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Gottlieb Jonathan Winter (* 30. Mai 1810 in Heilbronn; † 9. Januar 1886 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Jurist und Politiker.

LebenBearbeiten

Als Sohn eines Buchhändlers geboren, studierte Winter nach dem Besuch des Gymnasiums in Heidelberg Rechtswissenschaften in Heidelberg und Jena. Während seines Studiums wurde er 1828 Mitglied der Alten Heidelberger Burschenschaft und 1831 der Jenaischen Burschenschaft (später Arminia). 1834 machte er sein Examen. Im selben Jahr wurde er wegen seiner Teilnahme an der Burschenschaft zu 6 Monaten Festungshaft verurteilt. Von 1834 bis 1836 war er Volontär beim Oberamt Heidelberg und wurde nach weiteren Stationen in Neckargemünd, Pforzheim, Bretten, Bruchsal und Müllheim 1844 Amtmann. Von 1848 bis 1849 war er Amtsvorstand am Bezirksamt Waldkirch und ging dann für kurze Zeit als Hilfsbeamter ans Hofgericht der Regierung des Oberrheinkreises, bevor er bis 1859 Amtsvorstand und Oberamtmann beim Bezirksamt Lörrach wurde. Im Anschluss war er Amtsvorstand beim Bezirksamt Lahr und wurde 1861 Stadtdirektor. Von 1864 bis 1865 war er Stadtdirektor und Amtsvorstand beim Bezirksamt Freiburg im Breisgau. Von 1865 bis 1866 war er Ministerialrat und Landeskommissär für die Kreise Konstanz und Villingen in Villingen, dann bis 1877 Landeskommissär für die Kreise Freiburg, Lörrach und Offenburg. Von 1869 bis 1870 war er für die Nationalliberale Partei Abgeordneter der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung. 1877 wurde er Geheimer Rat 3. Klasse und ging in den Ruhestand.

EhrungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 6: T–Z. Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 327–328.
  • Wolfram Angerbauer (Red.): Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landratsämter in Baden-Württemberg 1810 bis 1972. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive beim Landkreistag Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1996, ISBN 3-8062-1213-9., S. 587