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Glödnitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Glödnitz
Glödnitz (Österreich)
Glödnitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Fläche: 74,7 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 14° 7′ OKoordinaten: 46° 52′ 0″ N, 14° 7′ 0″ O
Höhe: 748 m ü. A.
Einwohner: 795 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 11 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9346
Vorwahl: 0 42 65
Gemeindekennziffer: 2 05 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Glödnitz 125
9346 Glödnitz
Website: www.gloednitz.com
Politik
Bürgermeister: Johann Fugger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(11 Mitglieder)

6 ÖVP, 3 FPÖ, 2 SPÖ

6
3
2
Insgesamt 11 Sitze
Lage von Glödnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan
AlthofenBrücklDeutsch-GriffenEbersteinFrauensteinFriesachGlödnitzGurkGuttaringHüttenberg (Kärnten)Kappel am KrappfeldKlein Sankt PaulLiebenfelsMetnitzMicheldorfMölblingSankt Georgen am LängseeSankt Veit an der GlanStraßburgWeitensfeld im GurktalKärntenLage der Gemeinde Glödnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Glödnitz ist eine Gemeinde mit 795 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten.

GeographieBearbeiten

Das Glödnitztal ist ein Seitental des Gurktals im Nordwesten der Gurktaler Alpen. Die Flattnitz bildet einen Übergang in das obere Murtal. Glödnitz grenzt an die Steiermark und an die Nachbargemeinden Metnitz, Weitensfeld im Gurktal, Deutsch-Griffen und Albeck.

Im Gemeindegebiet von Glödnitz befinden sich die Naturschutzgebiete Türkenmoos und Flattnitzbach-Hochmoor.

GemeindegliederungBearbeiten

Die einzige Katastralgemeinde ist Glödnitz. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 19 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Altenmarkt (123)
  • Bach (15)
  • Brenitz (43)
  • Eden (19)
  • Flattnitz (74)
  • Glödnitz (314)
  • Grai (12)
  • Hohenwurz (0)
  • Jauernig (4)
  • Kleinglödnitz (7)
  • Laas (32)
  • Lassenberg (29)
  • Moos (16)
  • Rain (3)
  • Schattseite (6)
  • Torf (21)
  • Tschröschen (9)
  • Weißberg (28)
  • Zauchwinkel (40)

GeschichteBearbeiten

In der Römerzeit führte ein wichtiger Verkehrsweg durch das Glödnitztal, und in Beliandrum (wahrsch. Altenmarkt) und Tarnasici (Flattnitz) waren Poststationen eingerichtet. Die erste urkundliche Erwähnung des Orts stammt aus dem Jahr 898 (als Glodati). Die Pfarrkirche von Glödnitz wird der Überlieferung nach auf eine Stiftung der Heiligen Hemma von Gurk zurückgeführt; gesichert ist, dass das Bistum Gurk im heutigen Gemeindegebiet umfangreiche Herrschaftsrechte besaß und auf der Flattnitz eine Rundkirche mit Hospiz errichten ließ.

Das Gebiet war aufgrund günstiger Klimaverhältnisse im Hochmittelalter dichter besiedelt als heute, bis ins 19. Jahrhundert hinein gab es hingegen lediglich einige kleine Höfe und Keuschen.

1848 kam es im Gefolge der bürgerlichen Revolution zur Bauernbefreiung, zwei Jahre später entstand die Ortsgemeinde Glödnitz. Bei der ersten Wahl wurde der Wirt Franz Gasser Bürgermeister. Ab den 1920er Jahren wandte man sich auch des Tourismus zu, der heute eine wirtschaftlich wichtige Rolle in Glödnitz spielt. Zwischen 1973 und 1991 gehörte das Gemeindegebiet zur neu gebildeten Großgemeinde Weitensfeld-Flattnitz, Glödnitz verselbständigte sich aber nach einer Volksbefragung 1991 wieder.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BevölkerungBearbeiten

Laut Volkszählung 2001 hat Glödnitz 1004 Einwohner, davon sind 97,8 % österreichische und 1,3 deutsche Staatsbürger. 90,8 % bekennen sich zur römisch-katholischen und 3,1 % zur evangelischen Kirche, 4,7 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Wirtschaft ist traditionell geprägt von der Land- sowie vor allem der Forstwirtschaft. Weiters spielt in gewissem Maß auch der Tourismus eine Rolle, insbesondere der Wintertourismus auf der Flattnitz.

 
Bio-Wärme Glödnitz

Als Mitgliedsgemeinde der Kärntner Holzstraße besitzt Glödnitz als Vorzeigeprojekt eine moderne Biomasseheizung, die viele Haushalte mit Fernwärme versorgt. Dabei werden aus Restholz aufbereitete Hackschnitzel zur Wärmegewinnung verfeuert.

Die Gemeinde wurde vor allem durch die Gurktalbahn (ab 1898) erschlossen und an die Südbahn angebunden. Im April 1969 wurde der Betrieb der Schmalspurbahn eingestellt und anschließend die Strecke im Bereich der Gemeinde abgetragen.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus 11 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[2]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Johann Fugger (ÖVP).[3]

WappenBearbeiten

Das Wappen von Glödnitz zeigt einen Bischofsstab und einen Kreuzstab. Ersterer ist als Symbol des Gurker Bischofs und der Kreuzstab das Attribut von Johannes dem Täufer, Patron von Kirche und Hospiz auf der Flattnitz, geläufig. Der belaubte goldene Zweig bezieht sich auf die Zwergbirke, die auf der Flattnitz zu finden und damit eine vegetationskundliche Besonderheit ist.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau golden, erniedrigt im rechten Winkel gekreuzt, ein Bischofsstab und ein in Kleeblättern endender Kreuzstab, unterlegt von einem goldenen Zweig mit rechtwinkeligen Seitentrieben im Schildfuß, belaubt mit gegenständigen goldenen Blättern der Zwergbirke (betula nana).“[4]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 20. September 1994 verliehen, die Fahne ist Blau-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Glödnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Amt der Kärntner Landesregierung@1@2Vorlage:Toter Link/info.ktn.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Amt der Kärntner Landesregierung (Memento des Originals vom 8. Oktober 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/info.ktn.gv.at
  4. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 116