Goedereede

Platz in den Niederlanden

Goedereede (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) (seeländisch Goeree) ist ein Ort und eine ehemalige Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Südholland. Sie gehört seit dem 1. Januar 2013 zur Gemeinde Goeree-Overflakkee. Die Gesamtfläche des Ortes beträgt 16,85 km² und wird von 2.295 Personen bewohnt (Stand: 1. Januar 2020).[1]

Goedereede
Flagge des Ortes Goedereede
Flagge
Wappen des Ortes Goedereede
Wappen
Provinz Zuid-Holland Zuid-Holland
Gemeinde Flagge der Gemeinde Goeree-Overflakkee Goeree-Overflakkee
Fläche
 – Land
 – Wasser
15,89 km2
15,66 km2
0,23 km2
Einwohner 2.295 (1. Jan. 2020[1])
Koordinaten 51° 49′ N, 3° 59′ OKoordinaten: 51° 49′ N, 3° 59′ O
Bedeutender Verkehrsweg N57
Vorwahl 0187
Postleitzahlen 3252

OrteBearbeiten

Die Gemeinde umfasste die folgenden Orte:

  • die Kleinstadt Goedereede (etwa 2000 Einwohner), wo sich die Gemeindeverwaltung befindet
  • das Fischerdorf Stellendam (etwa 3500 Einwohner)
  • das Touristen- und Fischerdorf Ouddorp (etwa 6000 Einwohner)
  • der Weiler Havenhoofd (etwa 400 Einwohner)
  • der Weiler Oostdijk

Lage und WirtschaftBearbeiten

Die ehemalige Gemeinde liegt im Nordwesten der Insel Goeree-Overflakkee. Der Haringvlietdamm verbindet sie mit dem Festland. Über diesen Damm führt eine zum Teil als Autobahn gebaute Straße nach Vlaardingen und Rotterdam.

Ouddorp hat Bedeutung als Touristenziel. Ouddorp und Stellendam sind auch Fischerdörfer (neuer Fischereihafen am Haringvlietdamm). Weiter wird Gartenbau betrieben (Gewinnung von Blumensaat).

GeschichteBearbeiten

 
Windmühle im Fischerdorf Stellendam
 
Blick auf den Ortskern von Goedereede
 
Landschaft bei Ouddorp mit dem Leuchtturm im Hintergrund

Schon im 3. Jahrhundert war das Gebiet der heutigen Gemeinde von den Römern besiedelt. Vermutlich um 900 entstand das Dorf Ouddorp, auf der damaligen Insel Westvoorne. Goedereede (= gute Reede) wurde im 13. Jahrhundert ein bedeutender Hafen- und Fischereiort. Es erhielt 1312 das Stadtrecht und 1331 das Marktrecht. Goedereede wurde aber oft durch Katastrophen heimgesucht. Eine Heeresbande verwüstete es 1418; ein Stadtbrand 1482; Flutkatastrophen gab es 1421 (St. Elisabethflut), 1530, 1570, 1618 und schließlich am 1. Februar 1953. Der Verfall wurde durch die Versandung des Hafens ab etwa 1500 noch beschleunigt. Ouddorp hatte von 1860 bis 1973 einen bedeutenden Fischereihafen. Stellendam entstand um 1800 als neu gegründetes Fischerdorf.

Sehenswürdigkeiten/TouristikBearbeiten

  • Wassersport im und am durch den Brouwersdam von der Nordsee getrennten Seearm Grevelingen; Campingplätze; Jachthafen an der Südküste
  • ruhiger Nordseestrand an der Nordseite (Naturschutzgebiet „De Kwade Hoek“).
  • Naturschutzgebiet „Westduinen“, wo es noch Orchideen gibt
  • der Leuchtturm von Ouddorp (1948 erbaut)
  • mittelalterliche Kirchtürme der Dorfkirche Sint Maarten in Ouddorp (1348) und der Catharinakerk Goedereede (1512 erbaut)
  • Giebelhäuser am Marktplatz von Goedereede
  • Wanderungen und Radtouren, u. a. entlang den alten Herrenhäusern und Großbauernhöfen aus dem 17. Jahrhundert.
  • Museumsbahn RTM Ouddorp

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im GemeinderatBearbeiten

Partei Sitze[2]
1998 2002 2006 2010
SGP 5 5 5 5
Verenigd Gemeente Belang 2 2 1 3
CDA 3 2 3 2
PvdA 2 2 2 2
VVD 2 2 2 2
ChristenUnie 2 2 1
Vereniging Mastenbroek 0
RPF 1
Gesamt 15 15 15 15

WeblinksBearbeiten

Commons: Goedereede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Kerncijfers wijken en buurten 2020. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 13. November 2020, abgerufen am 28. Februar 2021 (niederländisch).
  2. Sitzverteilung im Gemeinderat: 1998–2002 2006 2010, abgerufen am 30. Mai 2018 (niederländisch)