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Gert Kähler (* 3. April 1942 in Hamburg) ist ein deutscher Architekturhistoriker, Architekturkritiker und Publizist.

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LebenBearbeiten

Gert Kähler studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin. Nach dem Diplom arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros und war anschließend ab 1976 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hannover. Dort wurde er 1981 promoviert und 1985 habilitiert. Es folgten Gastprofessuren an der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Berlin sowie – ab 1991 als apl. Professor – an der RWTH Aachen.[1]

Seit 1988 arbeitet Kähler in Hamburg als freier Publizist zu Themen der Stadt und der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben eigenen Publikationen erscheinen von ihm regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften, Zeitungen und weiteren Medien, u. a. in Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, kultur aktuell (N3), Aspekte (ZDF).[2]

Kähler war 2001 Verfasser des ersten Statusberichts zur Baukultur der Initiative Architektur und Baukultur. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung[3] und der Freien Akademie der Künste in Hamburg.[4]

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

  • Architektur als Symbolverfall. Das Dampfermotiv in der Baukunst. Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden 1981, ISBN 3-528-08759-5, (Bauwelt-Fundamente, Band 59).
  • Wohnung und Stadt. Hamburg, Frankfurt, Wien. Modelle sozialen Wohnens in den zwanziger Jahren. Vieweg, Braunschweig 1985, ISBN 3-528-08702-1 (Habilitationsschrift Universität Hannover, 1984).
  • (als Herausgeber) Geschichte des Wohnens. Band 4: 1918–1945. Reform, Reaktion, Zerstörung. Deutsche Verlags-Anstalt 1996, Stuttgart 1996, ISBN 3-421-03114-2 (Inhaltsverzeichnis PDF). (zugleich Gesamt-Herausgeber zusammen mit Jürgen Reulecke, Ulf Dirlmeier, Ingeborg Flagge, 5 Bde. 1996–1999)
  • Ein JahrHundert Bauten in Deutschland. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2000, ISBN 3-421-03194-0 (Inhaltsverzeichnis PDF).
  • Baukultur in Deutschland. Statusbericht Langfassung. Bestandaufnahme, Tendenzen, Empfehlungen. Selbstverlag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Bonn 2002, ISBN 3-87994-061-4. (Berichte des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Band 11).
  • Scifun-City. Planen, bauen und leben im Großstadtdschungel. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-499-21203-X.
  • Gebaute Geschichte. Ein Geschichtsbuch über Bauen und Denkmalschutz. Hrsg. v. d. Akademie d. Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Klett-Schulbuchverlag, Stuttgart u. a. 2006, ISBN 3-12-920001-0.
  • Route der Moderne. Vom Welterbe Breslau zum Welterbe Dessau. Architektur 1900–1930. Jovis, Berlin 2009, ISBN 978-3-86859-008-1.
  • Von der Speicherstadt bis zur Elbphilharmonie. Hundert Jahre Stadtgeschichte Hamburg. Dölling und Galitz, München/Hamburg 2009, ISBN 978-3-937904-87-0 (Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs, Band 24).
  • (als Herausgeber mit Hans Bunge): Villen und Landhäuser. Bürgerliche Baukultur in den Hamburger Elbvororten von 1900 bis 1935. Dölling und Galitz, München 2012, ISBN 978-3-86218-031-8.
  • Choreographie der Massen. Im Sport. Im Stadio. Im Rausch. Hrsg. v. Volkwin Marg für die Akademie der Künste, Berlin, Jovis, Berlin 2012 ISBN 978-3-86859-164-4 (zugleich Co-Kurator der Ausstellung Choreographie der Massen. Im Sport. Im Stadion. Im Rausch. 6. Juni bis 12. August 2012, Akademie der Künste, Berlin).[3]
  • (mit Sven Bardua): Die Stadt und das Auto. Wie der Verkehr Hamburg veränderte. Hrsg. von der Hamburgischen Architektenkammer und dem Museum der Arbeit. Dölling und Galitz, München 2012, ISBN 978-3-86218-030-1, (Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs, Band 27).
  • Auf alten Fundamenten. Bauen im historischen Kontext – Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Hrsg. v. Volkwin Marg, Dölling und Galitz, München u. a. 2013, ISBN 978-3-86218-039-4.
  • (mit Günther Krüger) Hamburg aus der Luft 1954–1969. Eine Stadt erfindet sich neu. Dölling und Galitz, München / Hamburg 2014, ISBN 978-3-86218-068-4.
  • (mit Hans Bunge) Der Architekt als Bauherr. Hamburger Baumeister und ihr Wohnhaus. Dölling und Galitz, München / Hamburg 2016, ISBN 978-3-86218-077-6 (Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs, Band 34).
  • Geheimprojekt HafenCity oder Wie erfindet man einen neuen Stadtteil? Hrsg. v. Volkwin Marg. Dölling und Galitz, München / Hamburg 2016, ISBN 978-3-86218-092-9.

LiteraturBearbeiten

  • Heiner Petrowitz: Gert Kähler 2005. Flensburg zum Kulturerbe machen… mit Bestandsgarantie für einen Stadtdenker. Gor Flensborg til verdenskulturarv… med fastansaettelse af en stadstaenker. In: Die Flensburger Stadtdenker/Stadstænkerne i Flensborg. Flensburger Baukultur e.V., Flensburg 2012, ISBN 978-3-925856-69-3, S. 30–41 (Kleine Reihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Band 39).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gert Kähler: Schräge Architektur und aufrechter Gang. Dekonstruktion. Bauen in einer Welt ohne Sinn? Vieweg, Braunschweig / Wiesbaden 1992, S. 145 (Bauwelt Fundamente, Band 97).
  2. Baukultur und Schlossgespenster. Themenblätter im Unterricht, Frühjahr 2006, Nr. 55. hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 29. Januar 2017.
  3. a b Pressedossier der Akademie der Künste zur Ausstellung Choreographie der Massen. Im Sport. Im Stadion. Im Rausch, 2012. S. 14, abgerufen am 30. Januar 2017.
  4. Mitgliederliste auf der Website der Akademie, abgerufen am 30. Januar 2017.