Hauptmenü öffnen

Grandfontaine JU

Gemeinde im Kanton Jura, Schweiz
JU ist das Kürzel für den Kanton Jura in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Grandfontainef zu vermeiden.
Grandfontaine
Wappen von Grandfontaine
Staat: Schweiz
Kanton: Jura (JU)
Bezirk: Porrentruyw
BFS-Nr.: 6792i1f3f4
Postleitzahl: 2908
Koordinaten: 562481 / 249257Koordinaten: 47° 23′ 35″ N, 6° 56′ 30″ O; CH1903: 562481 / 249257
Höhe: 529 m ü. M.
Fläche: 8,94 km²
Einwohner: 388 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 43 Einw. pro km²
Website: www.grandfontaine.ch
Karte
Etang du PâquisEtang GrosjeanEtang FourchuEtang du MilieuNeuf EtangEtang de LucelleFrankreichKanton BernKanton Basel-LandschaftDelémont (Bezirk)Bezirk FreibergeAlle JULa BarocheBasse-AllaineBeurnevésinBoncourt JUBonfolBure JUClos du DoubsCoeuveCornolCourchavonCourgenay JUCourtedouxDamphreuxFahyFontenaisGrandfontaine JUHaute-AjoieLugnez JUPorrentruyVendlincourtKarte von Grandfontaine
Über dieses Bild
ww

Grandfontaine ist eine politische Gemeinde im Distrikt Porrentruy des Kantons Jura in der Schweiz. Der frühere deutsche Name Langenbrunn wird heute nicht mehr verwendet.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Grandfontaine liegt auf 529 m ü. M., elf Kilometer westlich des Bezirkshauptorts Porrentruy (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich in einer Talmulde der westlichen Ajoie (deutsch Elsgau) an der Grenze zu Frankreich.

Die Fläche des 8,9 km² grossen Gemeindegebiets umfasst im zentralen Teil die weite Talmulde des Trockentals von Grandfontaine. Im Norden reicht das Gebiet auf die leicht gewellte Tafeljurahochfläche der Ajoie, die im Westen (ausserhalb der Schweiz) steil in das Talsystem des Gland abfällt. Nach Süden erstreckt sich die Gemeinde bis auf die bewaldeten Höhen von La Clef (644 m ü. M.) und Le Perchet, sowie in einem schmalen Zipfel über das Trockental von Réclère bis an den Nordhang von Roche d'Or, an dem mit 740 m ü. M. der höchste Punkt von Grandfontaine erreicht wird. Das Gebiet von Grandfontaine ist verkarstet und weist keine oberirdischen Fliessgewässer auf. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 30 % auf Wald und Gehölze und 65 % auf Landwirtschaft.

Zu Grandfontaine gehören mehrere Einzelhöfe. Die Gemeinde ist auf zwei Seiten von französischem Staatsgebiet umgeben. Nachbargemeinden von Grandfontaine sind Haute-Ajoie und Fahy im Kanton Jura sowie Abbévillers, Glay und Dannemarie in Frankreich.

BevölkerungBearbeiten

Mit 388 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) gehört Grandfontaine zu den kleineren Gemeinden des Kantons Jura. Von den Bewohnern sind 91,2 % französischsprachig und 8,5 % deutschsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Grandfontaine belief sich 1850 auf 471 Einwohner, 1900 auf 424 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl bis 1980 um weitere 28 % auf 306 Personen ab. Seither wurde wieder ein leicht steigender Trend verzeichnet.

WirtschaftBearbeiten

Grandfontaine ist dank der fruchtbaren Böden in der Umgebung noch vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Ausserhalb der Landwirtschaft gibt es im Dorf lokales Kleingewerbe, eine Sägerei und Herstellung von Uhrengehäusen. Viele Erwerbstätige sind aber Wegpendler und arbeiten in der Region Porrentruy.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwas abseits der Kantonsstrasse von Porrentruy über den Grenzübergang von Damvant nach Pont-de-Roide-Vermondans in Frankreich. Durch den Postautokurs auf der Strecke von Porrentruy nach Damvant, der einen Abstecher nach Grandfontaine macht, ist der Ort an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet von Grandfontaine war schon zur Römerzeit besiedelt, was die Funde von Münzen bestätigten. Der Ort wird 1136 erstmals als Granfontana erwähnt; der Name leitet sich von der grande fontaine, einer Karstquelle im Dorf, ab. Grandfontaine gehörte zur Herrschaft Roche-d’Or und kam gegen Ende des 15. Jahrhunderts an das Fürstbistum Basel. Das Dorf unterstand vom 16. bis zum 18. Jahrhundert dem Meieramt Chevenez. Drei Dorfbrände (1756, 1765 und 1785) richteten grosse Schäden an. Von 1793 bis 1815 gehörte Grandfontaine zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern und am 1. Januar 1979 an den neu gegründeten Kanton Jura.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Pfarrkirche Saint-Étienne steht an leicht erhöhter Stelle nördlich des Dorfkerns. Im Ortskern befinden sich noch einige charakteristische Bauernhäuser der Haute-Ajoie aus dem 19. Jahrhundert. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen ein Waschhaus und ein grosser Brunnen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Grandfontaine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.