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Grabow-Below

Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern
Dorfanger Grabow

Grabow-Below war bis Mai 2019 eine Gemeinde im Südwesten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland), die dann in der Gemeinde Eldetal aufging. Sie wurde vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

In Grabow-Below leben 103 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2017[1]) auf einer Fläche von 13,55 km². Die Postleitzahl ist 17209, ihre Telefonvorwahl 039925. Grabow-Below liegt am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg, die hier der Fluss Dosse markiert. Das obere Dossetal wird von vielen Entwässerungsgräben durchzogen. Unmittelbar östlich des Teilortes Below dehnt sich die Wittstock-Ruppiner Heide aus. Die Stadt Röbel/Müritz ist etwa 18 Kilometer entfernt, die brandenburgische Stadt Wittstock/Dosse 17 Kilometer.

GeschichteBearbeiten

Die wahrscheinlich ursprünglich slawisch besiedelte Ortschaft Grabow – ein häufig vorkommender Ortsname (vom altslawischen grabu = „Hainbuche“) – wurde 1344 in einer Belehnungsurkunde genannt. Während in Grabow die Gutsbesitzer häufig wechselten, war der Teilort Below ritterschaftlicher Besitz. Below war ab 1840 Sitz der Städtischen Försterei der Stadt Wittstock.

1957 wurden die etwa drei Kilometer voneinander entfernten Teilorte Grabow und Below zur Gemeinde Grabow-Below zusammengeschlossen. Zum 26. Mai 2019 fusionierte Grabow-Below mit Massow, Wredenhagen und Zepkow zur neuen Gemeinde Eldetal.[2] Letzter Bürgermeister war Ilgen Wegener.

DenkmaleBearbeiten

 
Dorfkirche in Grabow

BaudenkmaleBearbeiten

Die Grabower Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Gotthilf Ludwig Möckel im neogotischen Stil errichtet. Der Chor wird durch ein halbes Oktogon gebildet und hat drei Rundbogenfenster. Der durch einen Blitzschlag zerstörte Kirchturm wurde 1899 erneuert, das Dach 1999. Die Friedhofsmauer wurde 1992 nach historischem Vorbild als Trockenmauerwerk wieder aufgebaut.

TodesmarschgedenkstättenBearbeiten

Südlich von Below befindet sich im Stadtforst von Wittstock/Dosse die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald in Trägerschaft der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für die Opfer des Todesmarsches des KZ Sachsenhausen 1945.

Auf dem Dorffriedhof wurde 1946 eine Ehrengrabanlage geschaffen für 132 umgekommene KZ-Häftlinge. In den Ortsteilen Below und Grabow wurden an der Dorfstraße je eine von insgesamt 120 an der Marschroute angebrachten Informationstafeln aufgestellt.

VerkehrBearbeiten

Grabow-Below liegt abseits der überregionalen Straßenverbindungen. Die Bundesautobahn 19 (BerlinRostock) führt zwar zwischen Below und Grabow hindurch, die Autobahn-Anschlussstellen Röbel und Wittstock sind jedoch fast 20 Kilometer entfernt. Von der Bundesstraße 198 erreicht man Grabow-Below über Wredenhagen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Wittstock/Dosse.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Grabow-Below – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten