarsteller Simon Frühwirth gewann den Preis für besten Schauspielnachwuchs.[9][10] Nevrland ist die Geschichte von Jakob, einem Jugendlichen, der in einem Schlachthaus arbeitet, und mit einer Angststörung kämpft. Er trifft auf einer Cam-Chat-Sex-Seite den 26-jährigen Künstler Kristjan, eine Begegnung, die laut Saarbrücker Zeitung "die Tür zu einer Reise in die Tiefen der eigenen Phantasien und Ängste" öffnet."[11] Auch bei der Österreich-Premiere bei der Diagonale 2019 in Graz wurde der Film von Kritikern gelobt[12][13] und erhielt den Spezialpreis der Jury des Thomas-Pluch-Drehbuchpreises.[14]

FilmfestivalsBearbeiten

Schmidinger ist Mitgründer des Porn Film Festival Vienna. Ein Festival, das versucht Feminismus, genderqueerer Theorie, Kunst und Pornografie zusammenzubringen.[15][16][17]

FilmografieBearbeiten

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gregor Schmidinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Simon Hauck: Nevrland Filmkritik. Kino-Zeit. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  2. Wir sprechen mit Gregor Schmidinger über "Nevrland". 20. März 2019, abgerufen am 23. März 2019.
  3. Profile Gregor Schmidinger. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  4. Homophobia. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  5. Kurzfilm: Homophobie essen Seele auf, Queer.de. 18. Mai 2012. Archiviert vom Original am 27. August 2017. 
  6. Nolte, Astrid: Project Homophobia: A Progressive Way to Make Movie, Vangardist. Archiviert vom Original am 15. Oktober 2017. Abgerufen im 26. August 2017. 
  7. Österreichischer Film ist im Wettbewerb der Berlinale. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  8. Jenni Zylka: 40. Filmfestival Max Ophüls Preis: Immer nur Bewunderung. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  9. Max-Ophüls-Preis 2019: Auszeichnungen für österreichische Filme. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  10. Susanne Heinrich gewinnt Max Ophüls Preis für "Das melancholische Mädchen". SR.de. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  11. Thomas Reinhardt: Angstphantasien und Todesphantasien. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  12. Matthias Greuling: "Zu wenig Innovation und Mut". Abgerufen am 25. März 2019.
  13. Zwei Oberösterreicher begeisterten in Graz. Abgerufen am 25. März 2019.
  14. a b Thomas Pluch Drehbuchpreise 2019. Abgerufen am 22. März 2019.
  15. Lukas Matzinger: Wien, wie es wichst. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  16. Yasmin Vihaus: What is porn? Zwischen Kunst und Kopulation. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  17. Franz Lichtenegger: Wien bekommt sein erstes Pornofilmfestival. Abgerufen am 25. Februar 2019.