Giuseppina Grassini

italienische Opernsängerin (1773–1850)

Giuseppina Maria Camilla Grassini, auch Giuseppa Grassini, Josephina Grassini und Joséphine Grassini[1] (* 8. April[2] 1773 in Varese; † 3. Januar 1850 in Mailand), war eine italienische Opernsängerin in der Stimmlage Alt. Sie gehörte um 1800 zu den größten Interpretinnen im ernsten Fach und feierte Erfolge in Mailand, Venedig, Paris und London. Die wegen ihrer Schönheit bewunderte Künstlerin überzeugte nicht nur mit ihrer gutausgebildeten, flexiblen Stimme, sondern auch durch ihr großes schauspielerisches Talent. Sie ging Beziehungen zu Napoleon Bonaparte und zu dessen Feind, dem Herzog von Wellington, ein.

Élisabeth Vigée-Lebrun: Giuseppina Grassini in ihrer Rolle als Zaïra (1805)

LebenBearbeiten

Erste JahreBearbeiten

Giuseppina Grassini wuchs in bescheidenen, aber nicht ärmlichen Verhältnissen als jüngstes von 18 Kindern auf. Ihr Vater Antonio Grassini arbeitete als Buchhalter im Kloster Madonna del Sacro Monte; ihre Mutter Isabella stammte angeblich in direkter Linie vom bekannten Leonardo-Schüler Bernardino Luini ab.[3] Die Mutter, eine Amateurviolinistin, und der in Varese tätige Organist Domenico Zucchinetti sorgten für Giuseppinas erste musikalische Ausbildung. Ihre Studien setzte sie in Mailand bei dem jungen Komponisten Antonio Secchi fort, der später als Professor am Konservatorium der Stadt wirkte.[4][5]

Im Alter von 16 Jahren debütierte Giuseppina Grassini 1789 in Parma als Donna Florida in Pietro Alessandro Guglielmis La pastorella nobile. Kurz darauf schlossen sich Aufführungen an der Mailänder Scala in komischen Opern von Giovanni Paisiello, Antonio  Salieri und erneut Guglielmi an. Diese Auftritte verliefen jedoch nicht zur Zufriedenheit der ehrgeizigen Sängerin, weshalb sie sich entschloss, ihre Ausbildung zu verfeinern und in das ernste Fach der Opera seria zu wechseln.[5]

Erfolge in ItalienBearbeiten

 
Giuseppina Grassini in Gli Orazi e i Curiazi (1796)

Nach Abstechern unter anderem nach Vicenza und Venedig kehrte Giuseppina Grassini im Winter 1793/94 an die Scala zurück, wo sie in Zingarellis Artaserse (an der Seite von Luigi Marchesi) und Portugals Demofoonte die Gunst des Publikums nun triumphal gewann. Weitere erfolgreiche Uraufführungen an verschiedenen norditalienischen Opernhäusern gaben ihrer Karriere zusätzlichen Auftrieb.[1]

Einige Jahre darauf war ihre Reputation bereits so sehr gefestigt, dass Zingarelli die Titelpartie der Giulietta in seiner Oper Giulietta e Romeo (Premiere am 30. Januar 1796) eigens für sie komponierte. Sie sang hier an der Seite des berühmten Kastratensoprans und Komponisten Girolamo Crescentini, der zu dieser Zeit auch als ihr Lehrer fungierte und ihre weitere Karriere entscheidend prägte. In dieser Rolle, die jahrzehntelang in Giuseppina Grassinis Repertoire blieb, war sie kurz darauf auch in Reggio nell’Emilia und am Teatro La Fenice in Venedig zu hören. Eine weitere Premiere in der Karnevalssaison 1796/97 am La Fenice, Gli Orazi e i Curiazi von Domenico Cimarosa, brachte sie erneut mit Crescentini zusammen. Die Oper hatte der Komponist ganz auf das hervorragend harmonierende Duo zugeschnitten.[5]

Napoléon BonaparteBearbeiten

Anlässlich der Hochzeit des Thronfolgers Francesco di Borbone mit der Erzherzogin Maria Klementine von Österreich trat Giuseppina Grassini im Juni 1797 zum ersten Mal im berühmten Teatro San Carlo in Neapel auf. Sie sang dort die Titelrolle der Artemisia regina di Caria in Cimarosas gleichnamiger Oper. Während ihrer Tage in Neapel, die sie später zu den glücklichsten ihres Lebens zählte, ging sie eine Liaison mit dem englischen Prinzen Augustus Frederick von Sussex ein.[6] In der Zwischenzeit hatten, nach der Schlacht bei Lodi, französische Truppen unter dem jungen General Napoléon Bonaparte Mailand eingenommen. Zu dieser Zeit war es bereits zu einer ersten kurzen Begegnung zwischen La Grassini, wie sie inzwischen genannt wurde, und Bonaparte gekommen. Die Sängerin war in das Quartier des Generals in Mombello nördlich von Mailand gebeten worden, um dort ein Konzert zu geben.[7] Zum ersten Mal in der Scala erlebte Bonaparte sie im Vorfeld der entscheidenden Schlacht gegen die Österreicher bei Marengo, als sie am 4. Juni 1800 die Titelrolle in Gaetano Andreozzis Oper La vergine del sole interpretierte.[8] Anschließend lud Bonaparte die Künstlerin in seine Privatgemächer ein, und es entwickelte sich eine Beziehung.[5] Der General, dem überall im Land als „Befreier Italiens“ gehuldigt wurde,[9] nahm Giuseppina Grassini mit nach Paris – „als eine der schönsten Trophäen seines Sieges“, wie es der Kritiker Paul Scudo formulierte.[10] Unmittelbar nach ihrer Ankunft trat sie am 14. Juli 1800, dem Jahrestag der Bastille-Erstürmung, im Invalidendom auf.

Dem Polizeiminister Joseph Fouché zufolge stattete Bonaparte sie mit einem Haus an der Rue de Caumartin und einem üppigen Einkommen aus.[11] Der Sänger Pierre-Jean Garat führte sie in die vornehmsten Kreise ein, wo sie unter anderem den Violinisten und Komponisten Pierre Rode kennenlernte. Zwischen den beiden Musikern bahnte sich in aller Öffentlichkeit, also auch vor den Augen des eifersüchtigen Bonaparte, eine Romanze an. Als Giuseppina Grassini Paris Ende 1801 verließ, geschah dies nach Angaben Fouchés auf den Druck Bonapartes hin, der zuvor noch vergeblich versucht hatte, Grassini durch eine drastische Reduzierung ihres Salärs gefügig zu machen. Eher wahrscheinlich ist jedoch, dass sie höchst freiwillig ausreiste, denn die willensstarke Sängerin, der auch Fouché „etwas Männliches“ im Charakter attestierte,[12] hielt Paris offenbar nicht mehr für den idealen Standort ihrer weiteren Karriere. Sie hatte schon im August 1800 – nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft in Paris – Bonaparte vorgeschlagen, in der Rue de la Victoire eine Opéra italien zu errichten, der sie als Intendantin vorstehen wollte. Sie hatte präzise Recherchen angestellt und die jährlichen Mietkosten auf 40.000 Francs veranschlagt – nach ihren Berechnungen knapp ein Zwölftel dessen, was die Opéra français verschlang. Bonaparte ging auf das Ansinnen nicht ein und erlaubte später Marguerite Montansier, einer erfahrenen Theaterdirektorin, am selben Ort die Eröffnung des Théâtre-Olympique, an dem italienische Opern gespielt wurden. Giuseppina Grassini, die in Paris nur sehr wenige Konzerte in der Öffentlichkeit gab – bei großem Erfolg –, sah nach dem Scheitern ihrer Theaterpläne keine Möglichkeit mehr, in der französischen Hauptstadt regelmäßig aufzutreten.[13]

Begleitet von Rode, begab sich Giuseppina Grassini im Herbst 1801 zunächst auf eine Konzertreise in die Niederlande und nach Deutschland, wo sie mit großem Erfolg in Berlin und München gastierte. Um den Jahreswechsel war sie in Opern von Andreozzi und Nasolini in Genua zu hören. Aufführungen in Triest, Bergamo und Padua schlossen sich an. Rode, der einige Jahre später der Sängerin sein Violinkonzert Nr. 8 widmen sollte, war inzwischen nach Paris zurückgekehrt, wo er eine Stellung als Professor am Konservatorium antrat.[5][14]

LondonBearbeiten

 
Élisabeth Vigée-Lebrun: Giuseppina Grassini in London (1803)

Wie viele Sängerinnen und Sänger entschied sich Grassini im Herbst 1802, nach London umzusiedeln, wo sie ihren früheren Liebhaber Augustus Frederick von Sussex wiedersah und auch die Bekanntschaft des Herzogs von Wellington machte. Sie debütierte am King’s Theatre in einer weiteren Inszenierung von La vergine del sole, einem ihr seit langem wohlvertrauten Werk. Grassini ersetzte dabei Brigida Banti, die sich im Herbst ihrer Karriere befand. Allerdings war ihr nicht sofort der gewohnte Erfolg beschieden, denn das Londoner Publikum hielt Elizabeth Billington, die nach längeren Reisen 1801 in ihre Geburtsstadt London zurückgekehrt war, für die talentiertere Sängerin.

Erst im Mai 1804 drehte sich das Blatt zu ihren Gunsten, als sie Elizabeth Billington aufforderte, gemeinsam mit ihr in ihrer Benefizvorstellung aufzutreten. Eigens zu diesem Anlass hatte Peter von Winter die Oper Il ratto di Proserpina komponiert. Das Publikum erlebte die Premiere als regelrechten Wettkampf der Sängerinnen – zeitgenössische Kritiker sprachen von einem „Schlachtfeld“ auf der Bühne.[15] Am Ende gab es keinen Zweifel, dass Grassini den Sieg davongetragen hatte. Sie wiederholte ihren Erfolg in einer weiteren Arbeit von Winter, Zaira. Vorstellungen mit Giuseppina Grassini galten fortan als gesellschaftliche Ereignisse, die nicht zu verpassen waren.[16] In dieser Zeit gewann sie die Freundschaft von Élisabeth Vigée-Lebrun, die in ganz Europa als Porträtmalerin geschätzt war und auch drei Ölgemälde von ihr anfertigte.[17]

Erneut ParisBearbeiten

1806 rief Napoléon Bonaparte, der nunmehr Kaiser war und nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt große Teile Europas kontrollierte, die von ihm immer noch verehrte Sängerin nach Paris zurück. Hier soll sie für eine Reihe von Hofkonzerten ein „beispielloses“[18] Jahressalär von 36.000 Francs erhalten haben, zu dem sich Gratifikationen in Höhe von weiteren 15.000 Francs addierten. Napoléon ernannte sie zur Première cantatrice de Sa Majesté l’Empereur et Roi (Ersten Sängerin seiner Majestät des Kaisers und Königs) und verlieh ihr außerdem den Titel einer Comtesse, also Gräfin, so dass sie keiner Hofdame untergeordnet war. Auch ihr alter Lehrer aus Italien, Girolamo Crescentini, war nun an den Hof Napoléons gebunden. Er wurde ebenfalls mit einem stattlichen Gehalt ausgestattet, verdiente bemerkenswerterweise mit 30.000 Francs jedoch etwas weniger Geld als Giuseppina Grassini.[19] Eine Klausel ihres Vertrages untersagte es beiden Sängern, außerhalb des Hofes aufzutreten. Der Kaiser behielt es sich vor, das Talent der von ihm beschäftigten Musiker allein zu genießen oder das Konzerterlebnis handverlesenen Gästen im hofeigenen Théâtre des Tuileries zu gönnen.[20][21]

Im Jahr ihrer Rückkehr nach Paris, 1806, heiratete Grassini von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt den zwölf Jahre jüngeren italienischen Offizier Cesare Ragani.[22] Grassinis Biograf Arthur Pougin nennt ihren Mann „exemplarisch unsichtbar“; über die Ehe ist so gut wie nichts bekannt.[23] Verbürgt ist, dass Ragani der Ehrengarde von Napoléon angehörte und ab 1808 am Spanienfeldzug unter General Pino teilnahm. Auch folgte er Napoléon Richtung Osten nach Russland, wo er die verlustreiche Schlacht an der Beresina überlebte.[24] Die häufige Abwesenheit Raganis ließ ein eheliches Zusammenleben kaum zu. Doch auch nach dem Ende der Napoleonischen Kriege wohnte das Paar offenbar immer nur zeitweise zusammen, so dass die Ehe für die damalige Zeit einen sehr unkonventionellen Charakter annahm.

1808 trat Giuseppina Grassini in mehreren Opern des Komponisten Ferdinando Paër auf, den der Kaiser 1806 in Dresden schätzen gelernt und gegen dessen Zögern regelrecht nach Paris abkommandiert hatte.[25] Mit Grassini in der Titelrolle wurde unter anderem die Cleopatra uraufgeführt. Ein Jahr darauf, 1809, glänzte sie in der Premiere von Luigi Cherubinis Oper Pimmalione. Im selben Jahr sang sie an der Seite von Crescentini wieder ihre Paraderolle der Giulietta in Zingarellis Giulietta e Romeo. Um Napoléon zu gefallen, wählte sie für eine Aufführung am 18. Januar 1810, als der Kaiser persönlich anwesend war, eine weitere Lieblingspartie aus ihrem Repertoire, die Orazia in Cimarosas Gli Orazi e i Curiazi. Einige Wochen später, am 24. März 1810, gab sie in Compiègne ein Konzert für Napoléon und seine zweite Frau Marie-Louise.[5]

Einen letzten großen Triumph in den Tuilerien erlebte Grassini 1811 mit der Aufführung eines weiteren Paër-Werkes, Didone abbandonata.[26] Danach begann Napoléon, sich nach jüngeren Sängerinnen umzusehen, was dazu führte, dass sie kaum noch auftrat. Das Karriereende von Crescentini und der unerwartet frühe Tod ihrer Kollegin Marianna Barilli setzten ihr ebenfalls zu.[5] In Ferdinando Paër hatte sie einen treuen Fürsprecher, der wenigstens gelegentlich dafür sorgen konnte, dass sie auf der Bühne stand. So war es seiner Initiative zu verdanken, dass Giuseppina Grassini am 6. November 1813 zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder auf einer öffentlichen Bühne vor großem Publikum sang. Paër zeichnete für das inzwischen fest etablierte und im Odéon beheimatete Théâtre-Italien verantwortlich, das zu dieser Zeit in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Der umjubelte Auftritt von Grassini auf dieser Bühne (wieder als Orazia) diente beiden: der Sängerin und dem Theater.[27] Der Erfolg ließ sich jedoch nicht wiederholen. Als sie drei Wochen darauf am Odéon die Cleopatra verkörperte, reagierte die Kritik ungewohnt kühl und reserviert.[5]

 
Ferdinando Quaglia: Giuseppina Grassini als Dido in der Oper von Paër, (ca. 1811; Miniaturbild auf Elfenbein)

Parallel hatte Napoléon nach der Völkerschlacht bei Leipzig seine Vormachtstellung in Europa verloren. Die antinapoleonische Allianz rückte näher und nahm im März 1814 Paris ein. Nachdem Napoléon zur Abdankung und Abreise ins Exil nach Elba gezwungen worden war, übernahm das Familienoberhaupt der Bourbonen als Ludwig XVIII. die Tuilerien. Giuseppina Grassini verließ in diesen Wochen der Umwälzung die Stadt und verbrachte den Sommer 1814 in London, wo sie am King’s Theatre einige Male die Dido von Paër sang. Sie nutze den Aufenthalt, um ihre guten Kontakte zum Herzog von Wellington zu vertiefen, der schon an der spanischen Front Napoléons Kontrahent war und den Kaiser bei Waterloo entscheidend schlagen sollte. Die allmählich enge Liaison mit dem Herzog, die Grassini keineswegs vor der Öffentlichkeit verbarg, setzte sich in Paris fort. Das Verhältnis rief in der französischen Hauptstadt ungläubiges Staunen und Entsetzen hervor, endete jedoch, als Wellington im Januar 1815 zum Wiener Kongress gerufen wurde.[28]

Letzte JahreBearbeiten

Nach dem kurzen Intermezzo von Napoléons Herrschaft der Hundert Tage und seiner endgültigen Verbannung zog Giuseppina Grassini vorübergehend in ihr Heimatland, wo sie im April 1817 zwei vielbeachtete Konzerte an der Scala in Mailand gab. Begleitet wurde sie dabei von einer ihrer Schwestern, einer Signora Grassini-Trivulzi, die nach zeitgenössischem Urteil ebenfalls über eine sehr schöne Singstimme verfügte, aber nur bei dieser einen Gelegenheit, zusammen mit Giuseppina, auftrat.[29] Kurz darauf erlebte der französische Schriftsteller Stendhal, ein Liebhaber und Kenner der Oper, ein Konzert Grassinis in der Villa dell’Annunciata in ihrer Heimatstadt Varese.[30] Er war überwältigt von dem Respekt, der der Sängerin entgegenschlug und erfreute sich auch an ihrer Kunst: „On pleure, et le cœur applaudit“ (etwa: Wir weinen, und unser Herz applaudiert).[31] 1819 trat sie in Brescia auf und lernte dabei die junge, aufstrebende Sängerin Giuditta Pasta kennen, die sie zeitweise auch unterrichtete und somit zu ihrer großen Karriere beitrug. In Nasolinis La morte di Cleopatra sangen die beiden Sängerinnen im Duett.[32] Zu Grassinis weiteren Stationen der nächsten Jahre gehörten Padua und Triest, ehe sie 1823 in Florenz, wiederum als Cleopatra (in der Oper Paërs), ein letztes Mal auf der Bühne stand.[5]

Zeitweise lebte sie in den darauffolgenden Jahren wieder in Paris, wo sie in den Salons der Aristokratie ein gerngesehener Gast war. Sie wirkte an ihrer alten Wirkungsstätte auch als Gesangslehrerin für ihre Nichten Giuditta und Giulia Grisi, die selbst hervorragende Sängerinnen wurden.[33] Den letzten Abschnitt ihres Lebens verbrachte sie überwiegend in Mailand, wo sie in der Casa Arese am Largo San Babila eine Mietwohnung bezog. Hier empfing sie zu fachlichen Gesprächen unter anderem die Komponisten Gioachino Rossini und Vincenzo Bellini. Die Straßenkämpfe im Revolutionsjahr 1848 beobachtete sie von ihren Fenstern aus; dabei wurde eine in ihrem Besitz befindliche Kutsche, mit der sie zwischen Mailand und Paris verkehrte, zur Verstärkung der Barrikaden verwendet und schließlich zerstört.[34] Am 3. Januar 1850 starb sie in ihrer Wohnung.[35]

Giuseppina Grassini hinterließ ein bedeutendes Vermögen, das sie größtenteils an ihre Nichten und weitere Familienmitglieder vererbte. Ein Miniaturbild auf Elfenbeinplatte des Malers Ferdinando Quaglia, das ursprünglich von Napoléon persönlich in Auftrag gegeben worden war und 1911 vom Museum der Scala für den beachtlichen Preis von 50.000 Francs erworben wurde,[36] vermachte sie einer guten Freundin. 2000 Lire gingen an Bedürftige in Varese, während sie ihren Mann Cesare Ragani mit einer jährlichen Rente bedachte. Beigesetzt ist sie auf dem Cimitero di San Gregorio in Mailand.[37]

Stimme und BedeutungBearbeiten

 
Andrea Freschi: Giuseppina Grassini in La vergine del sole (Jahr unbekannt)

Giuseppina Grassini gehörte zu den bedeutendsten Opernsängerinnen des endenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts (der Epoche unmittelbar vor Rossini) und wurde als „prima donna seria Europas“, also als Primadonna des ernsten Faches auf den europäischen Bühnen, beschrieben.[38] Kaum 20 Jahre alt, wurde sie schon großen Sängerinnen wie Brigida Banti an die Seite gestellt. Sie galt Kritikern bereits zu dieser Zeit als „zehnte Muse“.[39]

Gewöhnlich als Altistin kategorisiert, lag ihre Tessitur eher im tieferen Mezzosopran-Bereich und verfügte über ein starkes Timbre,[40][41] eine große Klangfülle und Flexibilität.[8] So bezeichnete die Komponistin Sophie de Bawr Grassinis Stimme als einen „prächtigen Alt, dem ein unermüdlicher Fleiß einige sehr schöne hohe Töne hinzugefügt hatte“.[42] Ähnlich schrieb auch François-Joseph Fétis: „Ihrer Stimme, einem kräftigen Alt von großer Ausdruckskraft, mangelte es nicht an Ausdehnung in die höheren Tonsphären, und ihre Vokalisation hatte eine Leichtigkeit, eine sehr seltene Qualität bei stark timbrierten Stimmen.“[43] Dagegen behauptete der Musikkenner Richard Edgcumbe – ein vielleicht nicht ganz unvoreingenommener Parteigänger der Sopranistin Elizabeth Billington – Grassinis Stimmumfang hätte sich in ihrer Londoner Zeit auf nicht viel mehr als eine Oktave reduziert.[44]

Die Stimme Grassinis wurde immer wieder als im Sinne des Belcanto hervorragend ausgebildet beschrieben, laut Fétis war sie „über den ganzen Umfang ebenmäßig und rein“, und er lobte „ihre schöne und freie Tonemission“ und „ihren großen Stil der Phrasierung“.[45] Sophie de Bawr hob die Breite ihrer Tonqualität, die Reinheit ihrer Aussprache und ihre ausdrucksvolle Deklamation in den Rezitativen hervor, wie sie den Stilidealen einer vormaligen „école grandiose“ (großen Schule) entsprachen,[46] die sie insbesondere durch ihren Lehrer und Bühnenpartner Crescentini vermittelt bekam.[8][47]

Ihre Gesangstechnik verband sie mit einer großen Bühnenpräsenz und Ausdruckskraft, wobei die an ihr immer wieder bewunderte physische Schönheit und die natürliche Grazie ihrer Bewegungen ihr sehr entgegenkamen. Edgcumbe, ein Zeuge des Londoner Wettkampfes zwischen Elizabeth Billington und Giuseppina Grassini, schrieb, dass Billington ihr stimmlich überlegen gewesen sei, das Publikum jedoch Grassini aufgrund ihrer schauspielerischen Leistung bevorzugt habe.[48] Auch andere Zeitgenossen wie Charles Bell urteilten, dass Giuseppina Grassini aus der Vereinigung von Musik und dramatischem Spiel ihre einzigartige Kraft bezogen habe: „Sie starb auf der Bühne, ohne jemals lächerlich zu sein.“[49]

Stendhal sah in Giuditta Pasta die natürliche Nachfolgerin Giuseppina Grassinis. Pasta habe große Sänger wie Todi, Marchesi oder Crescentini nicht mehr hören können, doch Grassini habe ihrer jungen Kollegin diese große Ära während ihrer gemeinsamen Zeit in Brescia vermitteln können. Für Stendhal waren die beiden Ausnahmesängerinnen der Maßstab seiner Zeit. In der Musik konnte er sich nichts Schöneres vorstellen als ein Rezitativ, das „mit der Methode Grassinis und der Seele Pastas“ hervorgebracht wird.[50]

PremierenrollenBearbeiten

Grundlage dieser Übersicht sind die als lückenhaft geltenden Einträge im Informationssystem Corago der Universität Bologna[51] und im L'Almanacco di Gherardo Casaglia.[52] Die Angaben wurden mit der Sekundärliteratur abgeglichen und erweitert. Aufgeführt sind Rollen, die mit Giuseppina Grassini zur Uraufführung gebracht wurden.

Komponist Werk Datum der Premiere Ort Theater Rolle

Niccolò Antonio Zingarelli Artaserse 26. Dezember 1793 [?] Mailand Teatro alla Scala Mandane
Marcos António Portugal Demofoonte 8. Februar 1794 Mailand Teatro alla Scala Dircea
Sebastiano Nasolini Eurilla 15. Mai 1794 Venedig Teatro San Benedetto Eurilla
Sebastiano Nasolini Epponina August 1794 Bergamo Teatro Riccardi Epponina
Johann Simon Mayr Temira e Aristo 13. Mai 1795 Venedig Teatro La Fenice Temira
Giuseppe Maria Curcio La presa di Granata Herbst 1795 Livorno Teatro degli Accademici Avvalorati Zulema
Giacomo Tritto Apelle e Campaspe 26. Dezember 1795 Mailand Teatro alla Scala Campaspe
Niccolò Antonio Zingarelli Giulietta e Romeo 30. Januar 1796 Mailand Teatro alla Scala Giulietta
Gaetano Marinelli Issipile 12. November 1796 Venedig Teatro La Fenice Issipile
Cimarosa Domenico Gli Orazi e i Curiazi 26. Dezember 1796 Venedig Teatro La Fenice Orazia
Johann Simon Mayr Telemaco nell'isola di Calipso 11. Januar 1797 Venedig Teatro La Fenice Calipso
Cimarosa Domenico Artemisia, regina di Caria 12. Juni 1797 Neapel Teatro San Carlo Artemisia
Giovanni Paisiello Le nozze di Silvio e Clori Juli 1797 Neapel Accademia dei Cavalieri Clori
Marcos António Portugal Alceste 26. Dezember 1798 Venedig Teatro La Fenice Alceste
Giuseppe Maria Curcio Argea 31. Mai 1799 Florenz Teatro degli Intrepidi Argea
Giuseppe Farinelli La pulcella di Rab Mai 1802 Triest Teatro Nuovo Jella
Peter von Winter Il ratto di Proserpina 3. Mai 1804 London King’s Theatre Proserpina
Peter von Winter Zaira 29. Januar 1805 London King’s Theatre Zaira
Ferdinando Paër Cleopatra 1. Januar 1808 [?] Paris Théâtre des Tuileries Cleopatra
Ferdinando Paër Diana e Endimione August 1809 Paris Théâtre des Tuileries Diana
Luigi Cherubini Pimmalione 30. November 1809 Paris Théâtre des Tuileries Venus
Ferdinando Paër Didone abbandonata 9. Juni 1811 Paris Théâtre des Tuileries Dido
Ferdinando Orlandi Fedra 10. Juni 1820 Padua Teatro Nuovo Fedra

LiteraturBearbeiten

  • Olivier Bara: Grassini, Giuseppina(-Maria-Camilla), Joséphine. In: MGG Online. Die Musik in Geschichte und Gegenwart, hrsg. von Laurenz Lütteken. Kassel, Stuttgart, New York 2016 ff., zuerst veröffentlicht 2002 (Onlineversion von 2016).
  • Bruno Belli: Giuseppina Grassini. Del canto più soave e drammatico inimitabile modello. Macchione Editore, Varese 2019, ISBN 978-88-6570-589-6.
  • Cristina Ciccaglioni Badii: Grassini, Giuseppa. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 58: Gonzales–Graziani. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2002.
  • Richard Edgcumbe: Musical Reminiscences, Containing an Account of the Italian Opera in England, From 1773 Continued to the Present Time, Andrews & Wall, 4. Aufl. London 1834.
  • George T. Ferris: Elisabeth Billington and her Contemporaries. In: Great Singers, Bd. I („Faustina Bordoni to Henrietta Sontag, First Series“), D. Appleton & Co, New York 1879, S. 86–132, hier: S. 120–129 (Onlineversion; Abruf am 6. April 2020).
  • François-Joseph Fétis: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique. Deuxième Édition. Bd. 4, Paris 1866, S. 87 (Onlineversion).
  • Elizabeth Forbes: Grassini, Josephina [Giuseppina] (Maria Camilla). In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Bd. 7, Oxford 1980, S. 642 (Onlineversion).
  • André Gavoty: La Grassini I: Une admiratrice de Bonaparte. In: Revue des Deux Mondes. Huitième Période, 46, H. 4, 1938, S. 857–894.
  • André Gavoty: La Grassini II. La prèmiere cantatrice de l’empereur. In: Revue des Deux Mondes. Huitième Période, 47, H. 1, 1938, S. 146–184.
  • André Gavoty: La Grassini. Grasset, Paris 1947.
  • Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Grassini, Giuseppina. In: Großes Sängerlexikon. 4. erw. und akt. Auflage, München 2003, Bd. 4, S. 1813 f.
  • Arthur Pougin: Une Cantatrice « Amie » de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Fischbacher, Paris 1920 (Onlineversion).
  • Paul Scudo: Joséphine Grassini. In: Revue des Deux Mondes. Nouvelle Période, 13, H. 1, 1852, S. 148–159.
  • Constantin von Wurzbach: Grassini, Giuseppina. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 5. Theil. Verlag der typogr.-literar.-artist. Anstalt (L. C. Zamarski & C. Dittmarsch.), Wien 1859, S. 317 (Digitalisat).

WeblinksBearbeiten

Commons: Giuseppina Grassini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Olivier Bara: Grassini, Giuseppina(-Maria-Camilla), Joséphine. In: MGG Online. Die Musik in Geschichte und Gegenwart, hrsg. von Laurenz Lütteken. Kassel, Stuttgart, New York 2016 ff., zuerst veröffentlicht 2002.
  2. Laut der Taufurkunde des Propsteiarchivs von Varese wurde Giuseppina Grassini am 8. April 1773 geboren, nicht am 18. April 1773, wie viele Quellen angeben. Vgl. hierzu Bruno Belli: Giuseppina Grassini. Del canto più soave e drammatico inimitabile modello. Varese 2019, S. 161.
  3. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 9.
  4. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 10 f.
  5. a b c d e f g h i Cristina Ciccaglioni Badii: Grassini, Giuseppa. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 58: Gonzales–Graziani. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2002.
  6. Paul Scudo: Joséphine Grassini. In: Revue des Deux Mondes. Nouvelle Période, 13, H. 1, 1852, S. 148–159, hier: S. 149 f.
  7. André Gavoty: La Grassini I: Une admiratrice de Bonaparte. In: Revue des Deux Mondes. Huitième Période, 46, H. 4, 1938, S. 857–894, hier: S. 867 f.
  8. a b c Giuliana Nuvoli: Giuseppina Grassini, milanolacittadelledonne.it (abgerufen am 20. März 2021).
  9. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 24.
  10. „[…] comme l’un des plus beaux trophées de sa victoire“. Paul Scudo: Joséphine Grassini. In: Revue des Deux Mondes. Nouvelle Période, 13, H. 1, 1852, S. 148–159, hier: S. 150.
  11. Joseph Fouché: Erinnerungen. Übersetzt von Paul Aretz. Berlin 2020, S. 138 f.
  12. Joseph Fouché: Erinnerungen. Übersetzt von Paul Aretz. Berlin 2020, S. 139.
  13. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 28 ff.
  14. André Gavoty: La Grassini II. La prèmiere cantatrice de l’empereur. In: Revue des Deux Mondes. Huitième Période, 47, H. 1, 1938, S. 146–184, hier: S. 149.
  15. Paul Scudo: Joséphine Grassini. In: Revue des Deux Mondes. Nouvelle Période, 13, H. 1, 1852, S. 148–159, hier: S. 153.
  16. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 35 ff.
  17. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 38 f.
  18. Karl-Josef Kutsch und Leo Riemens: Grassini, Giuseppina. In: Großes Sängerlexikon. 4. erw. und akt. Auflage, München 2003, Bd. 4, S. 1814.
  19. Sean M. Parr: Vocal Virtuosity. The Origins of the Coloratura Soprano in the Nineteenth-Century-Opera. Oxford 2021, S. 30.
  20. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 45.
  21. Vgl. Felice Blangini: Souvenirs. Paris 1835, S. 109 f.
  22. Grassini, Giuseppina, Biblioteca Nazionale Braidense (abgerufen am 21. März 2021).
  23. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 65.
  24. Militari italiani nella campagna di Russia, www.marieni-saredo.it (abgerufen am 21. März 2021).
  25. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 42 f.
  26. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 48.
  27. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 52 f.
  28. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 54 f.
  29. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 59.
  30. Vgl. hierzu Bruno Belli: Giuseppina Grassini. Del canto più soave e drammatico inimitabile modello. Varese 2019.
  31. Stendhal: Rome, Naples et Florence, en 1817. Paris 1827, S. 324.
  32. Isabelle Putnam Emerson: Five Centuries of Women Singers, Westport (Conn.) 2005, S. 123.
  33. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 66 f.
  34. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 70.
  35. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 68.
  36. Dedalo. Rassegna d’arte, 2, H. 2, 1922, S. 550.
  37. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920, S. 69.
  38. Zit. nach Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 52 f.
  39. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 11 ff.
  40. Salvatore Caruselli (Hrsg.): Grande enciclopedia della musica lirica, 4 Bde., Bd. 1, Rom o. J. [ca. 1980], S. 296.
  41. François-Joseph Fétis: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique. Deuxième Édition. Bd. 4, Paris 1866, S. 87.
  42. „[…] un magnifique contralto, auquel un travail assidu avait joint quelques cordes hautes fort belles“. Vgl. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 46 f.
  43. „Sa voix, contralto vigoureux et d’un accent expressif, ne manquait pas d’étendue vers les sons élevés, et sa vocalisation avait de la légèreté, qualité fort rare dans les voix fortement timbrées“. Vgl. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 63.
  44. Richard Edgcumbe: Musical Reminiscences, Containing an Account of the Italian Opera in England, From 1773 Continued to the Present Time, 4. Aufl. London 1834, S. 91.
  45. „Sa voix égale et pure dans toute son étendue, sa belle et libre émission du ton, sa grande maniére de phraser, sont encore présentes à ma mémoire“. Vgl. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 63.
  46. „Sa méthode était celle qui s’est complètement perdue depuis que l’école grandiose n’existe plus, et que l’on n’enseigne ni à poser largement les sons, ni à prononcer, ni à chanter le récitatif.“. Vgl. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 47.
  47. Bawr weist dazu beispielhaft auf die dramatischen Leistungen von Grassini und Crescentini in Romeo e Giulietta hin. Vgl. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napoléon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 47.
  48. Richard Edgcumbe: Musical Reminiscences, Containing an Account of the Italian Opera in England, From 1773 Continued to the Present Time, 4. Aufl. London 1834, S. 93.
  49. Vgl. Arthur Pougin: Une Cantatrice ‘Amie’ de Napolon: Giuseppina Grassini, 1773-1850. Paris 1920 S. 38
  50. […] „avec la méthode de Mme Grassini et l’âme de Mme Pasta“. Zitat aus den Promenades dans Rome (1829), hier wiedergegeben nach Suzel Esquier: La musique, « une langue sacrée ». In: Marie-Rose Corredor, Stendhal à Cosmopolis, Grenoble 2007, S. 131–146, hier: S. 131.
  51. Eventi, Corago (abgerufen am 17. April 2021).
  52. Giuseppina Grassini, L'Almanacco di Gherardo Casaglia (abgerufen am 17. April 2021).