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Geschichte der Kreisbildung in Deutschland

Wikimedia-Geschichts-Artikel
Verwaltungsgliederung auf Kreisebene am 1. Januar 1900

Die Geschichte der Kreisbildung in Deutschland erfasst die Bildung bzw. Gründung der Kreise, also der kreisfreien Städte (Stadtkreise) und Kreise (Landkreise). Innerhalb der Länder sind die Verwaltungsbezirke in alphabetischer Reihenfolge angegeben anstatt der, historisch bedingt, bisweilen von dieser abweichenden offiziellen Reihenfolge (wie es etwa bei den preußischen Provinzen oder bayerischen Regierungsbezirken der Fall war bzw. ist).

Inhaltsverzeichnis

AnhaltBearbeiten

Im Herzogtum Anhalt wurden 1863 sechs Kreise gebildet.

BadenBearbeiten

Hauptartikel: Kreis (Baden)

Mit dem Gesetz über die Organisation der Inneren Verwaltung vom 5. Oktober 1863 wurden in Baden die bisherigen vier Kreise aufgelöst und die jetzt nur mehr 59 Bezirksämter direkt dem Innenministerium unterstellt. Als Aufsichtsbehörde wurden den Bezirksämtern vier Landeskommissäre übergeordnet. Diese Bezirksämter, die mit Landkreisen vergleichbar waren, wurden mit Wirkung vom 1. Oktober 1864 neu gebildet.

  • Landeskommissärbezirk Freiburg:
    Bezirksämter: Breisach, Emmendingen, Ettenheim, Freiburg, Gengenbach, Kenzingen, Kork, Lahr, Lörrach, Müllheim, Neustadt, Oberkirch, Offenburg, Schönau, Schopfheim, Staufen, Waldkirch und Wolfach

BayernBearbeiten

Im Jahr 1862 wurden im Königreich Bayern die Landgerichte zur Trennung von Justiz und Verwaltung in Landgerichte für die Justiz (ab 1879: Amtsgerichte) und Bezirksämter für die Verwaltung umgewandelt. Die acht Regierungsbezirke waren nun in Bezirksämter und unmittelbare Städte unterteilt. Die Bezirksämter waren die Vorläufer der heutigen Landkreise. Die Bezeichnung Landkreis führte man erst 1939 ein. Aus den kreisunmittelbaren Städten wurden 1939 dementsprechend kreisfreie Städte.

BraunschweigBearbeiten

Das Herzogtum Braunschweig wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1833 in Kreise eingeteilt.

BremenBearbeiten

Am 15. Juni 1817 wurden im Bremer Landgebiet neben der Stadt Bremen anstelle der vier Gohen zwei Landherr(n)schaften gebildet.

  • Landherrschaften: Landherrschaft am linken Weserufer, Landherrschaft am rechten Weserufer
    Selbstständige Stadt: Bremen

Elsaß-LothringenBearbeiten

Die Kreise Elsaß-Lothringens wurden 1872 unter Aufhebung der bisherigen französischen Arrondissements, auf Grundlage der Kantone neu gebildet.

HamburgBearbeiten

Das Hamburger Landgebiet wurde seit dem 15. Jahrhundert in Landherrenschaften gegliedert, die man in etwa mit heutigen Landkreisen vergleichen kann:

Hinzu kamen umfangreiche Besitztümer der Hamburger Klöster und Hospitäler, die seit der Reformation ebenfalls vom Hamburger Senat bzw. dem Kollegium der Oberalten kontrolliert wurden. Nach Neugliederungen 1830 und 1874 gliederte sich das Landgebiet im Staate Hamburg in vier Landherrenschaften:

Die Stadt Hamburg bestand zunächst aus den heutigen Stadtteilen Alt- und Neustadt. Nach und nach wurden die Vorstädte aus den Landherrenschaften aus- und nach Hamburg eingegliedert; 1924 schieden auch Bergedorf, Cuxhaven und Geesthacht als weitere Städte aus dem Landgebiet aus. Daraufhin wurden die vier Landherrenschaften zu einer zusammengefasst, die ab 1937 als Landgebiet Hamburg bezeichnet wurde und 1938 bei der Bildung der Einheitsgemeinde aufgelöst wurde. Die durch das Groß-Hamburg-Gesetz 1937 in das Gebiet des Landes Hamburg eingegliederten kreisangehörigen preußischen Gemeinden wurden kurzzeitig zu einem Landkreis Hamburg zusammengefasst, der ebenfalls schon 1938 bei der Bildung der Einheitsgemeinde aufgelöst wurde.

HessenBearbeiten

Die Provinzen Oberhessen und Starkenburg im Großherzogtum Hessen wurden 1821/22 in Landratsbezirke eingeteilt. Diese wurden 1832 neu in Kreise und Landratsbezirke eingeteilt. Die Provinz Rheinhessen wurde 1835 in Kreise eingeteilt. Am 31. Juli 1848 wurden die Provinzen, Kreise und Landratsbezirke zugunsten der Errichtung von elf Regierungsbezirken abgeschafft. Diese Reform wurde jedoch am 12. Mai 1852 rückgängig gemacht. Die frühere Gliederung in Provinzen wurde wiederhergestellt und es wurde eine nunmehr flächendeckende Einteilung in Kreise geschaffen.

Provinz OberhessenBearbeiten

Provinz RheinhessenBearbeiten

Provinz StarkenburgBearbeiten

KurhessenBearbeiten

Am 21. August 1821 wurde Kurhessen in 22 Kreise eingeteilt. Am 31. Oktober 1848 wurden die Kreise zugunsten der Errichtung von 21 Verwaltungsämtern in neun Bezirken abgeschafft. Diese Reform wurde jedoch am 15. September 1851 rückgängig gemacht. Die früheren Kreise wurden wiederhergestellt.

Provinz FuldaBearbeiten

Provinz HanauBearbeiten

Provinz NiederhessenBearbeiten

Provinz OberhessenBearbeiten

LippeBearbeiten

Im Jahr 1816 war Lippe in elf Ämter, die nicht als Vorläufer der Landkreise gelten können, und acht selbstständige Städte gegliedert.

Am 23. Juli 1879 wurden die inzwischen 13 Ämter aufgelöst und es wurden 5 Verwaltungsämter gebildet.

  • Verwaltungsämter: Detmold aus Ämter Detmold, Lage und Horn, Lipperode-Cappeln aus dem Amt Lipperode, Blomberg aus den Ämtern Blomberg, Schieder und Schwalenberg ohne den Flecken Schwalenberg, Brake aus den Ämtern Brake, Sternberg-Barntrup, Hohenhausen und Varenholz und Schötmar aus den Ämtern Schötmar und Oerlinghausen
    Selbständige Städte: Barntrup, Blomberg, Detmold, Horn, Lage, Lemgo, Salzuflen und Flecken Schwalenberg, seit 1906 Stadt

Am 1. November 1927 wurden die 5 Verwaltungsämter aufgelöst und es wurden 4 Landratsämter gebildet.

  • Landratsämter: Detmold aus den Verwaltungsämtern Detmold und Lipperode-Cappeln, Blomberg aus dem Verwaltungsamt Blomberg, Brake aus dem Verwaltungsamt Brake und Schötmar aus dem Verwaltungsamt Schötmar
    Selbständige Städte: Barntrup, Blomberg, Detmold, Horn, Lage, Lemgo, Oerlinghausen (seit 1926), Bad Salzuflen und Schötmar (seit 1922)

Am 1. April 1932 wurden die Landratsämter aufgelöst und 2 Kreise gebildet.

  • Kreise: Detmold aus den Landratsämtern Detmold und Blomberg und den selbständigen Städten Lage, Horn, Blomberg und Schwalenberg, Lemgo aus den Landratsämtern Brake und Schötmar und den selbständigen Städten Barntrup, Schötmar und Oerlinghausen
    kreisfreie Städte: Detmold (bis 1. April 1934), Lemgo (bis 1. April 1934) und Bad Salzuflen (bis 1. April 1934)

Am 1. April 1934 wurden die kreisfreien Städte Detmold in den Kreis Detmold und Lemgo und Bad Salzuflen in den Kreis Lemgo eingegliedert.

LübeckBearbeiten

Das Gebiet des Landes Lübeck war zum Beginn des 19. Jahrhunderts in drei Verwaltungseinheiten gegliedert.

  • Landgebiet: Landgebiet außerhalb der Landwehr, Landgebiet innerhalb der Landwehr
    Selbstständige Stadt: Lübeck

MecklenburgBearbeiten

Mecklenburg-SchwerinBearbeiten

1815 wurde das Land in Ämter und freie Städte eingeteilt.

Mecklenburg-StrelitzBearbeiten

1815 wurde das Land in Ämter und freie Städte eingeteilt.

Fürstentum RatzeburgBearbeiten

Das Fürstentum Ratzeburg wurde verwaltungsrechtlich nicht weiter unterteilt.

StrelitzBearbeiten

MecklenburgBearbeiten

Mit der Fusion der bisherigen Länder Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz 1934 wurde das Land neu in Ämter (später Landkreise) und Stadtkreise gegliedert.

NassauBearbeiten

Nassau wurde am 1. Juli 1816 in 28 Ämter unterteilt.[1] Am 4. April 1849 wurden die Ämter zugunsten der Errichtung von zehn Kreisämtern abgeschafft. Diese Reform wurde jedoch am 1. Oktober 1854 rückgängig gemacht. Die früheren Ämter wurden wiederhergestellt.

OldenburgBearbeiten

Landesteil BirkenfeldBearbeiten

Das Fürstentum Birkenfeld war von 1817 bis 1879 in die drei Ämter Birkenfeld, Nohfelden und Oberstein gegliedert. 1919 wurde aus dem Fürstentum Birkenfeld der Landesteil Birkenfeld, aus dem am 1. April 1937 der Kreis Birkenfeld in der preußischen Rheinprovinz wurde.

Landesteil LübeckBearbeiten

Das Fürstentum Lübeck war bis 1843 in die Stadt Eutin sowie in die Ämter Eutin, Großvogtei, Kaltenhof und Kollegiatstift untergliedert; von 1843 bis 1879 nur noch in die Ämter Eutin, Schwartau und (ab 1867) Ahrensbök. 1919 wurde das Fürstentum Lübeck zum Landesteil Lübeck, aus dem am 1. April 1937 der Kreis Eutin in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein wurde.

Landesteil OldenburgBearbeiten

1814 wurden die Verwaltungsstrukturen im Herzogtum Oldenburg grundlegend reformiert und das Land in Kreise und Ämter gegliedert. Die Kreise dienten als Gerichtsbezirke, während die Ämter für die allgemeine Verwaltung zuständig waren. Verwaltungstechnische Sonderformen bildeten anfänglich die Herrschaft Kniphausen (ab 1854 Amt Kniphausen) und die Herrlichkeit Dinklage (1826 zum Amt Steinfeld). 1824 bestand die folgende Verwaltungsgliederung:[2]

Die Einteilung in Kreise wurde 1858 aufgehoben. Die Anzahl der Ämter wurde schrittweise, zuletzt 1933, auf sechs reduziert.[3] Die Ämter Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch wurden 1939 zu Landkreisen.

PreußenBearbeiten

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Staat Preußen mit der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815 in zehn Provinzen eingeteilt, die mit Ausnahme von Ostpreußen, Westpreußen und Posen als Verwaltungseinheiten Preußens zum Territorium des Deutschen Bundes zählten. Die Provinzen wurden in Regierungsbezirke und diese wiederum in Kreise und Immediatstädte eingeteilt.

Provinz BrandenburgBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Brandenburg wurden 1816/17 gebildet.

Am 1. Oktober 1920 schied das durch Eingemeindungen erweiterte Berlin aus der Provinz Brandenburg aus und wurde den Provinzen gleichgestellt.

Provinz Großherzogtum NiederrheinBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Großherzogtum Niederrhein wurden 1816/18 gebildet.

Die Provinz bildete ab dem 22. Juni 1822 zusammen mit der Provinz Jülich-Cleve-Berg die Rheinprovinz.

Provinz HannoverBearbeiten

Nach der Eingliederung in Preußen blieben in der Provinz Hannover die bisherigen Verwaltungseinheiten (Steuerkreise und Ämter) zunächst bestehen. Mit Wirkung vom 1. April 1885 wurden Verwaltungseinheiten mit der in Preußen üblichen Bezeichnung Kreis neu gebildet.

Provinz Hessen-NassauBearbeiten

Nach der Eingliederung in Preußen wurde die Provinz durch Verordnung vom 22. Februar 1867 neu gegliedert.[4]

Provinz Jülich-Cleve-BergBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Jülich-Cleve-Berg wurden 1816/18 gebildet.

Die Provinz bildete ab dem 22. Juni 1822 zusammen mit der Provinz Großherzogtum Niederrhein die Rheinprovinz.

Provinz OstpreußenBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Ostpreußen wurden 1816/18 gebildet.

Provinz PommernBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Pommern wurden 1816/18 gebildet.

Provinz PosenBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Posen wurden 1816/18 gebildet.

Provinz SachsenBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Sachsen wurden 1816/18 gebildet.

Provinz SchlesienBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Schlesien wurden 1816/18 gebildet.

Provinz Schleswig-HolsteinBearbeiten

Die Provinz Schleswig-Holstein wurde mit Wirkung vom 22. September 1867 in 19 Kreise und einen Stadtkreis eingeteilt. Zunächst wurden zwei Regierungsbezirke gebildet. Der Regierungsbezirk Holstein wurde bereits am 1. Oktober 1868 aufgelöst. Seine Kreise wurden in den allein verbliebenen Regierungsbezirk Schleswig umgegliedert.

Provinz WestfalenBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Westfalen wurden 1816/18 gebildet.

Provinz WestpreußenBearbeiten

Die Kreise in der Provinz Westpreußen wurden 1816/18 gebildet.

SachsenBearbeiten

Mit Wirkung vom 15. Oktober 1874 trat eine Verwaltungsreform in Sachsen in Kraft, bei der die volle Trennung zwischen der Justiz und der Verwaltung im Königreich erfolgte. Das Land wurde in vier Kreishauptmannschaften eingeteilt, denen Amtshauptmannschaften und ggf. bezirksfreie Städte zugeordnet wurden.

Schaumburg-LippeBearbeiten

Am 15. Januar 1816 existierten in Schaumburg-Lippe vier Ämter und zwei selbstständige Städte.

  • Ämter: Arensburg, Bückeburg, Hagenburg und Stadthagen
    Selbstständige Städte: Bückeburg und Stadthagen

Am 31. Dezember 1884 wurden aus den seit 1. Oktober 1879 existierenden Ämtern Bückeburg-Arensburg und Stadthagen-Hagenburg 2 Landratsamtsbezirke. Bückeburg und Stadthagen blieben selbständige Städte.

  • Landratsamtsbezirke: Bückeburg-Arensburg aus dem Amt Bückeburg-Arensburg, Stadthagen-Hagenburg aus dem Amt Stadthagen-Hagenburg
    Selbständige Städte: Bückeburg und Stadthagen

Am 25. März 1899 wurden die beiden Landratsamtsbezirke in Kreise und die beiden selbständigen Städte in die kreisfreien Städte Bückeburg und Stadthagen umbenannt.

ThüringenBearbeiten

Das Land Thüringen bestand bei seiner Gründung am 1. Mai 1920 aus den Verwaltungseinheiten, die die Vorgängerländer ins neue Land mit eingebracht haben.

Thüringische LänderBearbeiten

Reuß älterer LinieBearbeiten

Im Rahmen der Rennung von Verwaltung und Justiz wurde am 1. Oktober 1868 ein Landratsamt in Greiz für das gesamte Fürstentum eingerichtet. In der Exklave Burgk übernahm das dortige Justizamt einen Teil der Befugnisse des Landratsamts.[5][6]

Reuß jüngerer LinieBearbeiten

Das Fürstentum wurde 1852 in drei Landratsämter eingeteilt.[7]

Volksstaat ReußBearbeiten

Nach der Vereinigung der beiden reußischen Staaten zum Volksstaat Reuß wurden am 17. April 1919 drei neu abgegrenzte Bezirksverbände eingerichtet.[8]

Sachsen-AltenburgBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1826 in zwei Kreise eingeteilt.

  • Kreise: Ostkreis (Altenburgischer Kreis) und Westkreis (Saal-Eisenbergischer Kreis)

Sachsen-Coburg und GothaBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1826 in zwei Verwaltungsbezirke gegliedert.

Sachsen-Coburg-MeiningenBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1815 in drei Verwaltungsbezirke gegliedert.

  • Verwaltungsbezirke: Gemeinschaftliche Herrschaft, Oberland und Unterland

Sachsen-Coburg-SaalfeldBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1815 in drei Fürstentümer gegliedert.

Sachsen-Gotha-AltenburgBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1815 in zwei Fürstentümer gegliedert.

Sachsen-Meiningen-HildburghausenBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1826 in zwölf Verwaltungsämter nebst einer Residenzstadt eingeteilt.

  • Verwaltungsämter: Camburg, Eisfeld, Gräfenthal, Heldburg, Hildburghausen, Kranichfeld, Meiningen, Römhild, Saalfeld, Salzungen, Sonneberg und Wasungen
    Residenzstadt: Meiningen

Sachsen-Weimar-EisenachBearbeiten

Das Herzogtum wurde 1815 in drei Kreise eingeteilt.

Schwarzburg-RudolstadtBearbeiten

Das Fürstentum wurde 1815 in zwei Verwaltungsbereiche gegliedert.

Schwarzburg-SondershausenBearbeiten

Das Fürstentum wurde 1815 in zwei Verwaltungsbereiche gegliedert.

WaldeckBearbeiten

Am 27. April 1850 wurden die neuen Kreise gebildet.

WürttembergBearbeiten

Am 1. Januar 1818 wurden die 1810 gebildeten zwölf Landvogteien durch vier Kreise ersetzt.[9] Es entstanden der Donaukreis mit Sitz in Ulm, der Jagstkreis mit Sitz in Ellwangen (Jagst), der Neckarkreis mit Sitz in Ludwigsburg und der Schwarzwaldkreis mit Sitz in Reutlingen. Insgesamt gab es 64 Oberämter, die sich 1819 wegen der Eingliederung des Oberamtes Albeck in das Oberamt Ulm auf 63 reduzierten.

Die Oberämter, die 1818 gebildet wurden und den späteren Landkreisen entsprachen, waren:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verordnungsblatt des Herzogthums Nassau vom 7. Juny 1816 (Online)
  2. Oldenburgischer Staats-Kalender 1824. S. 165 ff., abgerufen am 16. August 2011.
  3. Historische Verwaltungsgliederungen des Landes Oldenburg
  4. Preußische Verordnung zur Kreisbildung in den Regierungsbezirken Cassel und Wiesbaden vom 11. März 1867 (Digitalisat)
  5. Gesetz, die Organisation der Justiz- und Verwaltungsbehörden betreffend vom 1. September 1868. In: Gesetzsammlung des Fürstenthums Reuß älterer Linie. Band 1868, Nr. 20. Greiz 1868, S. 277 ff. (Digitalisat).
  6. Regierungsverordnung zum Gesetz zur Organisation der Justiz- und Verwaltungsbehörden. In: Gesetzsammlung des Fürstenthums Reuß älterer Linie. Band 1868, Nr. 51. Greiz 1868, S. 524 (Digitalisat).
  7. Verordnung zur Organisation der Verwaltungsbehörden vom 29. Juli 1852. In: Gesetzsammlung für die Fürstlich Reußischen Lande jüngerer Linie. Band 1852, Nr. 129. Schleiz 1852, S. 131 ff. (Digitalisat).
  8. Gesetz über die Vereinigung der beiden Freistaaten Reuß vom 4. April 1919. In: Gesetzsammlung für beide Freistaaten Reuß. Band 1919, Nr. 5. Greiz 1919, S. 27 ff. (Digitalisat).
  9. Edikt über die Einteilung des Königreichs in vier Verwaltungs-Bezirke vom 18. November 1817

LiteraturBearbeiten

Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn;
Reihe A: Preußen;

  • Band 1: Ost- und Westpreußen, bearbeitet von Dieter Stüttgen, 1975, ISBN 3-87969-108-8,
  • Band 2: Posen, 1975, ISBN 3-87969-109-6,
    • Teil I: Provinz Posen, bearbeitet von Dieter Stüttgen,
    • Teil II: Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen, bearbeitet von Walther Hubatsch,
  • Band 3: Pommern, bearbeitet von Dieter Stüttgen, 1975, ISBN 3-87969-115-0,
  • Band 4: Schlesien, bearbeitet von Dieter Stüttgen, Helmut Neubach und Walther Hubatsch, 1976, ISBN 3-87969-116-9,
  • Band 5: Brandenburg, bearbeitet von Werner Vogel, 1975, ISBN 3-87969-117-7,
  • Band 6: Provinz Sachsen, bearbeitet von Thomas Klein, 1975, ISBN 3-87969-118-5,
  • Band 7: Rheinland, bearbeitet von Rüdiger Schütz, 1978, ISBN 3-87969-122-3,
  • Band 8: Westfalen, bearbeitet von Walther Hubatsch, 1980, ISBN 3-87969-123-1,
  • Band 9: Schleswig-Holstein, bearbeitet von Klaus Friedland und Kurt Jürgensen, 1977, ISBN 3-87969-124-X,
  • Band 10: Hannover, bearbeitet von Iselin Gundermann und Walther Hubatsch, 1981, ISBN 3-87969-125-8,
  • Band 11: Hessen-Nassau, bearbeitet von Thomas Klein, 1979, ISBN 3-87969-126-6,
  • Band 12: Preußen; Teil B, II: Die Hohenzollernschen Lande, bearbeitet von Walther Hubatsch, 1978, ISBN 3-87969-127-4

Thomas Klein (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn;
Reihe B: Mitteldeutschland (außer Preußen);

  • Band 13: Mecklenburg, bearbeitet von Helge Bei der Wieden, 1976, ISBN 3-87969-128-2
  • Band 14: Sachsen, bearbeitet von Thomas Klein, 1982, ISBN 3-87969-129-0
  • Band 15: Thüringen, bearbeitet von Thomas Klein, 1983, ISBN 3-87969-130-4
  • Band 16: Mitteldeutschland (Kleinere Länder), 1981, ISBN 3-87969-131-2
    • Teil I: Braunschweig, bearbeitet von Christoph Römer,
    • Teil II: Anhalt, bearbeitet von Thomas Klein,
    • Teil III: Lippe, bearbeitet von Walther Hubatsch und Thomas Klein,
    • Teil IV: Schaumburg-Lippe, bearbeitet von Dieter Poestges,
    • Teil V: Waldeck, bearbeitet von Thomas Klein
  • Band 17: Hansestädte und Oldenburg, 1978, ISBN 3-87969-142-8
    • Teil I: Lübeck, bearbeitet von Antjekathrin Graßmann,
    • Teil II: Bremen, bearbeitet von Wilhelm Lührs,
    • Teil III: Hamburg, bearbeitet von Heinz Postel,
    • Teil IV: Oldenburg, bearbeitet von Stefan Hartmann

Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980, München, 1983, ISBN 3-406-09669-7

Siehe auchBearbeiten