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Giuseppe Martinelli

italienischer Radrennfahrer und Sportdirektor

RadrennfahrerBearbeiten

Als Amateur gewann Martinelli unter anderem den Freccia dei Vini, die Trofeo Gianfranco Bianchin und die Coppa Cicogna. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montréal wurde er zunächst Dritter im Einerstraßenrennen hinter dem Solosieger Bernt Johansson und zeitgleich hinter Klaus-Peter Thaler; nachdem Thaler jedoch wegen eines nach Meinung der Jury irregulären Sprints distanziert wurde, wurde Martinello die Silbermedaille zuerkannt.[1]

Nach diesen Erfolgen bei den Amateuren wurde Martinelli 1977 Profi. Gleich zu Beginn seiner Profi-Laufbahn gewann er eine Etappe der Sizilien-Rundfahrt. Als Profiradrennfahrer gewann er unter anderem drei Etappen beim Giro d’Italia, eine bei der Vuelta a España und 1981 das Eintagesrennen Mailand–Turin. Nach Ablauf der Saison 1985 beendete er seine Profikarriere. Insgesamt zehn Siege konnte er für seine Palmares verbuchen.[2]

Sportlicher LeiterBearbeiten

Nach seiner Zeit als aktiver Radrennfahrer wurde er Sportlicher Leiter bei Radsportteams, zunächst 1986 bei Ecolflam. Nach zwei Jahren wechselte er zu Carrera Jeans, wo er mit Davide Boifava zusammenarbeitete und Fahrer wie Claudio Chiappucci, Guido Bontempi und den jungen Marco Pantani führte.

1997 bis 2001 leitete er das Team Mercatone Uno. In diese Zeit fielen die Siege der Mercatone Uno-Fahrer Pantani beim Giro d’Italia 1998 und der Tour de France 1998, sowie Stefano Garzelli beim Giro d’Italia 2000.

Im Jahr 2002 wurde er Sportlicher Leiter beim Saeco-Team, welches mit Gilberto Simoni den Giro d’Italia 2003 und mit Damiano Cunego den Giro d’Italia 2004 gewann. Nach der Integration von Saeco in das Lampre-Team war er bis zum Ablauf der Saison 2007 bei dieser Mannschaft tätig.

Nachdem Martinelli 2009 beim Professional Continental Team Amica Chips-Knauf tätig war, leitete er seit dem Jahr 2010 das Astana, zu dem 2013 Vincenzo Nibali stieß, der den Giro d’Italia 2013 gewann. Mit Ablauf der Saison 2015 wurde er in dieser Funktion von Dimitri Fofonow abgelöst.[3]

KommunalpolitikerBearbeiten

Vom Frühjahr 2002 bis August 2010 war Martinelli in seiner Heimatstadt Rovato Verantwortlicher für die Sportverwaltung. In dieser Zeit wurden in Zusammenarbeit mit dem Sportverein G.S. Lodetto zahlreiche bedeutende Sportveranstaltungen in Rovato organisiert, darunter die Etappe Rovato-Monte Bondone des Giro d’Italia 2006.[4]

FamilieBearbeiten

Giuseppe Martinelli ist Vater von Davide Martinelli, der ebenfalls Radrennfahrer ist.

ErfolgeBearbeiten

1974
1975
1976
1977
1978
1979
1980
1981

Platzierungen bei großen LandesrundfahrtenBearbeiten

Grand Tour 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984
  Giro d’Italia 107 31 87 77 86 DNF - 107
  Tour de France - - - - - - - -
  Vuelta a España - - - DNF - - DNF 67

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cycling at the 1976 Montréal Summer Games: Men's Road Race, Individual auf sports-reference.com (abgerufen am 8. September 2013)
  2. Luciano Boccaccini, Giovanni Tarello: Annuario Storico Del Ciclismo Italiano. Publialfa Edizion, Mailand 1994, S. 238 (italienisch).
  3. Martinelli to leave post as general manager in Astana. cyclingnews.com, 13. Dezember 2015, abgerufen am 13. Dezember 2015.
  4. Campionati italiani di ciclocross auf illeone.net Dezember 2004 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.illeone.net (abgerufen am 8. September 2013)

WeblinksBearbeiten