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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[2]
Blumen für die Dame
  DE 35 01.05.1954 (4 Wo.)
Heut ist ein Feiertag für mich
  DE 16 01.05.1954 (4 Wo.)
Jasmin aus Santa Monica
(als Issy Pat)
  DE 12 01.12.1955 (12 Wo.)
Oh Jack
(als Issy Pat)
  DE 19 01.01.1956 (4 Wo.)
Weißer Holunder
  DE 4 Gold[1] 01.09.1956 (40 Wo.) Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/AfM-Dateien
Ich hab dich so lieb
(als Issy Pat)
  DE 5 01.01.1957 (4 Wo.)
Ich sage dir adieu
  DE 11 01.05.1957 (8 Wo.)
Schön war'n die Tage der Rosen
(& Addy Andrigo)
  DE 24 01.09.1958 (4 Wo.)
My Happiness
(& Christa Williams)
  DE 3 01.06.1959 (24 Wo.)
Das Lied der Einsamkeit
  DE 46 01.01.1961 (4 Wo.)
Vaya con Dios
(& Christa Williams)
  DE 34 01.03.1961 (8 Wo.)

Gitta Lind (* 17. April 1925 als Rita Gracher in Trier; † 9. November 1974 in Tutzing) war eine deutsche Schlagersängerin, die vor allem in den 1950er Jahren erfolgreich war.

LebenBearbeiten

Rita Gracher studierte zunächst Ballett am Stadttheater in Trier. Als 17-Jährige beschloss sie, Sängerin zu werden und ließ ihre Stimme unter anderem bei Maria Ivogün im Koloratursopran ausbilden. Im Februar 1944 bekam sie ihr erstes Engagement als Sängerin beim Reichssender Luxemburg. Aus „Rita Gracher“ wurde nun „Gitta Lind“. Ihren Künstlernamen setzte sie aus den Namen ihrer beiden Idole Gitta Alpár, einer ungarischen Sängerin und Schauspielerin, und Jenny Lind, einer schwedischen Sängerin, zusammen.

Nach Kriegsende wurde Lind Rundfunksängerin beim neu gegründeten NWDR in Hamburg. Auf Wunsch von Erwin Lehn vom SDR wechselte sie nach Stuttgart, um dort mit ihm Funkproduktionen vorzunehmen. 1948 bekam Gitta Lind hier ihren ersten Plattenvertrag bei Telefunken. Es entstand ihr erster Hit Blumen für die Dame, komponiert von dem damals noch unbekannten Heinz Gietz und getextet von Joachim Fuchsberger.

Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes ging sie 1951 nach München für ein Engagement beim Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, wo sie den Hörfunksprecher Joachim Fuchsberger kennenlernte, den sie noch im selben Jahr heiratete. Diese Ehe wurde 1954 nach zweieinhalb Jahren wieder geschieden. Insgesamt war die Künstlerin viermal verheiratet, zuletzt mit dem amerikanischen Pädagogen Stanley Brown, Vater ihrer Tochter, der amerikanischen Schauspielerin Carolin Brown.

Gitta Lind spielte auch in mehreren (Musik-)Filmen mit, u. a. in Skandal im Mädchenpensionat, der 1952/53 unter der Regie von Erich Kobler entstand, und Schlagerparade. Zudem wirkte sie bei einigen Operettenaufzeichnungen mit, wie beispielsweise beim WDR unter Franz Marszalek in Im weißen Rössl, Viktoria und ihr Husar, Der süße Kavalier sowie Schwarzwaldmädel, Maske in Blau, Meine Schwester und ich und in Hochzeitsnacht im Paradies an der Seite von Johannes Heesters.

Neben ihren Schallplattenaufnahmen unternahm Gitta Lind Tourneen mit den damaligen Stars Vico Torriani sowie René Carol und trat in der Show von Peter Frankenfeld auf. Ihren größten Erfolg konnte sie mit dem Titel Weißer Holunder verbuchen. Dieses Lied brachte ihr eine Goldene Schallplatte für 500.000 verkaufter Exemplare von ihrem Musiklabel ein.[1] Das Lied wurde auch von anderen Künstlern aufgenommen und gehört heute zu den Evergreens des deutschen Schlagers. Lind nahm Duette mit Vico Torriani sowie Hans Clarin auf. Besonders erfolgreich war das Duett mit Christa Williams und dem Lied My Happiness (Immer will ich treu dir sein). Der Versuch, international unter dem Künstlernamen Issy Pat mit Titeln wie: Adi-Adios Amigo, Oh, Jack oder Wer küßt mich? bekannt zu werden, misslang.

Lind nahm 1958 mit dem Titel Etwas leise Musik[3], 1960 mit dem Titel Auf der Straße der Träume und 1964 mit dem Titel Ein Chanson in der Nacht an der deutschen Vorentscheidung zum (damals noch Grand Prix Eurovision genannten) Eurovision Song Contest teil.

Mit einem Startkapital von umgerechnet 50.000 Euro gründeten 1972 Gitta Lind – die zu dieser Zeit Schnellreinigungen betrieb und später als Direktorin fungierte – sowie Fred Bertelmann gemeinsam in München eine Show-Schule, die erste Deutschlands. Hier, wo zum Beispiel Showgrößen wie Gitta Linds Ex-Ehemann Joachim Fuchsberger und Hans-Joachim Kulenkampff unterrichteten, wurden junge Talente auf ihre Karriere vorbereitet.

In der vom ZDF 1973 ausgestrahlten Musikshow Der Wind hat mir ein Lied erzählt mit Peter Frankenfeld trat Gitta Lind zum letzten Mal im Fernsehen auf. Sie starb im November 1974 an einem Krebsleiden und wurde auf dem Hauptfriedhof ihrer Heimatstadt Trier im Grab ihrer Eltern beigesetzt.[4]

DiskografieBearbeiten

SinglesBearbeiten

A/B-Seite Katalog-Nr. Veröffentlichung
Polydor (Schellack)
Ich geh’ so gern mit dir spazieren / Chico, mein kleiner Chico 48139 Juli 1948
Telefunken (Schellack)
Im Café de la Paix in Paris / Ich schenk dir ein Amulettchen 10934 1950
C’est si bon / Wie hoch ist der Himmel 11001 1952
Mein kleines Herz / Sie sind kein Kavalier 11052 1952
Spiel mir eine alte Melodie / Das ist nichts für kleine Mädchen 11158 1953
Denn ich bin verliebt / Wer war denn die Dame 11162 1953
Eisbär-Song / Wunderbar 11175 1953
Ein Traum / Tausend und eine Nacht 11288 1953
Herr Kaiser, Herr Kaiser / Hab’ ein Herz frei und froh 11384 1954
Ein ganzes Leben lang / Ich möcht’ mich verlieben 11391 1954
Blumen für die Dame / Tenderly 11467 April 1954
Rosen erblühten / Sei lieb zu mir 11491 1954
Ich will deine Kameradin sein / Peterle 11643 1955
Adi-Adios-Amigo / Ohne dich kann ich nicht sein (als Issy Pat) 11715 1956
Ich möchte Küssen / Ich hab dich so lieb 11725 Dezember 1956
Pst! Es soll ein Geheimnis sein / Oh, Jack (als Issy Pat) 11766* 1955
Jasmin aus Santa Monica / Jonny, Jonny, Jonny (als Issy Pat) 11782 Oktober 1956
Wenn du mich verläßt / Jasmin aus Santa Monica (als Issy Pat) 11801* 1956
Weißer Holunder / Wenn wir uns wiederseh’n 11835* August 1956
Unsere kleine Welt / Wann kommst du wieder 11905* 1957
Cindy, oh Cindy / Valentino 11923* 1957
Du bist meine Heimat / Fahre mit mir in die Ferne 11939* 1957
Telefunken (Vinyl)
Ich möchte küssen / Warum gingst du fort? (als Issy Pat) 45725
Wenn du mich verläßt / Jasmin aus Santa Monica (als Issy Pat) 45777 Oktober 1955
Wer küßt mich / Du (als Issy Pat) 45817
Ich sage dir Adieu / Die Fontänen von Rom 45901 März 1957
Am silberblauen See / Leb’ wohl komm bald zurück 45963 August 1957
Liebst du mich / Wilde Rosen 45972 Oktober 1957
Ich habe kein Glück / Weiße Möwe 55045 Juni 1958
Cuba-Cubaneros / Schön war’n die Tage der Rosen 55068 Juli 1958
Suiya Baya / Frühling In Mallorca 55076 September 1958
In Milano / Mein Caballero muß Don Pedro sein 55115 November 1958
My Happiness / Ohne dich (& Christa Williams) 55137 März 1959
Von der Liebe träumt der Mond /So schön müßt’ es immer sein (& Silvio Francesco) 55159 Mai 1959
Eine Kette weißer Blüten / Gib mir dein Herz 55161 Mai 1959
Komm’ wir machen eine kleine Reise / Nachts in allen Straßen (& C.Williams) 55177 August 1959
Kein Auto / My Sunny Boy (& Peter Frankenfeld) 55221 Januar 1960
Bleib mir treu / Ich glaub’ an dich 55222 Januar 1960
Das wird schön / Ein ganzes Jahr (& C.Williams) 55229 1960
Komm zu mir für immer / Ein ganzes Leben lang 55258 Juli 1960
Lied der Einsamkeit / Was wär das Leben ohne dich 55271 Oktober 1960
Vaya Con Dios / Ein Kleines Haus (& C.Williams) 55290 Januar 1961
Casanova aus Casablanca / Ich brauch’ dich 55305 Februar 1961
Unter der Laterne / Am Strand der Sehnsucht 55322 Mai 1961
Nur ein einsames Licht brennt im Hafen / Fern von der Heimat 55363 Juli 1961
Highland-Pipers-Doodle-Band / Jimmy Martinez 55403 Februar 1962
Kookie (& Hans Clarin) / Es war Frühling 55470 Oktober 1962
Der Stern Der Liebe / Mister Capitano 55701 März 1963
Rosen und Flieder / Die silberne Spieluhr 55733 August 1963
Ein Chanson in der Nacht / Jedes Herz braucht Liebe 55754 Januar 1964

* unter anderer Nummer auch als Vinyl-Single

Compact DiscsBearbeiten

Titel Label Veröffentlichung
Weißer Hollunder Bear Family 15868 1995
Jimmy Martinez Bear Family 15869 1995

FilmografieBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Günter Ehnert: Hit Bilanz – Deutsche Chart Singles 1956–1980. 1. Auflage. Verlag populärer Musik-Literatur, Norderstedt 2000, ISBN 3-922542-24-7, S. 444.
  2. Chartquellen: Gitta Lind bei chartsurfer.de (Memento des Originals vom 21. Januar 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.chartsurfer.de
  3. Base de données ESC finales (Memento des Originals vom 20. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.escfinales.eu, nach Gitta Lind suchen
  4. knerger.de: Familiengrab auf dem Hauptfriedhof Trier

WeblinksBearbeiten