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Geographische LageBearbeiten

Glau grenzt im Norden an Mietgendorf und Kleinbeuthen, im Osten an Großbeuthen und Thyrow, im Südwesten an Trebbin, im Süden an Schönhagen und im Westen an Blankensee. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 7231 in West-Süd-Ost-Richtung.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde im Jahr 1368 erstmals als Gloych urkundlich erwähnt. Weitere Schreibweisen sind villam Glaw im Jahr 1383, Glowe 1446 sowie Glaw 1534. Seit 1861 findet der Name Glau seine Anwendung. Die Bewohner betrieben überwiegend Landwirtschaft und legen ihre Bauernhöfe in Form eines Platzdorfs, also mit einer zentralen Freifläche an. Diese Struktur ist in einer Karte aus dem Jahr 1683 erkennbar.

1920 gründet der Sozialreformer Joseph Weißenberg ein religiöses Siedlungswerk mit sozialen, medizinisch-therapeutischen und pädagogischen Einrichtungen, die Friedensstadt Weißenberg. Das Siedlungswerk wurde in der Zeit des Nationalsozialismus aufgelöst bzw. im Zuge der Gleichschaltung in NS-Organisationen zwangseingegliedert. 1934 gründete sich eine Freiwillige Feuerwehr im Ort. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges errichtete die Rote Armee auf dem Gelände des Siedlungswerks eine Garnison sowie einige Meter weiter südlich einen Truppenübungsplatz. 1994 erfolgte eine Rückgabe an die Mitglieder der Johannischen Kirche als Rechtsnachfolgerin der Siedlungsgenossenschaft.

1998 schloss sich Glau mit Kliestow, Wiesenhagen und der Stadt Trebbin zu einer neuen Stadt Trebbin zusammen.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfanger mit Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

In Glau sind mehrere landwirtschaftliche Betriebe tätig, darunter ein Fischereibetrieb. Daneben existieren einige Handwerksunternehmen wie eine Kfz-Werkstatt und ein Holz verarbeitender Betrieb. In der Friedensstadt sind unter anderem eine Kerzenwerkstatt, ein Supermarkt und einige Ärzte ansässig.

VerkehrBearbeiten

Über die Kreisstraße 7231 ist Glau nach Westen hin mit der Landstraße 793 nach Blankensee angebunden, während nach Südosten Trebbin erreicht wird. Über die Buslinien 751 und 757 bestehen Verbindung nach Blankensee, Luckenwalde und Trebbin.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hauptsatzung der Stadt Trebbin (Memento des Originals vom 15. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/st-trebbin-v4.dakomani.de (PDF; 45 kB) vom 18. Februar 2009, abgerufen am 31. Januar 2017.
  2. Zusammenschluss der Gemeinden Glau, Kliestow, Wiesenhagen und der Stadt Trebbin (Amt Trebbin) zu einer neuen Stadt Trebbin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 23. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S. 26.

WeblinksBearbeiten