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Gol Linhas Aéreas

Brasilianische Fluggesellschaft
Gol Linhas Aéreas
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Boeing 737-800 der Gol
IATA-Code: G3
ICAO-Code: GLO
Rufzeichen: GOL
Gründung: 2000
Sitz: São Paulo,
BrasilienBrasilien Brasilien
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

São Paulo-Congonhas

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Leitung:

Paulo Kakinoff (CEO)

Vielfliegerprogramm: Smiles
Flottenstärke: 121 (+ 130 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.voegol.com.br

Gol Linhas Aéreas (kurz Gol) ist eine brasilianische Billigfluggesellschaft mit Sitz in São Paulo und Basen auf den Flughäfen São Paulo-Congonhas und Rio de Janeiro-Santos Dumont. Gol ist die zweitgrößte Fluggesellschaft Brasiliens.

GeschichteBearbeiten

Gol wurde 2000 gegründet; der erste Flug war am 15. Januar 2001. Zunächst gehörte sie der brasilianischen Firmengruppe Grupo Áurea, die im Besitz der Familie Constantino de Oliveira ist.[1] Diese Familie kam durch Gol auf die Forbes-Liste der Dollar-Milliardäre. Gol erwarb 2007 die Fluggesellschaft Varig und 2011 die Fluglinie Webjet. Am 24. Juni 2004 ging die Airline mit einer Verkaufsofferte an die Börsen von São Paulo und New York. Sie gehört jetzt AeroPar Participações (77 %), Venture (17,6 %) und der American International Group (5,4 %).

Im April 2007 kaufte Gol den traditionsreichen, aber maroden Staatscarrier VARIG. Beide Fluggesellschaften wurden jedoch als unabhängige Zweige mit klar umrissenen Geschäftsmodellen weiter betrieben: Während sich Gol auf den Low-Cost-Bereich konzentrierte, wurde die Marke VARIG bis zum 31. August 2008 hauptsächlich für internationale (Lang-)strecken genutzt. Im Juni 2009 wurden aber alle eigenständigen Flüge der VARIG eingestellt, somit hat sie seither keinen eigenen Flugbetrieb mehr. Die Flugzeuge der VARIG werden seit diesem Zeitpunkt auf Flugstrecken der Gol eingesetzt, ihr Markenname taucht in dieser Funktion nach wie vor auf.

2011 kaufte Delta Air Lines drei Prozent und 2014 Air France-KLM 1,5 Prozent der Aktien von Gol.[2]

ZieleBearbeiten

Neben hauptsächlich brasilianischen Zielen werden folgende Ziele international angeflogen:

FlotteBearbeiten

Mit Stand Januar 2019 besteht die Flotte aus 121 Flugzeugen:[3]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[4] Anmerkungen Sitzplätze[5]
Boeing 737-700 24 138
Boeing 737-800 91 186
Boeing 737 MAX 8 6 130 186
Gesamt 121 130

ZwischenfallBearbeiten

Am 29. September 2006 stürzte Gol-Transportes-Aéreos-Flug 1907 – eine Boeing 737-800 – mit 154 Insassen auf dem Flug von Manaus nach Brasília über dem Amazonas-Gebiet ab. Bei dem Unglück gab es keine Überlebenden, somit war dieser Unfall das zweitschwerste Flugzeugunglück in der brasilianischen Geschichte. Das Flugzeug wurde nach Angaben von GOL erst am 12. September 2006 in Dienst gestellt und hatte erst 200 Flugstunden absolviert. Die Ursache für das Unglück war eine Kollision mit einer zweistrahligen Embraer Legacy 600 auf Gegenkurs, die leicht beschädigt auf einem Militärflugplatz notlanden konnte; die sieben Besatzungsmitglieder und Passagiere blieben unverletzt. Ursache für das Unglück war, dass die Embraer auf einer falschen Höhe flog und zudem ihr Transponder ausgeschaltet war, wodurch auch das Kollisionswarnsystem nicht funktionierte. Dies war die Folge einer ganzen Reihe von Fehlern hauptsächlich der Fluglotsen, aber auch der Besatzung der Embraer.[6]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gol Linhas Aéreas – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nenê voa alto (Memento des Originals vom 11. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/veja.abril.com.br Veja Online, aufgerufen 5. August 2012 (pt)
  2. aerotelegraph.com Air France-KLM steigt bei Gol in Brasilien ein, aerotelegraph.com, abgerufen am 24. Februar 2014
  3. Ch-aviation: Brazil's Gol to offer MRO services from 2020, ch-aviation, 22. Januar 2019 (englisch)
  4. BoeingOrders & Deliveries (englisch), abgerufen am 1. Februar 2019
  5. www.voegol.com.br – Our Fleet (englisch), abgerufen am 1. Februar 2019
  6. Aeronautical Accident Investigation and Prevention Center – www.ntsb.gov (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive) Offizieller Unfallbericht (englisch)