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Der erfolgreichste Fahrer der Saison 1933: Tazio Nuvolari.

In der Grand-Prix-Saison 1933 wurde von der AIACR anders als in den beiden vorangegangenen Jahren kein Titel Grand-Prix-Europameisterschaft ausgeschrieben.

Die Saison wurde von Alfa Romeo dominiert. Tazio Nuvolari war nach seinem Titelgewinn 1932 erneut der bestimmende Fahrer. Er gewann sieben Grands Prix, zusammen mit seinem Beifahrer Decimo Compagnoni die Mille Miglia und zusammen mit Raymond Sommer das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Inhaltsverzeichnis

ReglementBearbeiten

Das Reglement wurde gegenüber 1932 kaum verändert. Lediglich die minimale Renndistanz für die Grandes Épreuves wurde auf 500 km festgeschrieben. Für die Grandes Épreuves kam die Formula Libre zur Anwendung, die nur geringe Restriktionen hinsichtlich Motorgröße, Fahrzeuggewicht, Kraftstoffverbrauch und -zusammensetzung machte. Die Mindestgröße der Motoren betrug 1100 cm³. Der erlaubte Kraftstoff musste handelsüblich sein, ihm durften maximal 30 % Benzol beigemischt werden. Als Wagen durften entweder zweisitzige Fahrzeuge mit einer Mindestbreite des Fahrgestells von 100 cm oder Monopostos mit einer Chassis-Mindestbreite von 80 cm eingesetzt werden. Es durfte nur ein Fahrer und kein Copilot oder Mechaniker an Bord sein, Fahrerwechsel waren nur in den Boxen erlaubt. Während der Boxenstopps durften neben dem Piloten nur zwei Mechaniker am Fahrzeug arbeiten.

RennkalenderBearbeiten

Die Saison bestand aus fünf Grandes Épreuves, zu denen die AIACR zum ersten Mal auch den Großen Preis von Monaco erhoben hatte. Diese Rennen genossen gegenüber den weiteren Veranstaltungen einige Privilegien. So wurde ihr Datum priorisiert festgeschrieben, was eine Planungssicherheit für die folgende Saison gewährleistete. Außerdem durfte an diesem Tag auch keine weitere internationale Veranstaltung stattfinden.

Beim Grand Prix von Monaco wurden dabei zum ersten Mal in Europa die Startpositionen mittels der Trainingszeiten bestimmt. Der Grand Prix de la Marne folgte diesem Beispiel.

Da der Titel Grand Prix in den vorangegangenen Jahren immer inflationärer genutzt wurde, sah sich die CSI gezwungen, festzulegen, dass sich nur noch die wichtigste Veranstaltung eines jeden Automobilklubs so nennen durfte.

Neben den Grandes Épreuves brachte die Saison 1933 zehn weitere wichtige internationale Rennen für Grand-Prix-Wagen hervor. Dies führte häufig zu unvermeidlichen Terminkollisionen zwischen den verschiedenen Veranstaltungen.

Grandes ÉpreuvesBearbeiten

Datum Rennen Strecke Sieger Statistik
1 23.04. Monaco  Großer Preis von Monaco Circuit de Monaco Italien 1861  Achille Varzi (Bugatti) Statistik
2 11.06. Frankreich  Großer Preis des ACF Autodrome de Linas-Montlhéry Italien 1861  Giuseppe Campari (Maserati) Statistik
3 09.07. Belgien  Großer Preis von Belgien Circuit de Spa-Francorchamps Italien 1861  Tazio Nuvolari (Maserati) Statistik
4 10.09. Italien 1861  Großer Preis von Italien Autodromo di Monza Italien 1861  Luigi Fagioli (Alfa Romeo) Statistik
5 24.09. Spanien Zweite Republik  Großer Preis von Spanien Circuito Lasarte Monaco  Louis Chiron (Alfa Romeo) Statistik

RennergebnisseBearbeiten

Grandes ÉpreuvesBearbeiten

Großer Preis von MonacoBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Achille Varzi Bugatti 3:27:49,4
2 Italien 1861  Baconin Borzacchini Alfa Romeo + 2:00,0
3 Frankreich  René Dreyfus Bugatti + 2:22,6

Distanz: 100 × 3,145 km = 314,480 km

Pole-Position: Achille Varzi, Bugatti

Schnellste Runde: Achille Varzi, Bugatti (1:59,0)

Der V Grand Prix de Monaco fand am 3. April auf dem 3,145 km langen Circuit de Monaco statt. Er war der erste der Grandes Épreuves der Saison 1933.

Während des Trainings verunglückte der deutsche Alfa-Romeo-Pilot Rudolf Caracciola schwer. Erst im Juli 1934 konnte er wieder an Rennen teilnehmen.

In der letzten Runde erlitt der Alfa Romeo des bis dahin führenden Tazio Nuvolari einen Defekt. Sein Mechaniker konnte Nuvolari noch als Dritten über die Ziellinie schieben, doch die Rennleitung disqualifizierte Nuvolari wegen dieses Manövers.

Großer Preis des ACFBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Giuseppe Campari Maserati 3:48:45,4
2 Frankreich  Philippe Étancelin Alfa Romeo + 0:52,0
3 Frankreich  George Eyston Alfa Romeo + 1 Runde

Distanz: 80 × 2,617 km = 209,360 km

Pole-Position: Earl Howe, Bugatti

Schnellste Runde: Giuseppe Campari, Maserati (5:23,0)

Der XIX Grand Prix de l'A.C.F. fand am 11. Juni auf dem Autodrome de Linas-Montlhéry zwischen Linas und Montlhéry statt.

Große Preis von BelgienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Maserati 4:09:11
2 Italien 1861  Achille Varzi Bugatti + 0:03:45
3 Frankreich  René Dreyfus Bugatti + 0:03:48

Distanz: 40 × 14,915 km = 596,600 km

Pole-Position: Louis Chiron, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Maserati (6:01)

Der IV Grand Prix de Belgique wurde am 9. Juli auf dem Circuit de Spa-Francorchamps ausgetragen.

Großer Preis von ItalienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Luigi Fagioli Alfa Romeo 2:51:41,0
2 Italien 1861  Tazio Nuvolari Maserati 0:40,2
3 Italien 1861  Goffredo Zehender PBM 3:03,2

Distanz: 50 × 10,000 km = 500,000 km

Pole-Position: Eugenio Siena, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Luigi Fagioli, Alfa Romeo (3:13,2)

Der XI Gran Premio d'Italia fand am 10. September auf dem Autodromo Nazionale Monza statt. Am selben Tag fand hier ebenfalls der Gran Premio di Monza statt.

Großer Preis von SpanienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Monaco  Louis Chiron Alfa Romeo 3:50:57,4
2 Italien 1861  Luigi Fagioli Alfa Romeo + 4:58,4
3 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti + 22:52,4

Distanz: 30 × 17,315 km = 519,500 km

Pole-Position: Juan Zanelli, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Maserati (6:41,2)

Der VIII Gran Premio de España fand am 24. September auf dem Circuito Lasarte bei San Sebastián statt.

Weitere Grands PrixBearbeiten

Grand Prix de PauBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti 2:54:06,8
2 Frankreich  Guy Moll Bugatti + 0:59,8
3 Frankreich  Philippe Étancelin Alfa Romeo + 1:17,4

Distanz: 75 × 2,834 km = 212,550 km

Pole-Position: Guy Moll, Bugatti

Schnellste Runde: Philippe Étancelin, Alfa Romeo (2:04,0)

Der II Grand Prix de Pau war der erste Saisonlauf 1933 und fand am 19. Februar auf dem 2,834 km langen Straßenkurs der französischen Stadt Pau statt. Während das Training noch bei klarem Wetter stattfand, schneite es am Renntag.

Großer Preis von TunesienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Alfa Romeo 3:29:15,4
2 Italien 1861  Baconin Borzacchini Alfa Romeo + 0:00,2
3 Italien 1861  Goffredo Zehender Maserati + 12:02,0

Distanz: 37 × 12,715 km = 470,455 km

Pole-Position: Frédéric Toselli, Bugatti

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Alfa Romeo (5:07,2)

Der V Grand Prix de Tunisie fand am 29. März auf dem 12,715 km langen Carthage Grand Prix Circuit statt.

Nach knapp dreieinhalb Stunden Rennzeit trennten gerade einmal 0,2 Sekunden die ersten beiden Fahrer.

Circuito di AlessandriaBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Alfa Romeo 1:02:21,4
2 Italien 1861  Carlo Felice Trossi Alfa Romeo + 0:04,0
3 Italien 1861  Antonio Brivio Alfa Romeo + 3:19,8

Distanz: 8 × 8,000 km = 64,000 km (Qualifikation); 15 × 8,000 km = 120,000 km (Finale)

Pole-Position: n/a

Schnellste Runde: Achille Varzi, Bugatti (1:59,0)

Am 30. April fand auf dem acht Kilometer langen Circuito Pietro Bordino im italienischen Alessandria der IX Circuito di Alessandria statt.

Das Rennen bestand aus zwei Qualifikationsrennen zu acht Runden und einem Finallauf zu 15 Runden. Die erste Qualifikation gewann Tazio Nuvolari, die zweite ging an Giovanni Minozzi. Im Finale konnte sich Tazio Nuvolari erneut durchsetzten.

Großer Preis von FinnlandBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Finnland  Karl Ebb Mercedes-Benz 1:03:18,7
2 Schweden  Carl-Gustaf Johansson Ford + 0:48,0
3 Schweden  Sven Olof Bennström Ford + 1:26,0

Distanz: 50 × 2,000 km = 100,000 km

Pole-Position: Karl Ebb, Mercedes-Benz

Schnellste Runde: Per-Viktor Widengren, Alfa Romeo (1:09,0)

Der II Eläintarhan ajot (Eläintarhan ajot) fand am 7. Mai auf einer Strecke im Eläintarha-Park in Helsinki statt. Am selben Tag wurde auch der Gran Premio di Tripoli ausgetragen.

Gran Premio di TripoliBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Achille Varzi Bugatti 2:19:51,4
2 Italien 1861  Tazio Nuvolari Alfa Romeo + 0:00,2
3 Vereinigtes Konigreich  Tim Birkin Maserati + 20:32,4

Distanz: 30 × 13,100 = 393,000 km

Pole-Position: Luigi Premoli, Maserati

Schnellste Runde: Achille Varzi, Bugatti (4:26,8)

Der VII Gran Premio di Tripoli fand am 7. Mai auf dem Autodromo della Mellaha statt. Henry „Tim“ Birkin verbrannte sich während eines Boxenstopps an einem Auspuff seinen Arm schwer. Er fuhr das Rennen dennoch zu Ende und kam als Dritter ins Ziel. Seine Brandwunde entzündete sich, vermutlich wegen unzureichender medizinischer Versorgung, und Birkin starb am 22. Juni 1933 an einer Blutvergiftung.

AVUS-RennenBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Achille Varzi Bugatti 1:25:24,4
2   Stanisław Czaykowski Bugatti + 0:00,2
3 Italien 1861  Baconin Borzacchini
Italien 1861  Tazio Nuvolari
Alfa Romeo + 5:31,4

Distanz: 15 × 19,573 km + 831 m Startgerade = 294,430 km

Pole-Position: Charly Jellen, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Stanisław Czaykowski, Bugatti (5:17,8)

Am 21. Mai fand das III AVUS-Rennen auf der Berliner AVUS statt.

Während des Trainings kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Mercedes-Benz-Pilot Otto Merz verunglückte auf der Geraden, etwa zwei Kilometer vor der Ziellinie. Sein Wagen hob bei wechselndem Straßenbelag von der Fahrbahn ab und schlug nach etwa 36 Metern auf der Straße auf, rutschte weiter und stieß gegen eine Straßenmarkierung aus Zement. Das Auto zerbarst, überschlug sich und blieb kopfüber liegen. Merz wurde aus dem Auto geschleudert und starb später im Hildegard-Krankenhaus, Charlottenburg.

Grand Prix de PicardieBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Frankreich  Philippe Étancelin Alfa Romeo 1:25:36,2
2 Frankreich  Raymond Sommer Alfa Romeo + 3:11,8
3 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti + 3:15,8

Distanz: 20 × 9,765 km = 195,300 km

Pole-Position: Philippe Étancelin, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Philippe Étancelin, Alfa Romeo (4:10,8)

Der IX Grand Prix de Picardie fand am 21. Mai südlich von Péronne statt.

Während des Trainings verunglückte Louis Trintignant, der Bruder des späteren Formel-1-Grand-Prix-Siegers Maurice Trintignant, tödlich. Im Rennen starb dann Guy Bouriat an den Folgen eines Unfalls.

EifelrennenBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Alfa Romeo 3:00:59
2 Deutsches Reich NS  Manfred von Brauchitsch Mercedes-Benz + 5:55
3 Italien 1861  Piero Taruffi Alfa Romeo + 8:10

Distanz: 15 × 22,810 = 342,150 km

Pole-Position: Tazio Nuvolari, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Alfa Romeo (n/a)

Das VI Eifelrennen 1933 fand auf der Nordschleife des Nürburgrings statt.

Die schnellste Rennrunde, offiziell gefahren von Tazio Nuvolari, konnte nicht exakt dokumentiert werden. Eine genaue Zeit existiert nicht.

Targa FlorioBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Antonio Brivio Alfa Romeo 6:35:06,2
2 Italien 1861  Renato Balestrero Alfa Romeo 20:46,4
3 Italien 1861  Guglielmo Carraroli Alfa Romeo 32:40,8

Distanz: 7 × 71,850 km = 503,000 km

Pole-Position: Intervallstart

Schnellste Runde: Baconin Borzacchini, Alfa Romeo (54:11,0)

Die XXIV Targa Florio fand am 28. Mai auf dem Piccolo circuito delle Madonie, Sizilien statt.

Von den 14 Wagen am Start waren elf von Alfa Romeo und drei von Bugatti.

Grand Prix des FrontièresBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Belgien  Willy Longueville Bugatti 1:20:32
2 Vereinigtes Konigreich  Clifton Penn-Hughes Alfa Romeo + 2:17
3 Belgien  Arthur Legat Bugatti + 3:27

Distanz: 15 × 10,870 km = 163,100 km

Pole-Position: n/a

Schnellste Runde: Willy Longueville, Bugatti (5:01,0)

Am 4. Juni fand der VIII Grand Prix des Frontières auf dem Circuit de Chimay im belgischen Chimay statt.

Trophée de ProvenceBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Frankreich  Marcel Jacob Bugatti 1:02:56,4
2 Frankreich  Ricardo Bernasconi Bugatti + 1:29,6
3 Frankreich  André Vagniez Maserati + 3 Runden

Distanz: 40 × 2,610 km = 104,400 km

Pole-Position: n/a

Schnellste Runde: n/a

Am 4. Juni fand auf dem Avenue Jean Jaures Circuit im französischen Nîmes die II Trophée de Provence statt. Am selben Tag wurde auch der Grand Prix de Nîmes auf derselben Strecke ausgetragen.

Grand Prix de NîmesBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Alfa Romeo 1:52:20,6
2 Frankreich  Philippe Étancelin Alfa Romeo + 0:58,8
3 Frankreich  Guy Moll Alfa Romeo + 1 Runde

Distanz: 80 × 2,617 km = 209,360 km

Pole-Position: Philippe Étancelin, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari und Philippe Étancelin, beide Alfa Romeo (1:22,0)

Am 4. Juni fand auf dem Avenue Jean Jaures Circuit in Nîmes der II Grand Prix de Nîmes statt. Es war der letzte Nîmes-Grand-Prix vor dem Zweiten Weltkrieg und zugleich das letzte Rennen auf der Streckenvariante Avenue Jean Jaures.

Großer Preis von LwiwBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Norwegen  Eugen Bjørnstad Alfa Romeo 3:40:28,0
2 Schweden  Per-Viktor Widengren Alfa Romeo + 3:56,8

Distanz: 100 × 3,041 km = 304,100 km

Pole-Position: Jan Kubiček, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Eugen Bjørnstad, Alfa Romeo (2:06,2)

Der Międzynarodowe Okrężne Wyścigi Automobilowe, Grand Prix Lwowa (Großer Preis von Lwiw) fand am 11. Juni im damals polnischen Lwiw (heute Ukraine) statt.

Neben Bjørnstad und Widengren kam lediglich ein weiterer Fahrer, Renato Balestrero, ins Ziel. Dieser konnte zwar als Zweiter die Ziellinie überqueren, wurde aber nach dem Rennen disqualifiziert, da er beim Nachtanken verbotenerweise den Motor laufen ließ. Da von den acht gestarteten Fahrern fünf nicht ins Ziel kamen und Balestrero disqualifiziert wurde, wurden nur zwei Fahrer gewertet.

Gran Premio de Penya RhinBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Chile  Juan Zanelli Alfa Romeo 1:35:38,3
2 Portugal  Vasco do Sameiro Alfa Romeo + 1:46,7
3 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti + 2:56,1

Distanz: 40 × 3,790 km = 151,600 km

Pole-Position: Esteban Tort, Nacional Pescara

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Alfa Romeo (2:13,1)

Der IV Gran Premio de Penya Rhin wurde am 25. Juni auf dem Circuit de Montjuïc in Barcelona ausgetragen.

British Empire TrophyBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1   Stanisław Czaykowski Bugatti 1:00:28,0
2 Vereinigtes Konigreich  Kaye Don Bugatti + 1:08,4
3 Vereinigtes Konigreich  Gerard Manby-Colegrave MG + 9:24,2

Distanz: 40 × 3,790 km = 151,600 km

Pole-Position: -

Schnellste Runde: n/a

Die II British Empire Trophy fand am 1. Juli auf der Rennstrecke von Brooklands statt.

Grand Prix de la MarneBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Frankreich  Philippe Étancelin Alfa Romeo 2:45:12,4
2 Frankreich  Jean-Pierre Wimille Alfa Romeo + 0:00,2
3 Frankreich  Raymond Sommer Alfa Romeo + 3 Runden

Distanz: 51 × 7,826 km = 399,100 km

Pole-Position: Marcel Lehoux, Bugatti

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Alfa Romeo (3:05,0)

Der VIII Grand Prix de la Marne wurde am 2. Juli auf dem Circuit de Reims-Gueux ausgetragen. Guy Moll wurde disqualifiziert, da Veränderungen an seinem Fahrzeug außerhalb der Boxengasse vorgenommen wurden.

Mannin MoarBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Brian E. Lewis Alfa Romeo 3:34:52
2 Vereinigtes Konigreich  Tim Rose-Richards Bugatti + 2:05
3 Vereinigtes Konigreich  George Eyston Alfa Romeo + 4:05

Distanz: 50 × 7,400 km = 370,000 km

Pole-Position: Brian E. Lewis, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Brian E. Lewis, Alfa Romeo (4:10,0)

Die I Mannin Moar wurde am 14. Juli auf dem Douglas Circuit in Douglas auf der Isle of Man ausgetragen.

Grand Prix de DieppeBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti n/a
2 Frankreich  René Dreyfus Bugatti n/a
3   Stanisław Czaykowski Bugatti n/a

Distanz: 48 × 8,050 km = 387,700 km (3 Stunden)

Pole-Position: W. Williams, Bugatti

Schnellste Runde: Marcel Lehoux, Bugatti (3:42,0)

Der V Grand Prix de Dieppe wurde am 15. Juli auf dem Circuit de Dieppe nahe der französischen Stadt Dieppe ausgetragen.

Coppa CianoBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Maserati 2:45:08,4
2 Italien 1861  Antonio Brivio Alfa Romeo + 8:11,4
3 Italien 1861  Giuseppe Campari Maserati + 9:00,0

Distanz: 12 × 20,000 km = 240,000 km (< 1100 cm³), 8 × 20,000 km = 160,000 km (> 1100 cm³)

Pole-Position: Secondo Corsi, Maserati

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Maserati (13:27,8)

Die VII Coppa Ciano fand am 30. Juli auf dem 20 km langen Circuito di Montenero in der italienischen Stadt Livorno statt.

Das Rennen wurde mit Wagen über 1100 cm³ und unter 1100 cm³ in zwei Kategorien gewertet. Den Sieg unter 1100 cm³ holte Nando Barbieri vor Guido Landi und Giuseppe Furmanik (alle Maserati).

Großer Preis von SchwedenBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Antonio Brivio Alfa Romeo 2:51:55
2 Vereinigte Staaten 48  Vereinigtes Konigreich  Whitney Straight Alfa Romeo + 02:48
3 Norwegen  Eugen Bjørnstad Alfa Romeo + 11:30
 
Der umgestürzte Wagen von Sven Olof Bennström

Distanz: 12 × 29,700 km = 356,400 km

Pole-Position: Börje Dahlin, Mercedes-Benz

Schnellste Runde: Antonio Brivio, Alfa Romeo (~13:51)

Der I Sveriges Sommar Grand Prix fand am 6. August auf der Rennstrecke von Norra Vram in Südschweden statt. Überschattet wurde das Rennen durch einen schweren Unfall in der ersten Runde, bei dem sieben Fahrzeuge ausschieden. Zwei Fahrer wurden in diesem Unfall schwer verletzt sowie ein Mechaniker tödlich.

Der genaue Unfallhergang kann nicht mehr einwandfrei rekonstruiert werden. Es wird davon ausgegangen, dass etwa vier Kilometer nach dem Start die Fahrzeuge der beiden führenden Piloten, Börje Dahlin und Sven Olof Bennström, zu schnell in die dortige Kurve einbogen. Dabei verloren die Fahrzeuge die Haftung und drehten sich von der Strecke. Dahlins Mechaniker, Erik Lafrenz, wollte laut Zeugenaussagen schnell zu Dahlins Mercedes-Benz SSK, wurde von Bennströms Ford überrollt und blieb tödlich verletzt mitten auf der Straße liegen. Bennström selbst überschlug sich bei dem Ausweichmanöver, wurde aus dem Auto geworfen und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Der Ford blieb kopfüber neben der Strecke nahe einem dort stehenden Haus liegen. Dahlins Mercedes-Benz selbst schoss über die Strecke hinaus und raste in ebendieses Haus. Austretendes Benzin aus dem verunglückten Ford entzündete sich, und das Feuer griff kurze Zeit später auf das Haus über. Der Finne Asser Wallenius versuchte der Karambolage auszuweichen, kam von der Strecke ab und überschlug sich. Wallenius wurde aus dem Fahrzeug geworfen und brach sich eine Hand und verletzte sich schwer am Rücken.

Nach knapp drei Stunden gewann Antonio Brivio das tragische Rennen.

Grand Prix de NiceBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Tazio Nuvolari Maserati 2:56:17,6
2 Frankreich  René Dreyfus Bugatti + 1:29,6
3 Frankreich  Guy Moll Alfa Romeo + 1 Runde

Distanz: 95 × 3,214 km = 305,300 km

Pole-Position: Tazio Nuvolari, Maserati

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Maserati (1:47,0)

Der II Grand Prix de Nice wurde am 6. August auf dem Circuit de la Promenade des Anglais im französischen Nizza ausgetragen.

Grand Prix de La BauleBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  W. Williams Bugatti 1:25:14,2
2 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti + 0:31,8
3 Frankreich  Benoît Falchetto Bugatti + 3:52,8

Distanz: 68 × 3,000 km = 204,000 km

Pole-Position: n/a

Schnellste Runde: W. Williams, Bugatti (n/a)

Der IX Grand Prix de La Baule wurde am 13. August auf dem Aerodrome Escoublac La Boule im französischen La Baule-Escoublac ausgetragen.

Am Start waren sowohl Wagen mit 2000 cm³ als auch solche, die für die Formula Libre konstruiert waren.

Coppa AcerboBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Luigi Fagioli Alfa Romeo 2:09:09,6
2 Italien 1861  Tazio Nuvolari Maserati + 2:26,0
3 Italien 1861  Piero Taruffi Maserati + 2:29,2

Distanz: 12 × 25,554 km = 306,648 km

Pole-Position: Giuseppe Campari, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari, Maserati (10:31,8)

Am 15. August war der Circuito di Pescara Austragungsort für die IX Coppa Acerbo.

In der zehnten Runde traf ein Vogel den Kopf des französischen Bugatti-Piloten René Dreyfus. Stark benommen konnte er seinen Wagen aber noch zum Stehen bringen.

Grand Prix du CommingesBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Italien 1861  Luigi Fagioli Alfa Romeo 2:41:01,4
2 Frankreich  Jean-Pierre Wimille Alfa Romeo + 1:52,6
3 Frankreich  Guy Moll Alfa Romeo + 4:36,6

Distanz: 35 × 11,005 km = 385,175 km

Pole-Position: Jean-Pierre Wimille, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Luigi Fagioli, Alfa Romeo (4:29,0)

Der IX Grand Prix du Comminges wurde am 20. August auf dem Circuit du Comminges abgehalten.

Großer Preis von MarseilleBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Monaco  Louis Chiron Alfa Romeo 2:49:15,2
2 Italien 1861  Luigi Fagioli Alfa Romeo + 1:10,8
3 Frankreich  Guy Moll Alfa Romeo + 2 Runden

Distanz: 100 × 5,049 km = 504,900 km

Pole-Position: Tazio Nuvolari, Maserati

Schnellste Runde: Tazio Nuvolari und Goffredo Zehender, beide Maserati (1:32)

Der II Grand Prix de Marseille fand am 27. August auf dem Circuit de Miramas unweit von Marseille statt.

Überschattet wurde der Grand Prix vom schweren Unfall des 26-jährigen Schweizers Baron Horst von Waldthausen. In einer schnellen Kurve platzte ein Reifen seines Alfa Romeos. Der Wagen überschlug sich, von Waldthausen wurde aus dem Cockpit geworfen und zog sich schwere Verletzungen an den Beinen und Schultern zu. Horst von Waldthausen starb später im Krankenhaus an inneren Verletzungen.

Grand Prix d’AlbiBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweiz  Louis Braillard Bugatti 1:25:19,6
2 Vereinigte Staaten 48  Vereinigtes Konigreich  Whitney Straight Maserati 0:05,4
3 Frankreich  Benoît Falchetto Bugatti 0:48,4

Distanz: 22 × 9,335 km = 205,370 km

Pole-Position: Whitney Straight, Maserati

Schnellste Runde: Whitney Straight, Maserati (3:44)

Der I Grand Prix d’Albi fand am 27. August auf dem Circuit des Planques statt.

Gran Premio di MonzaBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Frankreich  Marcel Lehoux Bugatti 21:17,0
2 Frankreich  Guy Moll Alfa Romeo + 0:03,2
3 Italien 1861  Felice Bonetto Alfa Romeo + 0:11,2

Distanz: 14 × 4,500 km = 63,000 km (Qualifikation); 14 × 4,500 km = 63,000 km (Rennen, geplant: 22 Runden)

Pole-Position: Whitney Straight, Maserati

Schnellste Runde: Pietro Ghersi, Alfa Romeo (1:26,2)

Der VI Gran Premio di Monza fand am 10. September auf dem Autodromo Nazionale Monza statt. Dieses Rennen ging mit drei tödlichen Unfällen als „Schwarzer Tag von Monza“ in die Geschichte ein.

Im dritten Qualifikationsrennen kam es zu einem Unfall zwischen Giuseppe Campari und Baconin Borzacchini. Campari geriet auf einem Ölfleck ins Schleudern und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Der ihm folgende Borzacchini konnte dem Wrack nicht mehr ausweichen. Beide Fahrer starben noch an der Unfallstelle. Das Rennen wurde abgebrochen und nach den Aufräumarbeiten neu gestartet. Erneut gab es einen fatalen Unfall, dem der polnische Rennfahrer Stanisław Czaykowski zum Opfer fiel.

Masaryk Grand PrixBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Monaco  Louis Chiron Alfa Romeo 4:50:22,8
2 Italien 1861  Luigi Fagioli Alfa Romeo + 4:38,0
3 Frankreich  Jean-Pierre Wimille Alfa Romeo + 9:36,2

Distanz: 17 × 29,142 km = 495,400 km

Pole-Position: Louis Chiron, Alfa Romeo

Schnellste Runde: Luigi Fagioli, Alfa Romeo (15:21)

Der IV Masarykuv Okruh fand am 17. September auf dem Masaryk-Ring nahe Brünn statt. Louis Chiron konnte dieses Rennen zum dritten Male hintereinander gewinnen.

Donington Park TrophyBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Earl Howe Bugatti 43:06,0
2 Vereinigtes Konigreich  Lindsay Eccles Bugatti + 0:45,0

Distanz: 20 × 3,518 km = 70,350 km

Pole-Position: „T.A.S.O.“ Mathieson, Bugatti

Schnellste Runde: Earl Howe, Bugatti (2:06,6)

Die I Donington Park Trophy fand am 7. Oktober im Donington Park statt.

Es waren von nur acht gemeldeten Fahrern lediglich drei am Start, von denen auch nur zwei ins Ziel kamen.

Mountain ChampionshipBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigte Staaten 48  Vereinigtes Konigreich  Whitney Straight Maserati 9:31,2
2 Italien 1861  Piero Taruffi Bugatti + 0:02,8
3 Vereinigtes Konigreich  Brian E. Lewis Alfa Romeo + 0:12,2

Distanz: 10 × 1,883 km = 18,830 km

Pole-Position: -

Schnellste Runde: Whitney Straight, Maserati und Piero Taruffi, Bugatti (2:06,6)

Die III Mountain Championship fand am 21. Oktober in Brooklands statt.

Winter-Grands-PrixBearbeiten

Großer Preis von SchwedenBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweden  Per-Viktor Widengren Alfa Romeo 4:27:32,0
2 Schweden  Carl-Gustaf Johansson Alfa Romeo + 4:15,2
3 Schweden  Sven Olof Bennström Ford + 12:52,9

Distanz: 8 × 46,250 km + 1,050 km Startgerade = 371,950 km

Pole-Position: Karl-Gustav Sundstedt, Bugatti

Schnellste Runde: Per-Viktor Widengren, Alfa Romeo (30:49,3)

Der III Sveriges Vinter Grand Prix fand am 26. Februar im schwedischen Rämen statt.

Svenska IsloppetBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutsches Reich  Paul Pietsch Alfa Romeo 28:49,2
2 Deutsches Reich  Herbert Wimmer Bugatti + 1:03,2
3 Norwegen  Eugen Bjørnstad Alfa Romeo + 2:21,6

Distanz: 10 × 5,200 km = 52,000 km (2 Durchgänge in Addition)

Pole-Position: Tore Wistedt, MG (1. Durchg.); Axel Karlsson, Buick (2. Durchg.)

Schnellste Runde: Paul Pietsch, Alfa Romeo (2:48,0)

Das III Svenska Isloppet fand am 5. März im schwedischen Hemfjärden statt.

VerweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • G. N. Georgano: The Encyclopaedia of Motor Sport. Ebury Press and Michael Joseph, London 1971. ISBN 0-7181-0955-4

WeblinksBearbeiten