Gründeln (englisch: dabbling) bezeichnet die Nahrungsaufnahme vom Boden eines Gewässers, hauptsächlich bei Wasservögeln, etwa Enten und Schwänen.

Gründelnde Stockenten
Ein Höckerschwan-Paar beim Gründeln

Dabei tauchen die Vögel nicht komplett unter, sondern kippen vorne über, so dass Kopf und Hals unter Wasser sind, während der Körper noch auf dem Wasser schwimmt. Mit dem Schnabel suchen sie dann den Grund nach Nahrung ab oder sieben aus dem Schlamm die Nahrung heraus. Bei Schwänen ist der besonders lange Hals dafür vorteilhaft, mit dem sie auch in tieferem Gewässer noch den Grund erreichen können.

Bei einigen Fischarten, die mit dem Maul den Boden nach Nahrung durchsuchen, spricht man ebenfalls vom Gründeln. Im Gegensatz zu den Vögeln bleiben die Fische dabei jedoch naheliegenderweise völlig untergetaucht.

TriviaBearbeiten

Das Verhalten – beispielsweise der Stockenten (siehe Abbildung rechts oben) – wird im Kinderlied Alle meine Entchen beschrieben: „Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh'.“

LiteraturBearbeiten

  • Andrea Mertiny: Natur erforschen und schützen. Was ist was, Bd. 68, Tessloff, München 2006, ISBN 3-7886-04085, S. 25–26.
  • Andreas B. Lindner: Goldfische im Kaltwasseraquarium. Lulu.com, 2013, ISBN 978-1-291-26879-9, S. 16.
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