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Das Greenland Ice Core Project (abgekürzt: GRIP) war ein multinationales europäisches Projekt zur Erforschung des grönländischen Inlandseises. In den Jahren 1989 bis 1992 wurde der Eisschild in Zentralgrönland 73° N, 38° W bis in eine Tiefe von 3029 Metern erbohrt, wo man auf felsigen Grund stieß. Die ältesten Teile des Eisbohrkerns kommen aus einer Tiefe, in der das Eis ein Alter von mehr als 200.000 Jahren erreicht hat. Der Bohrkern kann Aufschluss über die Ökologie und Klimageschichte der letzten rund 100.000 Jahre geben, das ist der Bereich in dem der Kern ungestört und eindeutig datierbar ist.[1]

Organisiert wurde das Projekt von der Europäischen Wissenschaftsstiftung, die Finanzierung kam aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Island, Italien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union.

Die bodennahen Störungen motivierten die Durchführung des North Greenland Ice Core Project (NGRIP, 1999 bis 2003). Es konnte in einer Region in Nordgrönland, deren Boden ebener ist, einen 3085 m langen Eisbohrkern gewinnen (75° N, 43° W). Das Eis dieses Bohrkerns reicht ungestört 123.000 Jahre zurück, bis in die Eem-Warmzeit.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b North Greenland Ice Core Project members: High-resolution record of Northern Hemisphere climate extending into the last interglacial period. In: Nature. Oktober 2004, doi:10.1038/nature02805.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten