Gmina Kobierzyce

Gmina in der Woiwodschaft Niederschlesien, Polen

Die Gmina Kobierzyce ist eine Landgemeinde im Powiat Wrocławski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch Koberwitz).

Gmina Kobierzyce
Wappen der Gmina Kobierzyce
Gmina Kobierzyce (Polen)
Gmina Kobierzyce
Gmina Kobierzyce
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Wrocławski
Geographische Lage: 50° 59′ N, 16° 56′ OKoordinaten: 50° 59′ 0″ N, 16° 56′ 0″ O
Höhe: 133 m n.p.m.
Einwohner: siehe Gmina
Postleitzahl: 55-040
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DWR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Autobahn A4
E 67 KłodzkoBreslau
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 30 Ortsteile
Fläche: 149,11 km²
Einwohner: 21.503
(30. Jun. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0223052
Verwaltung (Stand: 2011)
Gemeindevorsteher: Ryszard Pacholik
Adresse: al. Pałacowa 1
55-040 Kobierzyce
Webpräsenz: www.ugk.pl



GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in Niederschlesien im Schlesischen Tiefland. Der südliche Stadtrand von Breslau bildet die Nordgrenze der Landgemeinde. Der namensgebende Ort liegt etwa 15 Kilometer südlich des Stadtzentrums der Großstadt.

GeschichteBearbeiten

Nach der politischen Wende von 1989 erlebte die Gemeinde wegen der Nähe zum florierenden Wirtschaftsstandort Breslau und der Autobahn A4 einen rasanten Aufschwung. Nach Angaben der Gemeinde wurden mittlerweile über 1,6 Milliarden Euro von ausländischen Unternehmen investiert und rund 6000 Arbeitsplätze geschaffen – vor allem im Gewerbegebiet Węzeł Bielański im Ort Bielany Wrocławskie nahe der A4 mit dem riesigen Centrum Bielany mit vielen Bau-, Einrichtungs- und Hypermärkten. Im Ort Biskupice Podgórne wurde 2005 von der LG.Philips LCD ein Werk für Flüssigkristallbildschirme errichtet, von dem sich die Gemeinde samt den neu entstehenden Zulieferbetrieben bis 2015 20.000 neue Arbeitsplätze erwartete.[2]

Im Jahr 2016 begann LG Chem mit dem Bau einer Fabrik für Elektroauto-Traktionsbatterien.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Kobierzyce:[3]

Jahr Einwohner
1995 11.371
2000 12.038
2005 13.081
2008 14.508
2016 19.765

GliederungBearbeiten

 
Gut Schlanz um 1860, Sammlung Alexander Duncker
 
Schloss Groß Tinz um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Landgemeinde Kobierzyce umfasst ein Gebiet von 149 km² mit rund 20.000 Einwohnern. Zur Gemeinde gehören folgende Orte:

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Das Schloss in Biskupice Podgórne (2006)
  • Schloss Koberwitz, Neorenaissancebau (Sitz der Gemeindeverwaltung)
  • Neubarockes Schloss in Biskupice Podgórne mit ausgedehntem Schlosspark
  • Fachwerk-Herrenhaus in Bielany Wrocławskie aus dem 16. Jahrhundert
  • Spätromanische St.-Michaels-Kirche (kościół św. Michała Archanioła) in Tyniec nad Ślęzą aus dem 13. Jahrhundert mit barocker Ausstattung und einem Turm aus dem 16. Jahrhundert. Vor der Kirche befindet sich eine Statue des böhmischen Landesheiligen Johann von Nepomuk von 1733
  • Spätgotische Kirche Mariä Himmelfahrt (kościół Wniebowzięcia Najświętszej Marii Panny) in Tyniec Mały von 1493–1516 mit einem schiefen, niedrigen Glockenturm.

VerkehrBearbeiten

Kobierzyce liegt an der Europastraße 67. Die nächste Anschlussstelle zur Autobahn A4 befindet sich in zehn Kilometern Entfernung.

Der ehemalige Bahnhof Kobierzyce liegt am Abzweig der ehemaligen Bahnstrecke Kobierzyce–Piława Górna (weitere Bahnhöfe in Szczepankowice, Budziszów und Pustków Wilczowski) von der noch teilweise im Güterverkehr betriebenen Bahnstrecke Wrocław–Jedlina-Zdrój (weitere Bahnhöfe in Bielany Wrocławskie, Domasław, Wierzbice und Pustków Żurawski).

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Gmina Kobierzyce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2019. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,99 MiB), abgerufen am 24. Dezember 2019.
  2. ugk.pl
  3. Quellen der Einwohnerzahlen:
    1995, 2000, 2005: Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1@2Vorlage:Toter Link/www.stat.gov.pl stat.gov.pl – 2007: stat.gov.pl (Memento vom 16. Februar 2008 im Internet Archive) (PDF)