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Gondiswil
Wappen von Gondiswil
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Oberaargauw
BFS-Nr.: 0326i1f3f4
Postleitzahl: 4955
Koordinaten: 632993 / 221742Koordinaten: 47° 8′ 45″ N, 7° 52′ 25″ O; CH1903: 632993 / 221742
Höhe: 660 m ü. M.
Fläche: 9,4 km²
Einwohner: 731 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 78 Einw. pro km²
Website: www.gondiswil.ch
Hauptstrasse im Dorfzentrum

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Karte
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Gondiswil, Mundart Gumiswil, ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Oberaargau des Kantons Bern in der Schweiz. Unter dem Namen existiert neben der Einwohnergemeinde auch eine Burgergemeinde.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Gondiswil liegt im Oberaargau im Schweizer Mittelland. Die Nachbargemeinden sind Huttwil, Auswil, Madiswil, Reisiswil, Melchnau, Grossdietwil, Fischbach, Zell und Ufhusen.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1764 694
1850 1422
1900 1008
1950 958
2000 734
2010 713

Die Gemeinde ist stark von Abwanderung betroffen, verursacht durch die Krise im Agrarsektor, dem wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

BildungBearbeiten

Der Kindergarten und die Primarschule wird zusammen mit Reisiswil geführt. Der Kindergarten befindet sich in Reisiswil, die Primarschule in Gondiswil. Für die Kindergartenkinder besteht ein Schulbus.

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist stark bäuerlich geprägt, 66 % der Betriebe sind Bauernhöfe. In Gondiswil wird das Kugelbahnsystem Cuboro hergestellt.

VerkehrBearbeiten

Gondiswil liegt zwar an der Bahnlinie WolhusenHuttwil und besass eine Haltestelle; diese wird ab Dezember 2009 mangels genügender Passagierfrequenzen nicht mehr bedient. Dafür fährt schon seit Dezember 2004 ein sogenannter Bürgerbus von Gondiswil nach Huttwil. Dieser figuriert aber nicht im offiziellen Kursbuch.

GeschichteBearbeiten

1894 wurden beim Bau der Bahnlinie Schieferkohle gefunden. Von 1918 bis 1919 fand ein beschränkter Kohleabbau statt, doch die Flöze waren zu klein und die Grube stürzte ein, worauf ein kleiner See entstand. Im Zweiten Weltkrieg wurde nochmals Kohle abgebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts wanderten viele Bauern wegen des Berner Erbrechtes (Minorat) ins Säuliamt aus, wo sie Höfe von Bauern kauften, die finanziell vor dem Ruin standen. Einige Gondiswiler Bauern zogen nach Ottenbach.[2]

Der Gondiswiler Johann Schär (1855–1938) fotografierte während Jahrzehnten Menschen in und um die Gemeinde.[3]

BilderBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Max Jufer (Red.): Der Amtsbezirk Aarwangen und seine Gemeinden. Herausgegeben vom Amtsbezirk Aarwangen und die 25 Einwohnergemeinden. Merkur, Langenthal 1991, ISBN 3-9070-1210-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Ottenbacher Geschichte(-n): erzählt von Ottenbacherinnen und Ottenbachern in den Jahren 2009/2010. IG Ottenbacher Geschichten (Hrsg.), Ottenbach 2013, ISBN 978-3-906068-02-2
  3. Radio SRF: Regionaljournal Bern Freiburg Wallis: Historische Fotografien – Bilder des Aufschwungs im Oberaargau. 7. Februar 2017, abgerufen am 8. Februar 2017.