Hauptmenü öffnen

Unter Gradieren versteht man die Erhöhung des (Koch-)Salzgehalts in einer Sole im Gradierwerk durch natürliches Verdunsten mittels Wind und Sonne. Auf diese Weise spart man Heizenergie beim anschließenden Sieden der Sole zur Salzgewinnung.

Im Salinenwesen des 19. Jahrhunderts bezeichnete „Grad“[1] den Salzgehalt einer Sole, der mit einer speziellen Salzwaage bestimmt werden konnte. „Gradieren“[2] bedeutete dann die Steigerung dieses Salzgehalts im Verlauf des Verarbeitungsprozesses.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grad, m. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 8: Glibber–Gräzist – (IV, 1. Abteilung, Teil 5). S. Hirzel, Leipzig 1958, Sp. 1660 (woerterbuchnetz.de).
  2. Gradieren. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 8: Glibber–Gräzist – (IV, 1. Abteilung, Teil 5). S. Hirzel, Leipzig 1958, Sp. 1687 (woerterbuchnetz.de).